Inspirationen auf dem Lebensweg
Betina Graf Über Viabilia
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Osterfrühstück als Symbol für schöne Ostergedichte

Schöne Ostergedichte für ein inspirierendes Osterfest

Mit einem Ostergedicht lässt sich besonders stilvoll “Frohe Ostern!” wünschen. Ob ein kleiner, netter Reim über den Osterhasen oder ein spirituelles Gedicht, das sich mit der Bedeutung des Osterfests auseinandersetzt – es gibt für alle die richtigen Verse, um ihr Ostern vielleicht noch ein kleines bisschen besser zu machen. Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl von Gedichten rund ums Thema Ostern, die stetig erweitert wird. Einige weitere Gedichte – schon für das Verschicken und Teilen über WhatsApp und Co. als Bild aufbereitet – finden Sie auf unserer Ostergrüße-Seite.

Wie Sie mit einem Gedicht am besten ein frohes Osterfest wünschen können? Nun, Ihrer Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sie können das Gedicht zum Beispiel rezitieren, aber auch auf eine schöne Osterkarte schreiben, es als Nachricht zusammen mit ein paar lieben Worten elektronisch verschicken, es musikalisch umsetzen und vortragen, …

Zeitgenössische Ostergedichte

In diesem Abschnitt finden Sie Ostergedichte zeitgenössischer Autorinnen und Autoren. Wir bedanken uns herzlich bei allen Dichter:innen, die Viabilia ihre Gedichte zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen.

Sie schreiben auch Gedichte und möchten Ihr Ostergedicht auf dieser Seite sehen? Dann schreiben Sie uns gerne unter info {at} viabilia.de!

Liebe Ostergrüße als Gedicht: Freude wecken

Liebe Ostergrüße an dich!

Ich will dir zu Ostern die Grüße senden,
die hoffentlich alles zum Besseren wenden.
Weil Ostern die Zeit der Erneuerung ist.
Ich weiß doch, wie sehr du das Neue vermisst.

Drum soll Ostern in dir ganz viel Freude wecken
und jemand für dich auch ein Nestchen verstecken;
dir dann bei der Suche zur Seite stehen,
und schließlich mit dir ein paar Hasen erspähen,

für dich viele Eier mit Farben verzieren,
dich gänzlich mit Worten und Taten berühren,
und Weidenkätzchen für dich allein pflücken,
sie dann mit manch kunstvollem Osterei schmücken,

dir Hasen aus Schoko und Marzipan schenken,
voll Liebe und Wärme an dich lächelnd denken.
Und wenn dann die Glocken zum Osterfest klingen,
dir manchen vergnüglichen Osterwunsch bringen!

Sabine Bröckel
Spruch 3614 teilen
Gelbe Osterglocken in hübscher Vase

Ein Blümlein zum Osterfest

Ich wünschte mir so sehr,
dass ich ein Osterglöckchen wär’.

Ich stände dann ganz still und stumm
auf der grünen Wiese rum.

Im Frühling kommen, im Sommer geh‘n,
ja so ein Leben wäre schön!

Ich würde Jung und Alt erfreuen,
und müsst’ mein Lebtag nichts bereuen.

Vielleicht käm’ Ostern auch ein Kind,
und pflückt mich von der Wies geschwind.

Dann versüßte ich im Haus die Luft,
mit meinem frischen Blumenduft.

Ja so ein Osterfest wär‘ fein,
könnt’ ich doch bloß ein Blümlein sein.

Nettes Ostergedicht

Felice Hellweg
Spruch 2552 teilen
Zierkirschen im Frühling, die anfangen zu blühen

Ein frohes Osterfest!

Ein lauer Wind begleitet nun
des Frühlings Ouvertüre,
weht fort der letzten Winterfröste
kalten Atemhauch.
Auf dass ein jeder Sprössling nun
des Lenzens Wärme spüre,
und jauchzt: alles erwacht nun –
und Ostern wird es auch!

Frühlingsgedicht bzw. Ostergedicht

Sabine Bröckel
Spruch 3624 teilen
Kleines Osternest zu Ostern mit einem roten Ei

Ostergrüße für die Erneuerung im Leben

Wo sonst nur Vögel tirilieren,
die Kinder heute jubilieren.
Der Garten wird zum Ort der Freude,
denn Osternester gibt es heute.

Drum geh’ auch du hinaus zum Feiern,
und such’ nach bunten Ostereiern.
Sei unbesorgt, so wie ein Kind,
freu’ dich an Sonne, Regen, Wind.

Hab’ Mut und geh’ nicht nur die Pfade,
sich nicht zu trauen, wäre schade.
Dem Osterhasen hinterher!
Ihn zu verfolgen ist nicht schwer.

Er will etwas für dich verstecken,
dann hast du noch mehr zu entdecken:
denn Ostern bringt auch neues Leben
und kann dir Hoffnung – Freude – geben.

Nimm das Geschenk der Osterzeit,
sei für das Neue stets bereit:
Empfange heut’ dein Osterglück.
Das ist der Wunsch, den ich dir schick’.

Lieber Osterwunsch als Gedicht

Sabine Bröckel
Spruch 3613 teilen
Ostereier bemalt Rumänien

Herzliche Ostergrüße an dich!

Das Osterfeuer ist entfacht
und kündet von der Osternacht:

von Wärme und Besinnlichkeit
und einer schönen Osterzeit.

Da hab ich auch an dich gedacht
und diesen Tag damit verbracht,

für dich die Zeilen hier zu dichten
und liebe Grüße auszurichten.

Ostergrüße in Form eines Gedichts

Felice Hellweg
Spruch 2542 teilen
Weidenkätzchen mit Osterei zu Ostern für das Osterfest als Dekoration

Lass’ uns Ostern zusammen feiern!

Ich würde gerne bunte Ostereier suchen,
ich weiß, ich find’ sie nur mit dir.

Ich würde gerne Weidenzweige in die Vase stellen,
ich weiß, ich pflück’ sie nur mit dir.

Ich würd’ dir gerne frohe Ostern wünschen,
drum bitt ich dich: Komm vorbei zu mir!

Ostergedicht bzw. Osterwunsch

Sabine Bröckel
Spruch 3620 teilen
Ostern: Jesus ist auferstanden

Jesus ist auferstanden

Lasst klingen nun die Osterglocken,
lasst wirken nun das Wort des Herrn.
Ihr sollt nicht trauern – sollt frohlocken,
dem Tode ist sein Sohn nun fern!

Er hat die dunkle Macht bezwungen,
verzieh, dass sie ans Kreuz ihn banden.
Er starb, hat mit dem Leid gerungen,
und dann: Er lebt, ist auferstanden!

So feiert nun das Osterfest:
es schenkt uns Glauben und Vergeben,
das Wunder, das uns hoffen lässt,
und dadurch auch das ew’ge Leben.

Christliches Ostergedicht

Sabine Bröckel
Spruch 3612 teilen
Weidenkätzchen zu Ostern

Lasst heute …

das Licht der Hoffnung leuchten,
das Ostern mit sich bringt,
das Wunder euch berühren,
das seinerzeit geschah,
voll Andacht innehalten,
wenn die Osterglocke klingt,
und die Erneuerung feiern –
dann sind wir Jesus nah.

Christliches Ostergedicht

Sabine Bröckel
Spruch 3621 teilen
Ostern: Jesus ist auferstanden!

Jesus lebt!

Nicht, dass er starb am Kreuz,
sollt ihr betrauern –
nicht, dass man ihn zu Grabe trug,
sollt ihr bedauern!

Er starb, doch ist vom Tod
er auferstanden, und er lebt!
So jauchzet alle, die ihr nach
dem ew’gen Leben strebt.

Er schenkt es euch mit Freude,
befreit euch von der Sünde,
auf dass ein jeder seine Botschaft
laut am Osterfest verkünde.

Christliches Ostergedicht

Sabine Bröckel
Spruch 3625 teilen

Ostermorgen

Kaum graut der Morgen, hört man schon,
den Glockenklang vom nahen Dom.
Er ruft es in die Nacht hinein:
„So kommt, oh kommt, von fern und nah,
und seht was heute Nacht geschah!“

Der Engel, der am Grab gewacht,
verkündet es am End der Nacht:
„Der Herr, ist heute auferstanden!
Verbreitets schnell in allen Landen!“

Die Frauen könnens kaum verstehn,
als sie das leere Grab nun sehn.
Von Furcht und Freude fast benommen,
verstehn sie kaum, was hier begonnen.

Ja, Jesus hat den Tod besiegt!
Das Böse nun gefangen liegt,
die Sünden, sie sind uns vergeben,
von nun an gibt’s das ew`ge Leben.

Drum ziehen wir am Ostermorgen,
schon früh um fünf, in Gott geborgen;
und loben Jesus, unsern Herrn.
Ja, er ist unser Morgenstern.

Du schenktest uns ein neues Leben,
hast unsre Sünden uns vergeben.
Gern ruf ich`s in den Ostermorgen:
„Bei dir, oh Herr, bin ich geborgen!“

Christina Telker
Spruch 4475
Ostern: Jesus ist auferstanden - Darstellung der Auferstehung von Jesus als Ikone

Das Osterfest beginnt

Das Osterfest beginnt –
das Wunder soll’n wir feiern.
Jesus ist auferstanden!

Des Todes dunkle Schrecken,
der Sünden Last – nichts soll mehr
unseren Schritt beschweren.

Denn er hat uns befreit!
Das Licht des neuen Lebens
erleuchtet unseren Weg.

Er ist vorausgegangen.
Die Gabe ewigen Lebens –
wir haben sie empfangen.

Jesus wird uns begleiten!

Christlicher Osterspruch

Sabine Bröckel
Spruch 3619 teilen
Kreuz mit Jesus

Wo die Botschaft des Osterfestes
auf offene Ohren trifft,
wird ein Licht der Hoffnung
die Dunkelheit erhellen.

Wo das Wunder der Auferstehung
voller Freude gefeiert wird,
wird das Siegesfest des ewigen Lebens
den Glauben stärken.

Denn seht: Er mag wohl
am Kreuz gestorben sein,
und dennoch ist er nicht tot.

Sabine Bröckel
Spruch 2485 teilen
Kreuz mit der Inschrift:

Gesegnete Osterfeiertage!

Nicht das Sterben des Erlösers,
nicht sein großes Leid am Kreuz –
seine Wiederauferstehung
ist, was heut’ die Welt bewegt.

Nicht der Schmerz, den er ertragen,
nicht der Stich durch den Verrat –
sondern alles heil’nde Liebe
ist, was “Ostern” wirklich heißt.

Nicht das Ende seines Lebens,
nicht den Leichnam in der Gruft –
nein, die Hoffnung ew’gen Lebens
feiern wir am Osterfest.

Sabine Bröckel
Spruch 2487 teilen
Viele bunte Ostereier

Osterzeit voll Sonnenschein

Die Fastenzeit ist nun vorbei,
der Tisch gedeckt zur Osterfeier.
Im Hasennest liegt nur ein Ei,
ich aber wünsch’ dir viele Eier:

Aus Schokolade soll’n sie sein!
Viel Freudentänze, Musenkuss,
‘ne Osterzeit voll Sonnenschein,
und nicht zuletzt auch viel Genuss.

Sabine Bröckel
Spruch 2488 teilen
Sonne scheint auf Lamm, in Erinnerung an das Symbol für das Osterlamm

Ein hoffnungsfrohes Osterfest!

Wo die Ostersonne die Welt bescheint,
verleiht sie ihr ein hoffnungsvolleres Gesicht;
denn wer sich der Osterbotschaft öffnet,
wird vom Odem des himmlischen Vaters berührt,
und von der Liebe seines Sohnes Jesus Christus begleitet.

Hoffnungsfrohes Ostergedicht

Sabine Bröckel
Spruch 2489 teilen
Narzissen, die zu Ostern blühen

Das Osterwunder

In den Beeten blüh’n Narzissen,
lassen durch den Duft dich wissen,
dass der Frühling jetzt erwachte
und das Osterfest mitbrachte,
wo wir an Jesu Leben denken
und bunt bemalte Eier schenken.

Lass das Osterwunder dich
zur Hoffnung führen –
und zum Licht!

Sabine Bröckel
Spruch 3616 teilen
Christliches Ostergedicht zur Auferstehung - mit Bild zum Teilen

Welch Siegeszug der Auferstehung,
welch Botschaft der Erneuerung!

Mag sein, dass all die bunten Blumen
im kalten Herbsthauch rasch verwelkten.
Mag sein, dass all die grünen Blätter
des Winters Frost nicht trotzen konnten.

Und doch – sie kehrten alle wieder,
erstanden auf zum Osterfest!

Sabine Bröckel
Spruch 3623

Klassische, bekannte Ostergedichte

Das Thema Ostern erkunden nicht nur zeitgenössische Verfasser:innen in ihren Gedichten – auch namhafte Autor:innen vergangener Zeiten haben sich in ihren Gedichten damit auseinandergesetzt. Im Folgenden finden Sie eine kleine Sammlung älterer, klassischer Ostergedichte.

Vogel im Frühling

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum zu blühen fangen an.

So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.

Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein’ neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Friedrich Spee von Langenfeld
Spruch 382
Ostern: Osterbotschaft des auferstandenen Jesus

Osterbotschaft – auferstanden!
tönt’s in allen Christenlanden,
weckt der Geister Hochgesang.
Tritt auch du aus deinen Falten
zu den höheren Gestalten,
Seele, Gott sei dein Gesang.

Johann Wolfgang von Goethe
Spruch 389 teilen
Glockenturm im Tal

Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
die Lerchen jubeln: wache auf!

Mit Erde sie ihn still bedecken,
das Grün aus allen Gräbern bricht,
die Ströme hell durchs Land sich strecken,
der Wald ernst wie im Träumen spricht,

Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
so weit ins Land man schauen mag,
es ist ein tiefes Frühlingsschauern
als wie ein Auferstehungstag.

Freiherr von Eichendorff
Spruch 1133
Zwei gezeichnete Vögel, die auf einem Ast zwitschern

Am Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert’, hoch im Blau verborgen,
ein freudig Auferstehungslied.

Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Emanuel Geibel
Spruch 2518
Japanischer Blütenzweig mit rosa Blüten daran

Blauer Himmel und weiße Blüten,
ein göttliches Begüten
liegt über aller Welt;
es ist ein himmlisch Hüten,
das uns in Armen hält.

Weiß nicht, wohin mich’s leite,
weiß nicht, wohin ich schreite,
mein Herz ist wohl bestellt:
Ich wandre in die Weite,
wohin es Gott gefällt.

Der hat mit tausend Blüten
mir meinen Weg erhellt.

Otto Julius Bierbaum
Spruch 2521 teilen
Weidenkätzchen zu Ostern

Wie der Märzwind stößt und stürmelt
dort, die graue Wolkenherde
übern Himmel hergeblasen,
stupft, mit weichen nassen Nasen
an die Erde; so, als möchten
junge Pferde hier schon grasen.

Unterm Rasen wühlts und würmelt,
Weidenruten wehen gelber,
wie wenn sie sich Zöpfe flöchten.
Menschen gehen auf die Straßen,
reden seltsam mit sich selber,
rührn die Hände, wild bewegt,
wie wenn mit dem Wind sie föchten.

Und dein Kind jagt aufgeregt
nach dem ersten Osterhasen.

Eugen Roth
Spruch 2531

Sprang der Osterhas
durch die grünende Welt;
Kinder und Verliebte
suchten im sonnigen Feld.

Welch ein schönes Nest
hat mein Liebchen entdeckt!
Unterm Veilchenbusch
fein war es versteckt.

Viele schöne Eier
lagen glänzend drin,
und mein jubelndes Liebchen
kauerte neben es hin.

“Eier rosenrot!
Eier himmelblau!
Keins von ihnen schwarz!
Keins von ihnen grau!”

Die Rosenroten
waren voll Küsse;
die Himmelblauen
waren voll Lieder; –
und Dämmerung ward es,
eh’ wir nach Haus kamen!

Wilhelm Raabe

Dieses Ostergedicht ist vielleicht deshalb nicht so beliebt, weil es sehr altertümlich daherkommt …

Spruch 2532

Ostern ist morgen; nun Grete mach schnell!
Bring’ uns die Eier nur hurtig zur Stell’,
dass wir bemalt sie im Garten verstecken,
farbige Früchte in Büschen und Hecken!
Will uns der Frühling zum Schmaus nichts besorgen,
müssen wir selber ihm Früchte schon besorgen.

Robert Reinick
Spruch 2538
Meer, silber-grün glänzend über den Horizont

Eine kleine Ostererzählung

Es war daheim auf unserm Meeresdeich;
ich ließ den Blick am Horizonte gleiten,
zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer,
die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.

Im tiefen Kooge bis zum Deichsrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen;
der Frühling zog prophetisch über Land,
die Lerchen jauchzten und die Knospen sprangen. –

Entfesselt ist die urgewalt’ge Kraft,
die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen,
und alles treibt, und alles webt und schafft,
des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Der Flut entsteigt der frische Meeresduft;
vom Himmel strömt die goldne Sonnenfülle;
der Frühlingswind geht klingend durch die Luft
und sprengt im Flug des Schlummers letzte Hülle.

O wehe fort, bis jede Knospe bricht,
dass endlich uns ein ganzer Sommer werde;
entfalte dich, du gottgebornes Licht,
und wanke nicht, du feste Heimaterde! –

Hier stand ich oft, wenn in Novembernacht
aufgor das Meer zu gischtbestäubten Hügeln,
wenn in den Lüften war der Sturm erwacht,
die Deiche peitschend mit den Geierflügeln.

Und jauchzend ließ ich an der festen Wehr
den Wellenschlag die grimmen Zähne reiben;
denn machtlos, zischend schoss zurück das Meer –
das Land ist unser, unser soll es bleiben!

Theodor Storm
Spruch 2576

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