Diese Gute-Nacht-Geschichte entführt Sie und Ihr Kind hoch hinauf in die verschneiten Berge des Himalaya. Dort begegnen zwei Geschwister einem jungen Yeti, der sich im Winter in ihr abgelegenes Dorf verirrt hat.
Zwischen Angst, Misstrauen und staunender Neugier entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, in der Mut, Mitgefühl und das Vertrauen in die eigene Kinderstimme eine große Rolle spielen. Eine kurze, warme Geschichte zum Vorlesen, die zeigt, dass hinter einem „Monster“ manchmal einfach nur jemand steckt, der friert – und Freunde braucht.
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Unten auf der Seite gibt es die Gute-Nacht-Geschichte „Unser Freund aus dem Himalaya“ als PDF zum Download.
Steckbrief zur Gute-Nacht-Geschichte „Unser Freund aus dem Himalaya“
Hier zunächst eine kurze Übersicht zur Gute-Nacht-Geschichte „Unser Freund aus dem Himalaya“ – mit Altersgruppe, Themen und zentralen Botschaften:
| Kriterium | Klassifizierung |
|---|---|
| Gehört zu | Gute Nacht-Geschichten, Kindergeschichten, kurze Geschichten, Geschichten für die Grundschule, Fantasy-Geschichten, Natur- und Umweltgeschichten |
| Altersgruppe | Zum Vorlesen: ca. 5 bis 9 Jahre (Lesezeit 3 bis 4 Minuten) Zum Selberlesen: ca. 7 – 10 Jahre (Grundschule ) |
| Werte | Mut und Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, Vertrauen in die eigene Stimme (Kinderstimme zählt), Achtsamkeit und Respekt gegenüber dem „Fremden“, Zusammenhalt in der Familie, Auflösen von Vorurteilen |
| Themen | Angst vor dem Unbekannten und wie sie sich verwandelt, Freundschaft zwischen Kindern und einem ungewöhnlichen Wesen (Yeti), Kinder stehen für jemanden ein, der schwächer und ausgeliefert ist, Konflikt zwischen misstrauischen Erwachsenen und mutigen Kindern, Abschied und Loslassen: den Yeti in seine Welt zurückkehren lassen, Natur- und Bergwelt des Himalaya als besonderer Handlungsraum |
| Botschaften | Man sollte niemanden nur nach seinem Aussehen oder Gerüchten beurteilen. |
| Kinder können mutig für das Richtige einstehen – auch gegenüber Erwachsenen. | |
| Freundschaft kennt keine Grenzen von Aussehen, Herkunft oder „Anderssein“. | |
| Wer Schutz braucht, verdient Hilfe – selbst wenn er zuerst Angst macht. |
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Unser Freund aus dem Himalaya
Hoch oben im Himalaya lag ein kleines Bergdorf, in dem die Geschwister Lila und Arun lebten.
Eines Winterabends heulte ein Schneesturm um die Häuser. Lila und Arun saßen am Ofen, als es plötzlich schwer gegen die Tür klopfte.
Arun öffnete einen Spalt. Vor der Tür stand ein zotteliges Wesen, ganz weiß vor Schnee. Braune Augen schauten die Kinder ängstlich an, der junge Yeti zitterte.
Langsam streckte er eine pelzige Pfote aus, als wolle er zeigen, dass er freundlich war. Lila legte ihre Hand darauf und spürte die Wärme. Sie begriff, dass er Angst hatte und Hilfe brauchte.
Die Geschwister ließen ihn ins Haus, legten ihm Decken um und gaben ihm etwas zu essen und heiße Milch. Dankbar schnaufte der Yeti und rollte sich in der Ecke zusammen. Bald mussten alle lachen, denn er gab beim Kitzeln ein brummendes Kichern von sich.
Am Morgen sahen Nachbarn die großen Spuren im Schnee. Sofort sprachen sie von einem Schneemonster und holten Seile und Stöcke, um es zu fangen.
Arun versuchte zu erklären, dass der Yeti freundlich war, doch niemand glaubte ihm. Da führten Lila und Arun ihren neuen Freund heimlich durch die Hintertür hinaus. Im tiefen Schnee stapften sie zur alten Scheune am Dorfrand und versteckten ihn hinter Heuballen.
Die Dorfbewohner suchten jede Hütte ab. Sie fanden Spuren, doch der Sturm verwischte sie, und am Abend gaben sie müde auf.
Da stellten sich die Geschwister auf den Dorfplatz. Sie erzählten, dass der Yeti gefroren hatte, friedlich bei ihnen am Ofen gelegen und mit ihnen gespielt hatte. Ein Wesen, das so war, konnte kein Monster sein.
Die Eltern sahen ihre Kinder an, und ihre Gesichter wurden weicher. Der Dorfälteste bat sie, den Yeti zu zeigen. Gemeinsam gingen sie zur Scheune.
Vorsichtig kam der Yeti hervor. Er senkte den Kopf, doch seine Augen blieben freundlich. Ein kleines Mädchen berührte seine Pfote und stellte fest, dass sie ganz weich war.
Der Älteste erklärte, der Yeti sei nur verirrt und habe niemandem schaden wollen. Alle beschlossen, ihn zurück in die Berge zu begleiten.
Am nächsten Morgen gingen sie mit ihm den steilen Pfad hinauf. Lila und Arun liefen dicht an seiner Seite. Oben, wo der Wind den Schnee durch die Luft wirbelte, blieb der Yeti stehen, drehte sich noch einmal um und legte den Kindern sanft die Pfoten auf die Schultern, als wollte er sich bedanken.
Dann stapfte er in das weiße Nebelmeer und verschwand.
In dieser Nacht lagen Lila und Arun in ihren Betten und dachten an ihren Freund. Sie waren sicher, dass er zwischen den Gipfeln an sie dachte und schliefen mit einem glücklichen Lächeln ein.
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