An diesem Samstag haben Mia und Jonas eigentlich gar keine Lust auf „schon wieder Spazierengehen“ – bis Opa seine Überraschung verrät: eine Winterwanderung in den verschneiten Wald. Dort warten Rehe im Schnee, geheimnisvolle Spuren am Boden und sogar ein paar mutige Schneeglöckchen, die schon vom Frühling erzählen.
Diese Gute-Nacht-Geschichte nimmt Sie und Ihr Kind mit auf einen stillen, spannenden Wintertag, nach dem alle müde, zufrieden und ein bisschen verliebt in die Natur ins Bett sinken.
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Unten auf der Seite gibt es die Gute-Nacht-Geschichte „Entdeckungstour durch den Winterwald“ als PDF zum Download.
Steckbrief zur Gute-Nacht-Geschichte „Entdeckungstour durch den Winterwald“
Hier zunächst eine kurze Übersicht zur Gute-Nacht-Geschichte „Entdeckungstour durch den Winterwald“ – mit Altersgruppe, Themen und zentralen Botschaften:
| Kriterium | Klassifizierung |
|---|---|
| Gehört zu | Gute Nacht-Geschichten, Kindergeschichten, kurze Geschichten, Geschichten für die Grundschule, Alltagsgeschichten, Wintergeschichten, Naturgeschichten, Abenteuergeschichten im Wald |
| Altersgruppe | Zum Vorlesen: ca. 5 bis 9 Jahre (Lesezeit 3 bis 4 Minuten) Zum Selberlesen: ca. 7 – 10 Jahre (Grundschule ) |
| Werte | Naturverbundenheit und Achtsamkeit, Dankbarkeit für gemeinsame Zeit, Wertschätzung von Erfahrung und Wissen älterer Menschen, Familienzusammenhalt, Offenheit und Neugier, Durchhalten trotz Kälte, Freude am Lernen außerhalb der Schule |
| Themen | Winterwald und seine Tiere; Rehe beobachten; Tierspuren im Schnee lesen; erste Frühlingsboten im Winter (Schneeglöckchen); Großvater-Enkel-Beziehung; vom Murren zur Begeisterung; draußen sein bei Kälte; Lernen mit allen Sinnen in der Natur |
| Botschaften | Die Natur ist auch im Winter lebendig und spannend – wenn man genau hinsieht. |
| Zeit mit Großeltern kann zu echten kleinen Abenteuern werden. | |
| Draußen in der Natur können Kinder viel lernen, ohne dass es sich wie „Schule“ anfühlt. |
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Entdeckungstour durch den Winterwald
Es ist ein kalter Samstagmorgen, als Mia und Jonas am Küchentisch sitzen und in ihren Kakao pusten. Draußen liegt Schnee. Opa steht schon mit Mütze und dicker Jacke bereit. „Heute habe ich etwas Besonderes mit euch vor“, sagt er. „Zieht euch warm an.“
„Bestimmt wieder so ein Spaziergang, wo nichts passiert“, seufzt Jonas. Mia sagt nichts, zieht aber ihre Schneehose an. Kurz darauf gehen sie los in die kalte Luft.
Nach einem kurzen Weg durch die Siedlung stehen sie am Rand eines Waldes. „Willkommen im Winterwald“, sagt Opa. „Heute machen wir eine richtige Winterwanderung.“
Sie gehen zwischen die Bäume. Der Schnee dämpft ihre Schritte. „Ganz schön ruhig hier“, flüstert Mia. Opa nickt. „Wenn wir leise sind, sehen wir vielleicht Tiere.“
Nach einer Weile hebt er die Hand. „Stopp. Jetzt still.“ Er deutet zwischen zwei Stämme. Mia und Jonas kneifen die Augen zusammen. Da erkennen sie zwei schlanke, braune Tiere im Schnee. „Rehe“, haucht Mia. Ein größeres und ein kleineres Reh schauen in ihre Richtung, die Ohren spitz. Dann gehen sie weiter und verschwinden.
„Haben die uns gehört?“, fragt Jonas. „Bestimmt“, sagt Opa. „Im Winter müssen sie ihre Kraft sparen. Darum dürfen wir sie nicht aufschrecken.“ Jonas schaut den Rehen nach. Der Wald wirkt plötzlich spannend.
Ein Stück weiter bleibt Opa erneut stehen. „Seht mal auf den Boden.“ Im Schnee zeichnen sich Spuren ab: längliche Hufabdrücke, kleine Dreiecke. „Wer war das?“
Mia geht in die Hocke. „Die großen sind Rehe“, meint sie. „Die kleinen Dreiecke gehören einem Vogel.“ Opa lächelt. „Sehr gut. Und diese schmalen Spuren hier sind wahrscheinlich von einem Fuchs.“
Jetzt suchen die Kinder überall Spuren. „Hier war sicher ein Hund“, zeigt Jonas auf eine Spur. „Und hier ein kleiner Vogel.“ Sie bewegen sich fast lautlos, denn sie wollen keine Tiere verscheuchen.
Als sie um eine Kurve biegen, entdeckt Mia etwas Helles im Schnee. „Schaut mal!“ Zwischen Blättern stehen ein paar zarte, weiße Blüten. „Schneeglöckchen! Aber es ist doch noch Winter.“
„Schneeglöckchen sind kleine Boten“, erklärt Opa. „Sie zeigen, dass der Frühling unterwegs ist.“ Jonas beugt sich hinunter. „Ganz schön mutig“, findet er. „So klein und schon draußen.“
Auf dem Rückweg erzählt Opa noch, wie die Tiere im Winter Futter finden. Mia und Jonas stellen viele Fragen, und der Weg kommt ihnen gar nicht mehr lang vor.
Später zuhause fühlen sich ihre Beine müde an, aber angenehm. Mama stellt ihnen heißen Tee hin. Der wärmt sie, während sie von Rehen, Spuren und Schneeglöckchen erzählen.
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Gute-Nacht-Geschichte als PDF-Datei zum Ausdrucken:

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