Inspirationen auf dem Lebensweg
Buddhistische Weisheiten

Buddhistische Sprüche und Weisheiten

Der Buddhismus mit seinen Sprüchen – den Mantras, Chants, buddhistischen Weisheiten und Gleichnissen – ist für viele zum Sinnbild von echter Spiritualität und Ausgeglichenheit geworden. Ihren Beginn nahm die Geschichte des Buddhismus vor rund 2500 Jahren, als sich der Buddhismus in Indien als neue Religion vom Hinduismus abspaltete. Heute haben die meisten Länder Asiens weit zurück reichende buddhistische Traditionen. Wie bei anderen Religionen auch, hat jede Gegend und jede Kultur etwas eigenes aus dem Buddhismus gemacht – aber eines ist immer gleich: die Hoffnung auf Erleuchtung.

Der Erleuchtungsgedanke ist das hauptsächliche Alleinstellungsmerkmal des Buddhismus, denn er findet sich in keinem anderen Glauben in dieser Form. Wie Hinduist/innen auch, glauben Buddhist/innen, dass wir nach unserem Tod immer wieder geboren werden. Im Buddhismus ist das aber kein ewiger Kreislauf, denn die Gläubigen können daraus ausbrechen: Wenn sie die Erleuchtung erlangt haben und die wahre Wirkungsweise des Universums endlich verstehen, erwartet sie nach ihrem Tod das Nirwana, ein Zustand des leidlosen Nichts. Das mag zunächst befremdlich klingen, gilt im Buddhismus aber als Belohnung, weil man nur so dem immer wieder neuen Leid von Alter und Tod entgehen kann.

Schöne Weisheiten aus dem Buddhismus

Über die Vergänglichkeit im Leben

Der Mensch leidet, weil er Dinge
zu besitzen und zu behalten begehrt,
die ihrer Natur nach vergänglich sind.

Siddhartha Gautama

Eines der großen Themen von Buddha war das Leid der Menschen; im Buddhismus spricht man von Anhaftung an Dingen oder Menschen. Eine Zeit der Umwälzung, wie sie die Bekämpfung des Coronavirus darstellt, kann unser Leben auf den Kopf stellen. Fühlten wir uns zuvor vielleicht sicher, so scheint nun nichts mehr, wie es war. Vertiefen wir uns nicht zu sehr in die Sorge und das Leid. Eine Erkenntnis, die wir aus dieser Situation wohl weltweit gewinnen können ist, dass nichts selbstverständlich ist.

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Kastanie in aufgebrochener Schale als Symbol für sich öffnende Freiheit

Belasse alle Dinge,
die dir begegnen
in ihrem eigenen Wesen,
dann werden sie durch dich
aus sich selbst heraus befreit.

Volksweisheit / Volksgut

Laufe nicht der Vergangenheit nach
und verliere dich nicht in der Zukunft.

Die Vergangenheit ist nicht mehr.
Die Zukunft ist noch nicht gekommen.

Das Leben ist hier und jetzt.

Siddhartha Gautama
Große Heurollen

Wenn du wissen willst,
wer du warst,
dann schau,
wer du bist.

Wenn du wissen willst,
wer du sein wirst,
dann schau,
was du tust.

Siddhartha Gautama
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Nicht außerhalb, nur in sich selbst
soll man den Frieden suchen.
Wer die innere Stille gefunden hat,
der greift nach nichts,
und er verwirft auch nichts.

Siddhartha Gautama

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste.
Zweitens durch Nachahmung, das ist der Leichteste.
Drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

Konfuzius

Unsere Verabredung mit dem Leben
findet im gegenwärtigen Augenblick statt.
Und der Treffpunkt ist genau da,
wo wir uns gerade befinden.

Siddhartha Gautama
Glühende Kohle für das Symbol der Wut

An seinem Ärger festzuhalten ist genauso
wie eine glühende Kohle in die Hand zu nehmen,
um sie nach jemandem zu werfen;
du bist derjenige, der sich verbrennt.

Siddhartha Gautama
Eine Kerze, fast abgebrannt, erhellt die Dunkelheit ein wenig

Lieber eine Kerze anzünden,
als über die Finsternis klagen.

Volksweisheit / Volksgut

Manchmal ist es schwer, diesen Spruch zu beherzigen: Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen. Und doch fordert uns dieser Spruch zum Handeln auf.

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Wir sind, was wir denken.

Alles, was wir sind,
entsteht in unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken
erschaffen wir die Welt.

Siddhartha Gautama

Solange wir zum Wohl der anderen handeln,
sollten wir darum weder arrogant sein,
noch uns für wunderbar halten,
sondern einzig am Nützlichsein
für andere unsere Freude haben,
ohne Hoffnung darauf, dass ein Resultat reift.

Volksweisheit / Volksgut

In der Ruhe
liegt die Kraft.

Volksweisheit / Volksgut
Ruhiger, tiefer, klarer See

Ruhig wie ein tiefer See
in ungetrübtem Wasser
ist der Weise mit seiner
heiteren Klarheit.

Siddhartha Gautama
Buddha-Schale

Der Buddhismus sagt, das nichts von Dauer ist, jeder Moment geht in einen Neuen über.

Das Leiden, das wir spüren, die Unbefriedigtheit, die Unzufriedenheit kommt nicht aus der Tatsache, dass wir nichts festhalten können, um es “ewig” an sich zu binden, sondern vielmehr aus der Tatsache, dass wir dies ständig versuchen.

Dass nichts so bleibt, wie es ist, muss so sein, sonst gäbe es kein Leben, keine Evolution, kein Baby, das zu einem starken Menschen wird, keine Blüte, die zur Frucht wird.

Wenn wir akzeptieren, dass der Wandel dem Leben gleichgestellt ist, dass wir loslassen müssen, um etwas Neues zu bekommen, dann werden wir mit Ruhe und weniger Leiden durch unser Dasein gehen.

Volksweisheit / Volksgut
Töpfern Drehscheibe

Der Zimmermann bearbeitet das Holz.
Der Schütze krümmt den Bogen.
Der Weise formt sich selbst.

Siddhartha Gautama
Füße, die auf Blütenblättern gehen

Achtsamkeit

Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt,
offenbart sie dessen Schönheit;
wenn sie etwas Schmerzvolles berührt,
wandelt sie es um und heilt es.

Volksweisheit / Volksgut

Aufmerksamkeit auf die Fehler anderer
entspringt der Unachtsamkeit auf sich selber.

Volksweisheit / Volksgut

Selig ist der Mensch,
der mit sich in Frieden lebt.

Es gibt auf Erden
kein größeres Glück.

Siddhartha Gautama
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