Inspirationen auf dem Lebensweg
Frau, die Weihnachten in einem Buch liest - vielleicht Weihnachtsgedichte?

Stimmungsvolle Weihnachtsgedichte für die Festtage

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Bald ist es wieder soweit und es ist Weihnachten! Um Ihnen den besonderen Zauber von Weihnachten näher zu bringen, finden Sie hier auf dieser Seite unsere liebevoll zusammengestellte Sammlung wunderschöner Weihnachtsgedichte für Erwachsene. Es sind vor allem besinnliche Weihnachtsgedichte mit schönen Bildern. Sie können die meisten Sprüche als Geschenkanhänger ausdrucken, dazu einfach auf den Doppelpfeil des Weihnachtsgedichts klicken, dann gelangen Sie zur entsprechenden Detailseite.

Für die Vorweihnachtszeit gibt es übrigens feierliche Adventssprüche. Wenn Sie Weihnachtsgedichte und Weihnachtssprüche für Kinder suchen, schauen Sie einfach in unseren Kinderbereich für Weihnachten rein!

Wenn Sie lieber aktuelle Texte für Weihnachtskarten benötigen, lesen Sie auf unserer Weihnachtsgrüße-Seite zeitgenössische Sprüche und Gedichte für Weihnachten sowie liebevolle Textideen für eigene Weihnachtskarten-Texte. Gefallen sie Ihnen? Dann lassen Sie sich von diesen Weihnachtsgrüßen einfach inspirieren!

Wir wünschen Ihnen bei der Gelegenheit ein wunderschönes Weihnachtsfest und eine erholsame Weihnachtszeit!

Weihnachtsgedichte über Weihnachten als Kindheitserinnerung

Einige zauberhafte Weihnachtsgedichte handeln von den Kindheitserinnerungen, die wir an Weihnachten und das Weihnachtsfest haben: an die Bräuche, die Weihnachtsvorbereitungen, das heimliche Naschen von den Plätzchen, den Blick durch das Schlüsselloch, um das Christkind zu sehen … und an das besondere Gefühl der Freude und Erwartung an den heiligen Abend!

Drei grüne Weihnachtskugeln als Symbol für Weihnachten

Weihnachten wird es für die Welt!
Mir aber – ist mein Lenz bestellt,
mir ging in solcher Jahresnacht
einst leuchtend auf der Liebe Pracht!

Und an der Kindheit Weihnachtsbaum
stand Englein gleich der erste Traum!
Und aus dem eiskrystall’nen Schoß
rang sich die erste Blüte los –
seitdem schau’ ich nun jedes Jahr
nicht was noch ist – nur was einst war!

Adele Schopenhauer

Ja, bei Erinnerungen an Weihnachten aus Kindertagen kann einen schon Wehmut erfüllen. Bei diesem eher schwermütigen Weihnachtsgedicht von Adele Schopenhauer geht es ums Älterwerden. Vielleicht hilft hier eine wohlwollende innere Einstellung sich selbst und dem Leben gegenüber?

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Von innen beleuchtete Kirche in der Weihnachtszeit

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern hernieder lacht;
es brennt der Baum, ein süß’ Gedüfte
durchschwimmet träumerisch die Lüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

Dieses Weihnachtsgedicht kündet vom Zauber der Weihnacht und lässt uns besinnlich einstimmen auf eine – hoffentlich heitere und gelassene – Weihnachtszeit.

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Kind am Weihnachtsbaum zu Weihnachten

Weihnachten

Weißer Flöckchen
Schwebefall, stille Klarheit überall,
Glockenklang und Schellenklingen,
Mäulchen, die vom Christkind singen,
Flammen, die von grünen Zweigen
gläubig, strahlend aufwärts steigen,
und im tiefsten Herzen drinnen
ein Erinnern, ein Besinnen.

Anna Ritter

Ein wunderbar besinnliches Weihnachtsgedicht lädt uns ein, sich an das eigene Staunen in unserer Kindheit zu erinnern.

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Reh draußen in winterlicher Umgebung

In Weihnachtszeiten

In Weihnachtszeiten reis’ ich gern
und bin dem Kinderjubel fern
und geh’ in Wald und Schnee allein.
Und manchmal, doch nicht jedes Jahr,
trifft meine gute Stunde ein,
dass ich von allem, was da war,
auf einen Augenblick gesunde
und irgendwo im Wald für eine Stunde
der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn
und wieder Knabe bin…

Hermann Hesse

Oder geht es Ihnen eher so wie Hermann Hesse, der lieber dem Kinderjubel fern bleibt? Und doch … auch bei ihm kann die Kindheitserinnerung wachgerufen werden an eine gute, alte Zeit.

Zwei Weihnachtsglocken am Christbaum

Christbaum

Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?

Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen?

Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?

Ada Christen

Dieses wunderschöne, spirituelle Weihnachtsgedicht darf uns an unsere eigenen Kindertage erinnern. Der geschmückte Christbaum erzählt von unserer eigenen Erwartung und Freude, die wir damals zu Weihnachten empfinden durften. Ja, Weihnachten ist auch, wenn unsere Kindheitserinnerungen an frühere schöne Weihnachtsfeste wach werden.

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Stimmungsvolles Weihnachtslied für eine festliche Weihnachtsstimmung

Für Sie entdeckt: ein wunderschönes Lied für Weihnachten … wenn Sie neben diesen Weihnachtsgedichten in weihnachtliche Stimmung kommen möchten, dieses Lied mit den wunderschönen Stimmen und der dramatischen musikalischen Unterlegung könnte dazu beitragen – gönnen Sie sich diese kleine Auszeit :)

Gedichte darüber, dass Weihnachten im Herzen beginnt

Einige Weihnachtsgedichte künden davon, dass Weihnachten gar nicht so sehr im Äußeren, sondern in unserem Herzen stattfindet. Vielleicht interessieren Sie zu diesen Thema ja unsere Ausführungen über die spirituelle Botschaft von Weihnachten. Doch zunächst einmal bringen uns die folgenden Weihnachtsgedichte den Sinn von Weihnachten näher:

Weihnachtsgeschichte in der Bibel

Weihnachtslied

Mir klingt ein Lied in Ohren
aus uralt heil’ger Nacht:
Ein Kindlein ward geboren,
das hat uns Heil gebracht!

Trüb durch den Nebel flimmern
die Sterne allzumal –
doch hell und heller schimmern
die Lichter drin im Saal.

Da quillt und wogt entgegen –
wenn silbern die Glocke ruft –
wie aus des Wald’s Gehegen
lebendig warmer Duft.

Da grünt zu holdem Troste
des Lebens Unterpfand –
ob auch im Todesfroste
erstarrt das ganze Land.

Da wandelt ein Beglücken
von Hand zu Hand, da sprüht
ein strahlendes Entzücken
im Auge und Gemüt!

Ja! dem Beglückungstriebe,
o schöne Weihnachtszeit,
hat dich die ew’ge Liebe
zu allererst geweiht!

Mir klingt ein Lied in Ohren
uralter Zaubermacht:
Es ward das Licht geboren!
Es schwand die längste Nacht!

Ernst Rauscher von Stainberg
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Weihnachten mit Sternschnuppe und Tannenbaum

Von allen Sternen nieder
strömt ein wunderbarer Segen,
dass die müden Kräfte wieder
sich in neuer Frische regen

und aus seinen Finsternissen
tritt der Herr, so weit er kann,
und die Fäden, die zerrissen,
knüpft er alle wieder an.

Christian Friedrich Hebbel

Dieses Gedicht ist ein sehr ermutigendes Weihnachtsgedicht, das insbesondere gläubigen Menschen Mut machen kann, dass Mühsale und Brüche im Leben wieder gut werden können.

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Tannenzweige und Misteln zu Weihnachten

Weihnachtslied aus Haiti

Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt: mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt: die Tränen trocknen,
das, was du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

Volksweisheit / Volksgut

Dieses Weihnachtslied aus Haiti zeigt uns ganz besonders die Bedeutung von Weihnachten auf.

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Schöne Adventskranz-Schale mit Teelichtern

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?

Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.

Gustav Falke

Gerade vielleicht für ältere Eltern ist dieses traditionelle Weihnachtsgedicht eine schöne Möglichkeit, danke auf klassische Weise zu sagen, verbunden mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest. Vielleicht als passender Geschenkanhänger zu einem lieben Weihnachtsgeschenk? Hier finden Sie mehr Weihnachtsgrüße (falls Sie nicht schon auf der Weihnachtsgrüße-Seite sind).

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Weihnachtskerze mit Deko

Weihnacht

Ein Augenblick im Meer der Zeiten,
in dem die stillen Stimmen tönen,
die sonst der Tag verdeckt mit seinem lauten Schrei’n.
Der Augenblick, in dem die Kerzen brennen,
die heiligen Kerzen, die der Liebe leuchten,
da jedes Herz es ahnt, was Friede sei. -

In dieser Stille zwischen heut’ und morgen,
in dieser Handvoll weniger Minuten,
besinnt der Mensch sich auf sein tiefstes Glück,
lauscht auf die leise Melodie der Liebe -
und geht dann neu zu seinem Tag zurück.

Elisabeth Dauthendey

Dieses selige Weihnachtsgedicht lässt uns innehalten und in dieser kurzen Zeit der Stille inneren Frieden erfühlen.

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Weihnachtsstern zu Weihnachten

Ein Psalm für Weihnachten

Kommt!
Lasst uns freudige Furore machen für den Herrn,
den Felsen unserer Erlösung,
welcher in vergangenen wie gegenwärtigen Zeiten
den Menschenkindern die freudige Botschaft bekannt macht:

Denn an diesem Tag ist der Geist Christi lebendig,
der wie auf den Schwingen der Engel kam,
welche den Menschen aus jenem fernen Land
die frohen Neuigkeiten verkündeten.

Er ist heute nicht weit entfernt!
In unseren eigenen Herzen aber mögen wir hören,
wie jene Stimme zu uns kommt und sagt:
„Friede! Seid beruhigt! Ich bin es, fürchtet euch nicht,
denn ich, euer Erlöser, bin bei euch an diesem Tag.“

Edgar Cayce, Reading Nr. 281-14
Übersetzung von der Viabilia-Redaktion

Edgar Cayce

Das ist auch, was ein Engel den Hirten verkündete (Lukas 2, 10-12): »Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und für das ganze Volk. Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr! Und dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.«

Erfreuen wir uns an Weihnachten, und dass der Weihnachtstag in Gedenken an das Geschehen von damals für uns eine besondere Bedeutung haben darf. Wir dürfen uns geliebt fühlen, und: Weihnachten beginnt in unserem Herzen!

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Auf dem Weg zu Weihnachten

Weihnachtssegen

Gott wende sich mit seinem Licht
dir zu, erhell’ dein Angesicht:
beleuchte, was dir Angst einjagt,
und dich in deinen Träumen plagt.
Vor ihm bestehen Schatten nicht.

Er lenke seiner Wärme Strahl
auf heimliche und off’ne Qual,
heil’ was dich kränkt, dir Schmerzen bringt,
damit dein Lob ihn rühmt, ihm singt.
Errichte täglich ihm ein Mahl.

Gott bringt dir mehr als die Million,
er schenkt dir seinen einz’gen Sohn,
gibt sich in Menschenhände.
Das ist die größte Wende.
Die neue Zeit beginnt jetzt schon.

Du weißt noch nicht, was werden soll.
Die Zukunft scheint geheimnisvoll,
der Pfad vor dir verschlungen.
Doch ist die Nacht durchdrungen
vom Leuchten Gottes wohl.

Geh’ auf den neuen Weg mit ihm.
So bringt dein Leben nur Gewinn.
Auch du sollst glücklich werden.
Sein Geist regiert auf Erden.
Sieh’ nur auf Gottes Spuren hin.

Unbekannt
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Weihnachtliches Arrangement: Vogel mit Nikolaus

Weihnachten

Jedes Mal,
wenn zwei Menschen einander verzeihen,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr Verständnis zeigt für eure Kinder,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr einem Menschen helft,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn ein Kind geboren wird,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn du versuchst deinem Leben
einen neuen Sinn zu geben,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr einander anseht
mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,
ist Weihnachten.

Volksweisheit / Volksgut
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Weihnachtsgedichte über den Zauber der Weihnachtszeit

Wer von uns ist nicht schon einmal durch weihnachtliche Straßen und Gassen gewandert, und hat den Zauber gespürt, den Lichter und Glitzer rundherum verbreiten. Die folgenden Weihnachtsgedichte erzählen von diesem Zauber, der die Weihnachtszeit umgibt:

Weihnachtliche Bildercollage: Weihnachten draußen

Weihnachten

Markt und Straßen steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus.
Sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauen,
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen.
Aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen:
Oh du gnadenreiche Zeit!

Freiherr von Eichendorff

Dieses Weihnachtsgedicht zählt wohl zu den bekanntesten Gedichten für die Weihnachtszeit. Es lädt uns ein, uns in besonderer vorweihnachtlicher Stimmung vorzubereiten auf das Weihnachtsfest und die anschließenden freien Weihnachtstage. Zu jedem Weihnachtsfest liest es sich immer wieder gerne.

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Christbaum zu Weihnachten

Die bunten Kerzen flimmern
am grünen Weihnachtsbaum,
das ist ein Glitzern, Schimmern,
wie holder Märchentraum!

Lass deine Blicke schweifen
zum Tisch, von Gaben schwer,
du darfst nach allem greifen,
was immer dein Begehr!

Albrecht Graf von Wickenburg

Weihnachten und schlemmen, das gehört für viele von uns zusammen. Selbst wenn manche von uns der spirituellen Botschaft von Weihnachten nichts abgewinnen können, so dürfen wir alle in den Weihnachtstagen das gute Essen genießen, wie es bei uns so Brauch ist.

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Drei Weise mit dem Stern von Betlehem

Der Weihnachtsstern

Von Osten strahlt ein Stern herein
mit wunderbarem hellem Schein,
es naht, es naht ein himmlisches Licht,
das sich in tausend Strahlen bricht!

Ihr Sternlein auf dem dunklen Blau,
die all ihr schmückt des Himmels Bau
zieht euch zurück vor diesem Schein.
Ihr werdet alle winzig klein!

Verbergt euch, Sonnenlicht und Mond,
die ihr so stolz am Himmel thront!
Er naht, er naht sich von fern -
von Osten her – der Weihnachtsstern.

Graf von Pocci
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Leuchtende Krippe in der Weihnachtszeit

Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

Hoffmann von Fallersleben
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Zimt und Anis zu Weihnachten - Duft in der Vorweihnachtszeit

Heimliche Zeit,
wenn es draußen friert und schneit
und der Christ ist nicht mehr weit!

Wie’s tuschelt in den entferntesten Ecken,
kichert und lacht!
Überall Bepacktsein, Verstecken;
Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer:
ein Heinzelmannwirken im Lampenschimmer.

Mich deucht, ich sah einen güldenenen Schein:
Guckt da nicht Sankt Niklas zum Fenster herein?
Glocken erklingen in weiter Ferne.
Bratapfelduft aus dem Ofen quoll.

Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne
verheißungsvoll.
Und schauen das Treiben und freuen sich mit
bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.

Friedvolles Hasten weit und breit:
Weihnachten ist nahe! O heimlich Zeit!

Albert Sergel
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Weihnachtsgedichte fürs Gemüt

Manche Weihnachtsgedichte sprechen unser Gemüt an, wenn es um den Gedanken, der hinter dem Weihnachtsfest steckt, geht.

Josef und Maria unterwegs

Weihnachtsgedanke

Und wieder ist sie da, die Weihnachtszeit,
doch bist du wirklich für sie bereit?
Oder rennst du rum voll Hast und Sorge
mit düsterem Blick auf den nächsten Morg’n?

Sieh da, es kommt zu dir aus der Ferne,
eine Botschaft, hör zu und lausche gerne,
den Worten und Taten, die er vollbracht
in seinem Leben – es begann in der Heiligen Nacht.

Es schenkt dir Liebe und Frieden,
das Licht von Kerzen,
lass dich ein darauf und
du spürst den Zauber im Herzen,
der so viel verändern kann,
wenn dein Herz ist bereit –
nicht nur zu Weihnachten,
sondern zu jeder Zeit.

Astrid Broßler

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Weihnachtspäckchen

Zu einem Geschenk

Ich wollte dir was dedizieren,
nein schenken; was nicht zu viel kostet.
Aber was aus Blech ist, rostet,
und die Messinggegenstände oxydieren.
Und was kosten soll es eben doch.
Denn aus Mühe mach’ ich extra noch
was hinzu, auch kleine Witze.
Wär’ bei dem, was ich besitze,
etwas Altertümliches dabei –
doch was nützt dir eine Lanzenspitze!
An dem Bierkrug sind die beiden
Löwenköpfe schon entzwei.
Und den Buddha mag ich selber leiden.
Und du sammelst keine Schmetterlinge,
die mein Freund aus China mitgebracht.
Nein – das Sofa und so große Dinge
kommen überhaupt nicht in Betracht.
Außerdem gehören sie nicht mir.
Ach, ich hab’ die ganze letzte Nacht
rumgegrübelt, was ich dir
geben könnte. Schlief deshalb nur eine,
allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
und zum Schluß hab’ ich doch nur dies kleine,
lumpige beschißne Ding gefunden.
Aber gern hab’ ich für dich gewacht.
Was ich nicht vermochte, tu du’s:
Drücke du nun ein Auge zu.
Und bedenke, dass ich dir
fünf Stunden Wache schenke.
Lass mich auch in Zukunft nicht in Ruh.

Joachim Ringelnatz

Wie schwer es ist, ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, das wusste wohl schon Joachim Ringelnatz: Wie altertümlich sein Weihnachtsgedicht uns heute auch erscheinen mag, aus dem Gedicht spricht doch ein gewisser Witz. Und uns geht es heutzutage kaum anders, was die Auswahl von Weihnachtsgeschenken für unsere Lieben betrifft …

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Christrose die in der Weihnachtszeit blüht

Christrose

Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.
Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
das tut der Rose nicht weh.

Es grünt die Hoffnung zur Weihnachtszeit,
drinnen im Herzen still:
dass immer und ewig so schön wie heut’
Frieden werden will.

Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
Blume der Heiligen Nacht!
Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
hast mir die Hoffnung gebracht.

Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
mir tut das Herz nicht mehr weh,
es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.

Unbekannt

Weshalb nicht einmal ein unbekannteres, klassisches Weihnachtsgedicht als Geschenkanhänger ausdrucken? Vielleicht zusammen mit einem kleinen Blumenstrauß als Mitbringsel zu Weihnachten …

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Des fremden Kindes heiliger Christ

Es läuft ein fremdes Kind
am Abend vor Weihnachten
durch eine Stadt geschwind,
die Lichter zu betrachten,
die angezündet sind.

Es steht vor jedem Haus
und sieht die hellen Räume,
die drinnen schau’n heraus,
die lampenvollen Bäume;
weh wird’s ihm überaus.

Das Kindlein weint und spricht:
“Ein jedes Kind hat heute
ein Bäumchen und ein Licht,
und hat dran seine …

Friedrich Rückert
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Weihnachten mit Weihnachtsbaum

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da steh’n sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht trauen,
es muss doch was im Werke sein!

Gustav Falke

In diesem Weihnachtsgedicht geht es um die Christbäume … ob sich Weihnachtsbäume wirklich freuen würden?

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Stilvolle Verpackung für Geschenke

Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk
du selber bist.

Joachim Ringelnatz
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Besinnliches Weihnachtsfest

Gedanken

Wie wäre es in dieser Zeit:
ein Weihnachtsfest mit BeSINNlichkeit?
Kein: Hasten und Durch-die-Geschäfte-Rennen;
sondern: dasitzen und schauen,
wie die Adventskerzen brennen.
Kein: Denken “Ist das Haus auch schön und rein?”;
sondern: eine Geschichte vorlesen
für Groß oder Klein.
Kein: “Was schenk ich denn
meinen Angehörigen nur?”;
sondern: füreinander da sein und
von Neid keine Spur.
Kein: “Welches Menü koch ich und
hab ich auch an alles gedacht?”;
sondern: zum Essen hat jeder
irgendetwas mitgebracht.
Kein: “Och, da muss ich aber auch noch hin!”;
sondern: in Liebe miteinander … denn dann
macht Weihnachten SINN.
Kein: “Besinnung? …
Nee, das machen wir mal später!”;
sondern: jetzt … mit dem Herzen …
denn diese Gedanken …
hat sie nicht fast jeder?
Wie wäre es … in dieser Zeit,
wie fühlt es sich an …
dieses Weihnachten …
mit BeSINNlichkeit?

Astrid Broßler

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Weihnachtliche Gedichte über die heilige Nacht selber

Hier finden Sie Weihnachtsgedichte, in denen es um die heilige Nacht selber geht, d.h. um den Weihnachtsabend und die heilige Familie mit Jesus, Maria und Josef.

Weihnachtsbaum - Deko für Türe

Zum 24. Dezember

Noch einmal ein Weihnachtsfest,
immer kleiner wird der Rest,
aber nehm’ ich so die Summe,
alles Grade, alles Krumme,
alles Falsche, alles Rechte,
alles Gute, alles Schlechte –
rechnet sich aus all dem Braus
doch ein richtig Leben raus.
Und dies können ist das Beste
wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

Theodor Fontane

Dieses Weihnachtsgedicht eignet sich besonders gut als Geschenkanhänger für liebe Menschen, die ein intensives, facettenreiches Leben haben.

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Weihnachten: Dekoration mit Tannenzweig und Geschenk

Weihnacht

Zeit der Weihnacht, immer wieder
rührst du an mein altes Herz,
führst es fromm zurück
in sein früh’stes Glück,
kinderheimatwärts.

Sterne leuchten über Städte,
über Dörfer rings im Land.
Heilig still und weiß
liegt die Welt im Kreis
unter Gottes Hand.

Kinder singen vor den Türen:
“Stille Nacht, heilige Nacht!”
Durch die Scheiben bricht
hell ein Strom von Licht,
aller Glanz erwacht.

Und von Turm zu Turm ein Grüßen,
und von Herz zu Herz ein Sinn,
und die Liebe hält
aller Welt
ihre beiden Hände hin.

Gustav Falke
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Zeichnung von Josef und Maria, die nach Bethlehem gehen

Unendlich Blau.
Geweihte Nacht.
Und immer fällt der Schnee
in zarten Sternen.
Deckt die weite Erde sacht.
Heilige Nacht …
durchglüht vom Leidensblut
des lieben Herrn.

Wir pilgern noch im Dunkel.
Doch wir sehen seinen Stern.

Franziska Stoecklin
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Jesuskind - Darstellung in einem Kirchenfenster

Blüh denn, leuchte, goldner Baum,
Erdentraum und Himmelstraum;
blüh und leuchte in Ewigkeit
durch die arme Zeitlichkeit!

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen fröhlich sein,
fröhlich durch den süßen Christ,
der des Lebens Leuchte ist.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen tapfer sein
auf des Lebens Pilgerbahn,
kämpfend gegen Lug und Wahn.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen heilig sein,
rein wie Licht und himmelsklar,
wie das Kindlein Jesus war!

Ernst Moritz Arndt
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Weihnachten: die heilige Nacht

Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht!“

„Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.“

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König‘ mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

Eduard Mörike
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Krippe mit heiliger Familie, Weihnachten

In jener Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die hielten Wache bei ihren Herden in der Nacht. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich sehr. Aber der Engel sagte zu ihnen:

»Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und für das ganze Volk. Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr! Und dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.«

Und plötzlich war bei dem Engel ein ganzes Heer von Engeln, all die vielen, die im Himmel Gott dienen; die priesen Gott und riefen: »Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel; denn sein Frieden ist herabgekommen auf die Erde zu den Menschen, die er erwählt hat und liebt!«

Lukas 2, 8 – 14

Bibel

Textquelle: Lukas 2, 8-14

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Auszug aus “Die heilige Nacht”

Im Woid is so staad,
alle Weg san verwaht,
alle Weg san verschniebn,
is koa Steigerl ned bliebn.

Hörst d’as z’weitest im Woid,
wann da Schnee oba foit,
wann si ‘s Asterl o’biagt,
wann a Vogerl auffliagt.

Aber heit kunnts scho sei,
es waar nomoi so fei,
es waar nomoi so staad,
dass si gar nix rührn daat.

Kimmt de Heilige Nacht
und da Woid is aufgwacht,
schaun de Hasn und Reh,
schaun de Hirsch übern Schnee.

Hamm sie neamand net grfagt,
hot’s eahr neamand net gsagt,
und kennan’s do boid,
d’Muatta Gottes im Woid.

Weihnachtslied in Mundart

Ludwig Thoma

Weiter unten können Sie dieses Lied in einem YouTube-Video anhören. Das Weihnachtslied kann Sie vielleicht so richtig in Weihnachtsstimmung bringen …

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Goldene Weihnachtskugel

Strahlend wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf den zarten Kugeln bricht!

“Frohe Weihnacht” klingt es leise,
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt –
hinunter auf die ganze Welt.

Unbekannt
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Erbsensuppe

Einsiedlers Heiliger Abend

Ich hab’ in den Weihnachtstagen
ich weiß auch warum –
mir selbst einen Christbaum geschlagen,
der ist ganz verkrüppelt und krumm.

Ich bohrte ein Loch in die Diele
und steckte ihn da hinein,
und stellte rings um ihn viele
Flaschen Burgunderwein.

Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
zu sparen, ihn abends noch spät
mit Löffeln, Gabeln und Trichter
und anderem blanken …

Joachim Ringelnatz

Da ist doch jemand, der in diesem weihnachtlichen Gedicht über den heiligen Abend der ganzen Geschichte trotzt. Ob das so gut geht? Als humoriges Weihnachtsgedicht mit Augenzwinkern ist das wohl anzusehen …

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Engelchen an einem Christbaum

Christbaum

Wie schön geschmückt der festliche Raum!
Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Die Mutter sitzt in der Kinder Kreis;
nun schweiget alles auf ihr Geheiß:
sie singet des Christkinds Lob und Preis.

Und rings, vom Weihnachtsbaum erhellt,
ist schön in Bildern aufgestellt
des heiligen Buches Palmenwelt.

Die Kinder schauen der Bilder Pracht,
und haben wohl des Singens acht,
das tönt so süß in der Weihenacht!

O glücklicher Kreis im festlichen Raum!
O goldne Lichter am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Peter Cornelius
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Orchidee im Schnee

Weihnachtswunder

Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall,
ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.

Gustav Falke
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Weihnachten mit Maria, Josef und dem Jesus-Kind

Die heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd,
sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

Ludwig Thoma
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Weihnachtslied “Im Woid is so staad”

Hören Sie eine stimmungsvolle Version des Weihnachtsliedes von Ludwig Thoma über die Heilige Nacht:

Weihnachtsgedichte über die heiligen drei Könige

Stern von Bethlehem mit den drei Weisen

Der Stern

Hätt’ einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch
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Die heiligen drei Könige in der Nacht

Die heiligen drei Könige

Aus fernen Landen kommen wir gezogen;
nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,
doch wandern wir in unsern Silberhaaren.
Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen.

Nun steht er winkend still am Himmelsbogen:
den Fürsten Juda’s muss dies Haus bewahren.
Was hast du, kleines Bethlehem, erfahren?
Dir ist der Herr vor allen hochgewogen.

Holdselig Kind, lass auf den Knie’n dich grüßen!
Womit die Sonne unsre Heimat segnet,
das bringen wir, obschon geringe Gaben.

Gold, Weihrauch, Myrrhen, liegen dir zu Füßen;
die Weisheit ist uns sichtbarlich begegnet,
willst du uns nur mit einem Blicke laben.

August von Schlegel
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Die heiligen drei Könige

Die heiligen drei Könige stehn vorm Haus,
Maria guckt zum Fenster heraus.

“Ihr heiligen drei Könige, kommt nur herein,
es wird schon für euch noch ein Plätzel sein.”

Sie gingen gebückt in den kleinen Stall
und fielen auf ihre Knie all.

“Wir sind drei Könige, kommen weit her,
du aber, o Christkind, bist viel mehr.

Hast gar keine Krone, hast gar keine Zier,
hast aber ein königlich Herz in dir.

Das wirft den allerhellsten Schein
und wird die Krone der Menschheit sein.”

Die Könige gingen. Maria sann
und sah aus Tränen ihr Kindel an.

Otto Julius Bierbaum
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Die heiligen drei Könige aus dem Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
“Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?”

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil’gen Drei Könige sangen.

Heinrich Heine
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Der Stern von Bethlehem

Es stand ein Stern ob einem Dach,
dem reisten Weise und Könige nach;
und war kein Schloß und kein Palast
dem seligen Sterne Lust und Rast:
war nur ein Hüttlein und ein Stall.
Und ging doch von ihm aus ein Schwall
von Licht und allerhellstem Schein.
Denn in ihm lag ein Kindlein klein,
des Herz war aller Liebe Samen,
darum die Weisen und Könige kamen.
Die Weisen und Könige boten dar,
was ihre Weisheit und Reichtum war;

Die Weisen und Könige knieten hin
und fühlten des Lebens geheiligten Sinn;
die Weisen und Könige hatten das Glück
gesehn und gewonnen und reisten zurück.
Das ist vor grauer Zeit geschehn.
Kein Stern blieb seither stille stehn,
und Weise und Könige sind zumeist
anderen Sternen nachgereist.
Doch immer, wenn das rollende Jahr
zum Tag kommt, da es geschehen war,
dass zu Bethlehem der heilige Christ
der wirren Welt geboren ist,

entzünden wir kleiner Sterne Schein
und kehren in uns selber ein,
und fühlen, daß sehr weise gewesen
die Wanderer aus Morgenland,
die sich dem Sterne zugewandt,
von dem wir in den Büchern lesen.

Otto Julius Bierbaum
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