Inspirationen auf dem Lebensweg
Betina Graf Über Viabilia
Autoren
Zwei Kinder an Weihnachten, die Weihnachtssprüche in einem Buch lesen

Weihnachtssprüche und Weihnachtsgedichte für Kinder

Weihnachtssprüche für Kinder sind eine herrliche Idee, um es auch für die Kleinsten richtig weihnachtlich werden zu lassen und ihnen die weihnachtliche Botschaft kindgerecht vermitteln zu können. Ob zum Vorlesen oder Selberentdecken, ergänzend zu anderen Weihnachtsaktivitäten oder als eigenständige Lektüre – Weihnachtssprüche gehören zum Advent einfach dazu und lassen Weihnachtsstimmung aufkommen. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe kindgerechter Sprüche, Gedichte, Reime und Verse zum Thema Weihnachten. Manche stammen aus der Feder namhafter Autorinnen und Autoren, andere hat der Volksmund überliefert; manche sind kurz und einprägsam, andere laden mit ihrer Länge und ihrem Detailreichtum zum Träumen ein. Die schönsten Weihnachtssprüche haben wir für Sie auf dieser Seite zusammengetragen.

Besonders beliebt sind Weihnachtssprüche für Kinder natürlich im Kontext von Schule und Kindergarten und überall sonst, wo es darum geht, die kleinen Racker zu betreuen und ihnen dabei zu helfen, sich in der Welt zurechtzufinden. Aber auch in anderen Situationen können sie passen und für weihnachtliche Atmosphäre sorgen. Ihrer Kreativität beim Einsatz der Sprüche sind keine Grenzen gesetzt: Sie können sie beispielsweise beim gemütlichen Zusammensitzen vortragen, mit ihnen auf das Plätzchenbacken einstimmen oder sie als Inspiration fürs Malen und Basteln nutzen. Und selbst bei der Bescherung am 24. Dezember können die Sprüche Christkind und Weihnachtsmann nützen, denn über die Detailseiten der Sprüche können sie bequem als Geschenkanhänger ausgedruckt werden.

Weihnachtsgedichte für Kinder zu Corona bzw. Covid-19

Um Weihnachten in dieser Zeit der Einschränkungen, die das Coronavirus mit sich bringt, den Kindern etwas näher zu bringen, finden Sie hier Weihnachtsgedichte zu Corona:

Corona und der Weihnachtsmann - Weihnachtsgedicht

Corona und der Weihnachtsmann

Wenn Winterwinde garstig wehen,
ist fern ein roter Fleck zu sehen.
Durchs Fenster hört es sich zwar schwer,
doch dringt ein “Ho, ho, ho!” hier her,
und Glöckchenbimmeln obendrein -
das muss der Mann vom Nordpol sein!
Ein wenig seltsam ist es schon:
Normal hört man doch keinen Ton,
wenn er die Weihnachtsrunde macht.
Nur dieses Jahr, in dieser Nacht,
wo alle artig drinnen sind,
ob Opa, Tante, Mama, Kind,
da können wir ihn plötzlich hören.
Es scheint ihn nicht einmal zu stören.
Und schaut man ganz genau hinauf,
hat er sogar ‘ne Maske auf!

Viabilia Redaktion

Dieses humorvolle Weihnachtsgedicht zum Thema Corona und der Weihnachtsmann ist nicht nur für Kinder, auch Erwachsene haben bestimmt ihren Spaß dran ;) Als Geschenkanhänger für ein Nikolausgeschenk oder Weihnachtsgeschenk macht sich das Gedicht bestimmt auch gut …

Spruch 4793 teilen
Weihnachten und Corona: Weihnachtsgedicht über das Christkind in der Coronazeit

Das Christkind zur Coronazeit

In jeder Stube macht heut’ Rast
ein ganz besond’rer lieber Gast.
Die Locken Gold, das Hemdchen rein -
das muss das heil’ge Christkind sein!
Gar emsig zieht’s von Haus zu Haus
und legt den Kleinen Gaben aus.

Doch nicht nur Hemdchen trägt es heuer.
Ein and’res Feature ist viel neuer,
und zwar die Maske im Gesicht.
Darauf war Christus sehr erpicht.
Denn echte Nächstenliebe meint,
dass man Gefahren nicht verneint.

Viabilia Redaktion

Auch am Christkind geht Corona bzw. Covid-19 nicht vorbei ;) Davon zeugt dieses Weihnachtsgedicht, das ein wenig auf die Konflikte zwischen den Befürwortern der Corona-Maßnahmen sowie diejenigen, die hieran Zweifel haben, anspielt.

Spruch 4794 teilen
Weihnachtsgedicht: Das jährliche Geschenkerennen

Das jährliche Geschenkerennen

Heute, in der Heil’gen Nacht,
geht sie raus, die bunte Fracht!
Nur die besten sind am Start,
denn es wird wieder richtig hart.
Darum heißt’s heute “mit”, nicht “gegen” -
nur so klappt der Geschenkesegen.
Nur eine Nacht, so viele Gaben -
da muss man viel Erfahrung haben!

Nummer 1 ist wohlbekannt.
Er ist der, der den Pol bemannt.
Mit seinen Rentieren und Elfen
weiß der Kerl sich zu behelfen.
An der Startlinie steht stolz
sein großer Schlitten, ganz aus Holz.
Mit Rudolph’s Nas’ und “ho ho ho!”
macht er heut’ Kinderherzen froh.

Die 2, in engelsgleicher Pracht,
hat viel Elan mithergebracht.
Mit ihren Locken und den Flügeln
ist sie nur noch sehr schwer zu zügeln.
Ihr Plan: es geht in jedes Haus,
schnell rein, Geschenke, wieder raus.
Ihr Ansporn ist, vor allen Sachen,
wenn heute Kinderaugen lachen!

Die Nummer 3, der Nikolaus,
hilft heute mal den andern aus.
Der Heilige hat schon vor Wochen
mit manchem Knirps ein Wort gesprochen
und hoffte auf mehr Artigkeit.
Schließlich ist heut’ Geschenkezeit!
Am meisten freut den heil’gen Mann
wenn er den Kleinen schenken kann.

So geht es weiter – hier am Start
steh’n dutzende fürs Fest parat.
Aus allen Ländern, fern und nah,
sind die Geschenkebringer da.
Mit viel Gepäck, viel Herz, viel Freude
- flink von Gebäude zu Gebäude -
- schnell hier, schnell da, schnell weiter nun -
woll’n sie den Kindern Gutes tun.

Viabilia Redaktion

Haben Sie’s herausbekommen, wer Nummer 1, 2 und 3 ist?

Nummer 1: der Weihnachtsmann
Nummer 2: das Christkind
Nummer 3: der Nikolaus

Spruch 4800 teilen

Feierliche Weihnachtssprüche für Kinder

Corona und der Weihnachtsmann - Weihnachtsgedicht

Corona und der Weihnachtsmann

Wenn Winterwinde garstig wehen,
ist fern ein roter Fleck zu sehen.
Durchs Fenster hört es sich zwar schwer,
doch dringt ein “Ho, ho, ho!” hier her,
und Glöckchenbimmeln obendrein -
das muss der Mann vom Nordpol sein!
Ein wenig seltsam ist es schon:
Normal hört man doch keinen Ton,
wenn er die Weihnachtsrunde macht.
Nur dieses Jahr, in dieser Nacht,
wo alle artig drinnen sind,
ob Opa, Tante, Mama, Kind,
da können wir ihn plötzlich hören.
Es scheint ihn nicht einmal zu stören.
Und schaut man ganz genau hinauf,
hat er sogar ‘ne Maske auf!

Viabilia Redaktion

Dieses humorvolle Weihnachtsgedicht zum Thema Corona und der Weihnachtsmann ist nicht nur für Kinder, auch Erwachsene haben bestimmt ihren Spaß dran ;) Als Geschenkanhänger für ein Nikolausgeschenk oder Weihnachtsgeschenk macht sich das Gedicht bestimmt auch gut …

Spruch 4793 teilen

Ich lag und schlief, da träumte mir
ein wunderschöner Traum;
es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher,
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran:
Das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht’ ich auf aus meinem Traum.
Und dunkel war’s um mich:
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find’ ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
“Du darfst nur artig sein,
dann steh’ ich wiederum vor dir —
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der Heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.”

Hoffmann von Fallersleben
Spruch 894 teilen
Weihnachtsbaum mit Geschenken darunter

Das Weihnachtsbäumlein

Es war einmal ein Tännelein,
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün,
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stand’s im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
Die grünen Nadeln war’n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
hei! tat’s da sprühn und funkeln!
Und flammte heim- und himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.

Christian Morgenstern
Spruch 896 teilen
Weihnachtsmann auf einem Schlitten

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach‘ dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm‘ doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Volksweisheit / Volksgut

Der Weihnachtsmann ist übrigens nicht der Nikolaus. Der Weihnachtsmann gehört zu Weihnachten, der die Geschenke bringt (oder in manchen Gegenden bringt das Christkind die Geschenke).

Spruch 2190 teilen
Dekoration für Weihnachten

Für euch, o Kinder, blüht das Fest der Feste,
was bringt’s wohl diesmal? Welch ein Meer von Licht?
Könnt ihr’s erwarten? Wisst, das Allerbeste,
das habt ihr schon. Das ist’s: ihr wisst’s noch nicht.

Was wir zum Spiel, was wir zum Ernst euch geben,
als reine Freude gebt ihr’s uns zurück.
Das ist das Beste, dass es eurem Leben
noch Wahrheit ist und ungetrübtes Glück.

Noch goldne Früchte trägt an seinen Zweigen
für euch der Tannbaum, der im Wintergraun
und einsam steht im Wald mit ernstem Schweigen,
auf den die goldnen Sterne niederschaun.

Ein ganzes Jahr mit vielen, vielen Tagen
erglänzt an dieses Tages Widerschein.
Mög’ jeder Ernst euch goldne Früchte tragen
und jedes Spiel euch lehren, froh zu sein.

Hermann Lingg

Weihnachtsgedicht für Kinder

Mit diesem Weihnachtsgedicht können sich Kinder bewusst machen, dass Freude und Spiel das eigentliche Geschenk sind. Die Vorfreude auf Weihnachten ist in diesem Gedicht auf jeden Fall zu spüren.

Spruch 3432 teilen
Weihnachtsglocke - frohe Weihnachten

Weihnachtsglocken

Es fällt der Schnee, der Wind weht kalt,
die Erde liegt in Träumen, das Christkind wandelt
durch den Wald und sucht nach Weihnachtsbäumen.

Sankt Nikolaus schaut zum Fenster ‘rein,
was wird er uns wohl bringen?
Nun lasst uns brav und folgsam sein,
und schöne Lieder singen.

Schon gestern war der Himmel rot –
wie Flammen nah und ferne,
das Christkind bäckt schon Zuckerbrot
und süße Mandelsterne.

Hört ihr den fernen, leisen Ton,
wie Jubel und Frohlocken?
Ich glaub’, die Englein läuten schon
die goldnen Weihnachtsglocken!

Unbekannt
Spruch 3438 teilen
Engelchen zu Weihnachten mit Stern

Friedens-Weihnachten

Der Weihnachtsengel
schwebt ins Zimmer,
leise, ganz leis.

Es strahlt um ihn
ein heller Schimmer
in Nacht und Eis.

Er weht um die Kerzen.
Er weht um den Baum.
Es träumen die Kinder
den Weihnachtstraum.

Der Weihnachtsengel
prüft die Gaben.

Kinderlein seht!

Kurt Tucholsky

Der komplette Text von dem Weihnachtslied lautet übrigens (hier die fehlenden Zeilen):

Und wer soll
diesen Helm da haben,
der blinkend steht?

Er ist für den jüngsten Knaben im Haus.
Der Himmlische zieht seine Stirne kraus.

Der Weihnachtsengel
probt zum Scherze
eben den Helm.

Der blitzt noch kurz
in Glanz der Kerze.
Dann lacht der Schelm.

Und spricht: “Von allen diesen Gaben
den Helm soll Michel nie mehr haben!”

Spruch 4657 teilen
Weihnachtsgedicht für Kinder: da guck einmal ...

Unter dem Christbaum

Da guck einmal, was gestern Nacht
Christkindlein alles mir gebracht:
ein Räppchen, ein Wägelein;
ein Käppchen und ein Krägelein;
ein Tütchen und ein Rütchen;
ein Büchlein voller Sprüchlein;
das Tütchen, wenn ich fleißig lern,
ein Rütchen, tät ich es nicht gern,
und nun erst gar den Weihnachtsbaum,
ein schönrer steht im Walde kaum.
Ja, schau nur her und schau nur hin
und schau, wie ich so glücklich bin.

Friedrich Güll
Spruch 4659 teilen
Weihnachtsabend in den Gassen

Der Vater am Christabend

Ei, wie wimmeln nur die Straßen
von den froh bewegten Mengen!
Durch die dichtgereihten Massen
will sich auch ein Stiller drängen.

Seht, ein Bäumchen in den Händen,
biegt er um des Hauses Ecke,
eilt, dass er das Werk vollende
und zur Zeit es noch verstecke!

Was nur will sein Lächeln meinen,
wie er zündet jetzt das Licht?
Allen Jubel seiner Kleinen
trägt er schon im Angesicht.

Eduard von Bauernfeld

In diesem eher unbekannteren, traditionellen Weihnachtsgedicht ist der Kauf des Weihnachtsbaums etwas Besonderes. In unserer Zeit wäre es wohl etwas zu spät, diesen erst am Weihnachtstag zu kaufen … ;)

Spruch 4669 teilen

Bekannte Weihnachtsgedichte über das Christkind und den Weihnachtsmann

Knecht Ruprecht

Von drauß’, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch’ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!”

Ich sprach: “Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.”

“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.”

Christkindlein sprach: “So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm

Eines der wohl bekanntesten Nikolausgedichte ist das von Knecht Ruprecht von Theodor Storm. Als Kind durften (zumindest früher) die Schülerinnen und Schüler der Grundschule dieses Nikolausgedicht auswendig lernen … und so ist es vielen von uns vielleicht auch heute noch im Gedächtnis. Nur den Vers mit der Rute haben wir hier weggelassen, damit dieses Weihnachtsgedicht für heutzutage kindgerecht ist.

Spruch 74 teilen
Walnüsse in der Adventszeit

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen
voll Schnee, mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin –
es roch so nach Äpfeln und Nüssen.

Anna Ritter
Spruch 81 teilen
Advent - Advent - zwei Kerzen brennen

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,
erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Volksweisheit / Volksgut

Ein Gedicht zur Adventszeit, das wohl alle Kinder hier kennen, und das die Vorfreude auf Weihnachten widerspiegelt. Bald ist Weihnachten!

Spruch 324 teilen
Glückseliger Weihnachtsengel

Das Christkind aber möge euch bringen
die schönsten von allen wunderbaren Dingen,
und was ihr nur immer träumt, wünscht oder dachtet,
dass ihr es wohl gerne haben möchtet.

Wilhelm Busch

Dieser Weihnachtswunsch in Form eines Gedichtes ist gut als Geschenkanhänger geeignet. Das Weihnachtsgedicht wünscht, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen mögen, die sich der Empfänger, die Empfängerin (vielleicht eines dazu passenden Weihnachtsgeschenkes?) auch immer erträumt.

Spruch 399 teilen
Verschneite Zweige im Winter

Wo die Zweige …

Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.

Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat’s meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.

Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergaßen.

Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

Anna Ritter

Ein geheimnisvolles Weihnachtsgedicht von Anna Ritter, das ein kleines Märchen in Form eines weihnachtlichen Gedichtes erzählt.

Spruch 895 teilen
Weißer Engel vor einem Weihnachtsbaum

Christkind

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum;
sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heil’ge Christ;
es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt,

und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind;
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
mit Lust aufs allerbest’
und wird sie schön beschenken
zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen noch die Kinder
und sehn es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.

Robert Reinick
Spruch 901 teilen

Das Schlüsselloch

Oh, ich kann es kaum erwarten,
glaub ich schleich mich mal heran,
aber auf ganz leisen Sohlen,
dass Mama nichts merken kann.

Dieses Glimmern, dieses Glitzern,
ob das wohl das Christkind ist?
Wenn ich nur mehr sehen könnte,
dann wüsst ich was drinnen ist.

In dem Zimmer hör ich`s rascheln,
leider kann ich kaum was sehn,
Mutti wird mich noch erwischen,
besser ist es wohl zu gehn.

So durchs Schlüsselloch zu schauen,
das gehört zur Weihnachtszeit.
So ein Blick ins Weihnachtszimmer,
er verkürzt die Wartezeit.

Christina Telker
Spruch 1213 teilen
Blüte im Winter passend zum Weihnachtsgedicht

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
“Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!”

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindlein’s Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und so zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Ernst von Wildenbruch
Spruch 1695 teilen
Geschenke, die das Christkind bringt, Wunschzettel für Advent bzw. Weihnachten

Christkindbriefe

Im Advent, da fliegen Engel,
sie fliegen hin und her,
sie sammeln Christkindbriefe
und Wunschzettel noch mehr.

So kommt so mancher Engel
vom Himmel dürr daher,
fliegt mit Briefen vollgeplustert
zurück wie’n fetter Teddybär.

Nur schad’, wenn mancher Engel
so’n Christkindbrief verliert,
weil’s drin im Engelskleide
den Wünschen zu eng wird.

Solcher Wunschbrief flattert
zurück auf unsere Welt,
und’s Christkind ist verdattert
weil’s keinen Wunsch erhält.

So schweben dann vom Himmel
Wunschbriefe von oben her,
es ist gar ein Gewimmel
als ob es Schneefall wär’.

Auch’s Christkind sieht die Briefe
die fallen erdenwärt’s,
doch’s Christkind liest auch Wünsche
aus jedem Kinderherz!

Josef Albert Stöckl

Dieses Gedicht kann man gut als Geschenkanhänger an ein Mitbringsel bzw. Weihnachtsgeschenk für ein Kind mit dranhängen. Vielleicht insbesondere wenn man weiß, dass das mitgebrachte Geschenk das Kinderherz höher schlagen lässt …

Spruch 1743 teilen
Osterhase mit Weihnachtsmütze

Liebes Christkind, darf ich‘s wagen
dich heute einmal kurz zu fragen,
was lang schon auf der Seele brennt
und niemand eine Antwort kennt:

Liebes Christkind, sag’ mir doch,
was tust du so, was machst du noch,
wenn Weihnachten zu Ende ist
und du ein Jahr verschwunden bist?

Denn falls du lange Weile hast
und auch keinen Termin verpasst,
dann lade ich dich herzlich ein,
auch Ostern unser Gast zu sein.

Jens-Uwe Zöllmer
Spruch 2163 teilen
Schnee zu Weihnachten

Weihnachtszeit

Seit Jahren hat’s nicht so geschneit!
Das rieselt, rinnt und häuft sich an,
dass man im Lande weit und breit
nicht Weg noch Steg erkennen kann.
Die Stadt sieht wie ein Märchen aus.
hat jedes Häuschen, jedes Haus
ein Mützchen auf aus weißem Schnee,
das blitzt und blinkt im Sonnenschein,
als wär’s von lauter Edelstein.

Und drinnen gibt’s verschlossne Türen!
Ein Zimmer, das das ganze Jahr
genau wie andre Zimmer war,
bekommt ein feierlich Gesicht.
Oft ist’s zur Dämmerung, als glitten
verstohlne Schritte hin und her,
man sieht ein heimlich huschend Licht,
als ob das Christkind drinnen war’!
Verschwiegene Päckchen kommen an,
die rascheln gar so wunderlich,
wenn kleine Finger daran rühren …
doch Mutter wehrt auf alle Bitten.
»Nicht fragen, ‘s ist vom Weihnachtsmann!«

Ein unbestimmter Kuchenduft
liegt wunderlieblich in der Luft.
Die Kinder schnuppern leis herum
und schaun sich an und lachen stumm,
und drücken sich am Schlüsselloch
die Nasen platt …
O selge Zeit,
wenn Liebe sich im Stillen müht
und nicht genug zu tuen weiß,
wenn mitten unter Schnee und Eis
die Blume des Erbarmens blüht,
wenn jubelnd sich die Glocken schwingen
und jedem, der es hören will,
die süße Weihnachtsbotschaft bringen.
»Das Christkind kommt, seid froh und still!«

Anna Ritter
Spruch 4304 teilen
Weihnachskugeln mit Weihnachtsgeschenk

Christkindlein kam hernieder
und schmückt’ den Weihnachtsbaum;
mit Gaben füllt sich wieder
der Tisch bis an den Saum.

Worauf mein Herz sich freute,
was es erwünscht, erdacht,
ich sehe alles heute
in überreicher Pracht.

Die guten Eltern sorgen
so liebevoll und reich;
drum bet’ ich alle Morgen
zum lieben Gott für euch.

Unbekannt
Spruch 4306 teilen
Weihnachtsmann mit Eisblumen

Winters Einzug

Nun zieht mit seiner ganzen Macht
Herr Winter wieder ein.
Vergangen ist der Fluren Pracht,
erbleicht der Sonne Schein.

Weh uns! Schon naht der kalte Mann
mit seinem weissen Bart!
Wer Arm’ und Beine rühren kann,
kommt, hemmet seine Fahrt! -

Schließt Tür’ und Tor und Fenster zu,
und lasst ihn nicht herein,
dass er uns nichts zu Leide tu’!
Es friert ja Groß und Klein.

Gewaffnet …

Graf von Pocci
Spruch 4655 teilen
Weihnachten Pferdchen

Christkind, komm in unser Haus.
Pack die großen Taschen aus.
Stell den Schimmel untern Tisch,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frisst er nicht,
Zuckerbrezeln kriegt er nicht!

Volksweisheit / Volksgut

Dieses Weihnachtsgedicht für Kinder ergibt einen ganz netten Geschenkanhänger zum Ausdrucken, gut geeignet, ihn an ein nettes Mitbringsel für Weihnachten zu hängen.

Spruch 4662 teilen

Christkinds getreuer Knecht

Von grünen Tannen dicht umstellt
liegt still ein Haus am End der Welt.
Darinnen haust auf seine Art
ein alter Mann mit langem Bart.

Wenn’s Winter wird, da gibts zu tun
nicht mal am Abend kann er ruhn.
Und wenn’s die ersten Flocken schneit,
dann schmunzelt er: “Bald ist’s so weit”.

Und eines Abends schwebt ganz sacht
ein Engel nieder durch die Nacht.
Er schwebt umglänzt von goldnem Schein
aufs Häuschen zu und geht hinein.

“He, Alter”, ruft er “sei bereit
Dezember ist’s und Weihnachtszeit”.
Der Engel aber, dass ihr’s wisst,
kein andrer als das Christkind ist.

Ihm dient der Alte treu und recht:
Knecht Ruprecht ist’s, des Christkinds Knecht.
Der Alte streicht den langen Bart
und spricht: “Ich bin bereit zur Fahrt.”

“Längst fertig sind die Sachen all
der Esel wartet schon im Stall.”
Der große, graue, dick vom Ruh’n
bekommt nun tüchtig was zu tun.

Schwer die Säcke, bis zum Rand
gefüllt, so geht’s ins Menschenland.
Drei Tage drauf klopft’s bei euch an,
Du kriegst ‘nen Schreck – der Weihnachtsmann.

Emil Weber

Dieses Weihnachtsgedicht für Kinder erzählt, wie sich der Weihnachtsmann auf Geheiß des Christkinds bereit macht für die Bescherung zu Weihnachten.

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