Inspirationen auf dem Lebensweg
Betina Graf Über Viabilia
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Kind mit Teddybär, das zu Weihnachten in einem Buch eine Weihnachtsgeschichte liest

Weihnachtsgeschichten für Kinder - zum Vorlesen und Selber-Lesen

Nette Weihnachtsgeschichten für Kinder haben gerade die richtige Länge, um vorgelesen werden zu können, oder für Kinder im Grundschulalter, die schon selber lesen können. Lese-Lern-Geschichten für Weihnachten können ganz spannend für die Kleinen sein. Sie sind für Mädchen wie für Jungen geeignet.

Ausgewählte Weihnachtsgeschichten für Kinder

Die folgenden Weihnachtsgeschichten für Kinder können Sie alle kostenlos als PDF downloaden und ausdrucken:

Weihnachtsgeschichte: Der Schneemann

Zauberhafte Weihnachtsgeschichte: Der Schneemann und die Elfe

Der Schneemann

Es war einmal ein Schneemann, der stand mitten im tief verschneiten Walde und war ganz aus Schnee. Er hatte keine Beine und Augen aus Kohle und sonst nichts und das ist wenig. Aber dafür war er kalt, furchtbar kalt. Das sagte auch der alte griesgrämige Eiszapfen von ihm, der in der Nähe hing und noch viel kälter war. … [im PDF weiterlesen]

Manfred Kyber

Diese berührende Weihnachtsgeschichte handelt von der Liebe zwischen einem Schneemann und einem Schnee-Elfchen.

Und die Moral von der Geschicht’: Liebe dauert ewiglich.

Weihnachtsgeschichte 4320
loyalty

Ein Weihnachtsbrief an Johann Christian Kestner vom 25. Dezember 1772

Christtag früh. Es ist noch Nacht, lieber Kestner, ich bin aufgestanden, um bei Lichte morgens wieder zu schreiben, das mir angenehme Erinnerungen voriger Zeiten zurückruft; ich habe mir Coffee machen lassen, den Festtag zu ehren, und will euch schreiben, bis es Tag ist. Der Türmer hat sein Lied schon geblasen, ich wachte darüber auf. Gelobet seist du, Jesus Christ! Ich hab diese Zeit des Jahrs gar lieb, die Lieder, die man singt, und die Kälte, die eingefallen ist, macht mich vollends vergnügt. ich habe gestern einen herrlichen Tag gehabt, ich fürchtete für den heutigen, aber der ist auch gut begonnen, und da ist mirs fürs Enden nicht angst.

Der Türmer hat sich wieder zu mir gekehrt; der Nordwind bringt mir seine Melodie, als blies er vor meinem Fenster. Gestern, lieber Kestner, war ich mit einigen guten Jungens auf dem Lande; unsre Lustbarkeit war sehr laut und Geschrei und Gelächter von Anfang zu ende. Das taugt sonst nichts für de kommende Stunde. Doch was können die heiligen Götter nicht wenden, wenn’s ihnen beliebt; sie gaben mir einen frohen Abend, ich hatte keinen Wein getrunken, mein Aug war ganz unbefangen über die Natur. Ein schöner Abend, als wir zurückgingen; es ward Nacht. Nun muss ich Dir sagen, das ist immer eine Sympathie für meine Seele, wenn die Sonne lang hinunter ist und die Nacht von Morgen heraus nach Nord und Süd um sich gegriffen hat, und nur noch ein dämmernder Kreis von Abend herausleuchtet. Seht, Kestner, wo das Land flach ist, ist’s das herrlichste Schauspiel, ich habe jünger und wärmer stundenlang so ihr zugesehn hinabdämmern auf meinen Wanderungen. Auf der Brücke hielt ich still. Die düstre Stadt zu beiden Seiten, der still leuchtende Horizont, der Widerschein im Fluss machte einen köstlichen Eindruck in meine Seele, den ich mit beiden Armen umfasste.

Ich lief zu den Gerocks, ließ mir Bleistift geben und Papier und zeichnete zu meiner großen Freude das ganze Bild so dämmernd warm, als es in meiner Seele stand. Sie hatten alle Freude mit mir darüber, empfanden alles, was ich gemacht hatte, und da war ich’s erst gewiss, ich bot ihnen an, drum zu würfeln, sie schlugen es aus und wollen, ich soll’s Mercken schicken. Nun hängt es hier an meiner Wand und freut mich heute wie gestern. Wir hatten einen schönen Abend zusammen, wie Leute, denen das Glück ein großes Geschenk gemacht hat, und ich schlief ein, den Heiligen im Himmel dankend, daß sie uns Kinderfreude zum Christ bescheren wollen.

Als ich über den Markt ging und die vielen Lichter und Spielsachen sah, dacht ich an euch und meine Buben, wie ihr ihnen kommen würdet, diesen Augenblick ein himmlischer Bote mit dem blauen Evangelio, und wie aufgerollt sie das Buch erbauen werde.

Hätte ich bei euch sein können, ich hätte wollen so ein Fest Wachsstöcke illuminieren, dass es in den kleinen Köpfen ein Widerschein der Herrlichkeit des Himmels geglänzt hätte. Die Torschließer kommen vom Bürgermeister und rasseln mit den Schlüsseln. Das erste Grau des Tags kommt mir über des Nachbarn Haus, und die Glocken läuten eine christliche Gemeinde zusammen. Wohl, ich bin erbaut hier oben auf meiner Stube, die ich lang nicht so lieb hatte als jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe
Spruch 4321
Bild zur Weihnachtsgeschichte: Der Tannenbaum

Der Tannenbaum

Draußen im Walde stand ein niedlicher Tannenbaum; er hatte einen guten Platz, die Sonne konnte zu ihm dringen, Luft war genug da, und rund umher wuchsen viele größere Kameraden, Tannen und Fichten. Aber der kleine Tannenbaum wollte nur immer wachsen und wachsen; er dachte nicht an den warmen Sonnenschein und die frische Luft, bekümmerte sich nicht um die Bauernkinder, die dort gingen und plauderten, … [im PDF weiterlesen]

Hans Christian Andersen

In dieser Weihnachtsgeschichte geht es um einen kleinen Tannenbaum, der nie zufrieden ist. Er möchte immer größer und größer werden, und kann sich nicht seines Lebens freuen – bis er gefällt wird.

Und die Moral von der Geschicht’: Erfreue Dich an den kleinen, alltäglichen Dingen des Lebens, bevor es zu spät ist.

Spruch 4322
loyalty
Schneebedeckte Landschaft für das Wintermärchen mit der kleinen Maus

Ein Wintermärchen: Die kleine Maus

Die kleine Maus, die einfach stehen blieb

In der Nacht und vormittags war Schnee gefallen. Am Nachmittag hörte das Schneegestöber auf, und die Sonne brachte den Schnee zum Glitzern. Schneeberge türmten sich um die Häuser, wie man es lange Zeit schon nicht mehr gesehen hatte. Alles war schneebedeckt, auch die Straßen.

Nur eine einzige … [im PDF weiterlesen]

Betina Graf

Diese kurze Geschichte, die sich gut als Wintermärchen oder Weihnachtsgeschichte eignet, entstand aufgrund eines Traumes. Einen Tag zuvor dachte ich, ich könnte einmal selber eine Kurzgeschichte schreiben. Daraufhin bekam ich den Traum von der kleinen Maus, die einfach stehen blieb. Gar Wunderliches trug sich zu im Traum, und heute, wo ich diesen Traum als Wintermärchen niederschreibe, da schneit es draußen und will gar nicht mehr damit aufhören.

Und die Moral von der Geschicht’: Es kommt nicht darauf an, möglichst schnell anzukommen, sondern darauf, dass alle gemeinsam gut ankommen. Oder auch: Jeder, jedem die Zeit, die sie bzw. er braucht.

Weihnachtsgeschichte 4323
loyalty
Nostalgische Puppenstube als Symbol für die Weihnachtsgeschichte des vertauschten Weihnachtskindes

Das vertauschte Weihnachtskind

Klein-Elsbeth war fünf Jahre alt und hatte es recht gut auf der Welt, denn erstens brauchte sie noch nicht in die Schule gehen, zweitens hatte sie in der schönen, großen Wohnung der Eltern ein eigenes Zimmerchen für sich, das voll niedlicher Möbel war, darunter ein Schrank ganz voll Spielsachen, und drittens hatte sie immer Unterhaltung, nämlich ein Fräulein, das immer bei ihr war und … [im PDF weiterlesen]

Victor Blüthgen

Diese Weihnachtsgeschichte erzählt von Elsbeth, einem Töchterchen aus reichem Hause, die von einer Erzieherin betreut wird, die sie “Fräulein” nennt. Diese weihnachtliche Erzählung entführt uns in eine andere, frühere Zeit, als es mancherorts sehr herrschaftlich zuging.

Und die Moral von der Geschicht’: Manchmal muss man sich auch mit weniger zufrieden geben, da hilft alles nichts.

Spruch 4633
loyalty
Weihnachten mit Puppe

Das Weihnachtsfest war nahe

Das Weihnachtsfest war nahe, wir konnten die Tage bis zum 24. Dezember schon an den Fingern abzählen, als sich etwas begab, das uns in die größte Aufregung versetzte. Vor unsern Nasen gleichsam verschwanden unsere Puppen. Auf einmal waren alle fort. Eine vollständige Puppenauswanderung hatte stattgefunden.

Das Bett, in das Fritzi gestern noch ihre älteste Tochter, die große … [im PDF weiterlesen]

Marie von Ebner-Eschenbach

Ein Ausschnitt aus den Erzählungen von Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach.

Spruch 4658
loyalty
Weihnachtsbaum im Wald

Der kleine Tannenbaum

Es war einmal ein kleiner Tannenbaum im tiefen Tannenwalde, der wollte so gerne ein Weihnachtsbaum sein. Aber das ist gar nicht so leicht, als man das meistens in der Tannengesellschaft annimmt, denn der Heilige Nikolaus ist in der Beziehung sehr streng und erlaubt nur den Tannen als Weihnachtsbaum in Dorf und Stadt zu spazieren, die dafür ganz ordnungsmäßig in seinem Buch aufgeschrieben sind. Das … [im PDF weiterlesen]

Manfred Kyber
Spruch 4660
loyalty
Christbäumchen mit Weihnachtskugeln daran

Das Christbäumchen

Die Bäume stritten einmal miteinander, wer von ihnen der vornehmste wäre.

Da trat die Eiche vor und sagte: “Seht mich an! Ich bin hoch und dick und habe viele Äste, und meine Zweige sind reich an Blättern und Früchten.” “Früchte hast Du wohl”, sagte der Pfirsichbaum; “allein es sind nur Früchte für die Schweine; die Menschen mögen nichts davon wissen. Aber ich, ich … [im PDF weiterlesen]

Wilhelm Curtmann
Spruch 4661
loyalty