Schöne Sprüche, liebe Grüße und Glückwünsche Gedichtband
Gedichtband
Autoren
Betina Graf Über Viabilia
Trauer und Trost

Zuspruch und Trost - tröstliche Worte für liebe Menschen

Trost braucht jeder von uns irgendwann einmal. Mit tröstlichen Worten eines lieben Menschen können wir wieder durchatmen und neue Kraft schöpfen für die Herausforderungen, die da noch kommen mögen.

Ob nur Schnupfen oder schlimmer:
krank zu sein, das beutelt immer!
Bitte möge stets genesen,
als wär’ nie etwas gewesen.

Leonie Ranly

Wir hoffen, dass Sie auf den Unterseiten dieser Rubrik den ein oder anderen Spruch finden werden, der Ihnen weiterhelfen kann – oder, wenn Sie hergekommen sind, um die richtigen Worte für einen Ihnen lieben Menschen in einer schweren Zeit zu finden, dass Ihnen das gelingen möge:

Dossiers zum Thema Trost

Es ist individuell sehr unterschiedlich, was uns Trost spenden kann. Prinzipiell gibt es jedoch zwei Wege, um Trost zu finden:

  1. Man kann sich intensiv mit dem Thema, das einen belastet, beschäftigen.
  2. Man kann nach Ablenkungen vom Thema suchen.

Die Methode der Ablenkung ist vielleicht ein wenig leichter umzusetzen, aber es kann passieren, dass man auf diese Weise Probleme nur zeitlich verschiebt, statt sie wirklich zu lösen. Manchmal ist das jedoch genau das richtige, insbesondere dann, wenn Zeit an sich die Probleme voraussichtlich lösen wird (zum Beispiel Warten auf einen wichtigen Termin oder eine wichtige Nachricht). Wirkungsvolle Methoden, um sich abzulenken, sind Filme, Serien, Aktivitäten mit Freund:innen, Computerspiele und Romane.

Um sich mit dem Thema zu beschäftigen und auf diese Weise Trost zu finden, kann man ein Tagebuch führen und sich den Frust auf diese Weise "von der Seele schreiben". Noch effektiver ist es meist, einen Gesprächspartner oder eine Gesprächspartnerin zu finden, der oder die aufmerksam zuhört, Empathie zeigt und im richtigen Moment nachfragt. Diese Rolle können Freund:innen oder Verwandte übernehmen, man kann aber auch bei der TelefonSeelsorge anrufen, sich an eine:n Vertrauenslehrer:in wenden oder einen Termin in einer psychologischen Praxis vereinbaren.

Am besten kann man einen Freund oder eine Freundin trösten, indem man versucht, herauszufinden, was sich die Person selbst wünscht. Möchte sie über das Problem, das Kummer bereitet, reden, oder lieber abgelenkt werden? Viele Menschen, die Trost brauchen, können nicht genau sagen, in welcher Form sie sich diesen Trost wünschen. Darum ist es oft besser, nicht einfach unspezifische Hilfe anzubieten ("Kann ich irgendetwas tun?"), sondern nach konkreten Maßnahmen zu fragen ("Brauchst du ein wenig Ablenkung? Sollen wir ins Kino gehen?"). Manche Menschen verneinen jede Frage, weil sie nicht zur Last fallen wollen. Dann kann es helfen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und gar nicht erst zu fragen – es ist aber wichtig, dabei immer vorsichtig zu sein und die Grenzen des Gegenübers zu respektieren.

Selbst, wenn alle Versuche, Trost zu spenden, scheinbar fehlschlagen, sollte man trotzdem nicht resignieren. Oft tröstet es schon, wenn man merkt, dass jemand sich Sorgen macht und einen aufrichtig aufzumuntern versucht. Gesellschaft kann eine der wirkungsvollsten Formen von Trost sein, auch, wenn man sie in Stille verbringt.

Ja, man kann sich auch selbst trösten. Hilfreich ist es dabei oft, sich einen guten Freund oder eine gute Freundin vorzustellen und sich zu überlegen, was diese Person als Trost zu einem sagen würde – oder, andersrum: sich vorzustellen, ein guter Freund oder eine gute Freundin wäre in der Problemlage, in der man eigentlich selbst gerade steckt, und zu überlegen, was man zu dieser Person sagen würde. Ohne dieses Zwischenschritt läuft man Gefahr, zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen.

Neben dem Vorstellen eines Gesprächs kann man sich auch trösten, indem man seine Gedanken geordnet niederschreibt (zum Beispiel in einem Tagebuch) oder sich mit einem guten und nicht zu schwermütigen Film ablenkt.