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Betina Graf Über Viabilia
nummerierte Bankschließfächer, das in der Mitte geöffnet

Schweiz: Wie kann man Edelmetalle und andere Werte sicher im privaten Schließfach verwahren?

Der geerbte Schmuck von den Großeltern, eine Goldanlage oder Wertpapiere – diese und andere Valoren benötigen eine sichere Unterbringung. Hierzu stehen Privatpersonen verschiedene Möglichkeiten offen. Zum Beispiel wäre da die Verwahrung in den eigenen vier Wänden oder im Bankschließfach. Als Alternative, um Edelmetalle und andere Werte zu lagern, bietet sich zudem ein privates Schließfach in der Schweiz an, bankenunabhängig und versichert. Erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Lösungen bereithalten und worauf Sie achten sollten.

In Zeiten von steigenden Inflationsraten, Pandemien und geopolitischen Krisen sind Investitionen in Sachwerte sehr gefragt. Insbesondere private Anlegerinnen und Anleger setzen zum Schutz des Vermögens verstärkt auf Münzen und Barren aus Gold oder Silber. Kein Wunder, denn die jederzeit wieder veräußerbaren Edelmetalle gelten gemeinhin als krisenfest und wertstabil. Speziell Gold besticht durch seine hohe Wertdichte, wodurch es nicht viel Platz beansprucht. Doch gerade deshalb sollte auf eine adäquate Lagerung geachtet werden. Das Erdversteck im Garten ist dazu nicht geeignet und der Wandtresor im Schlafzimmer wird oft nicht von der Hausratversicherung anerkannt. Das Thema Sicherheit beim Schutz des Vermögens ist allgegenwärtig.

Warum ist ein Heimsafe häufig unzureichend?

Das Versteck im Garten oder die Geldkassette im Schreibtisch erweisen sich in den meisten Fällen als nicht ausreichend zur sicheren Lagerung von Edelmetallen. Bei einem Einbruchdiebstahl besteht ein hohes Verlustrisiko, denn klassische Geheimfächer werden schnell gefunden und Kassetten einfach mitgenommen. Es gehört viel Mut dazu, ein solches Risiko einzugehen. Wesentlich mehr Schutz bieten Möbeltresore oder Wandsafes, die zu Hause eingebaut werden können.

Meist ist der wertvolle Inhalt eines Heimsafes über die Hausratversicherung abgedeckt. Doch damit die Gesellschaft im Versicherungsfall zahlt, müssen teils hohe Anforderungen erfüllt werden. Diese beziehen sich in erster Linie auf den Einbruchschutz des Heimtresors. So schreiben viele Hausratversicherungen Zertifizierungen und Sicherheitsklassen vor, die Einbrecher:innen einen gewissen Widerstand leisten sollen. Systeme, die solche Kriterien erfüllen, haben nicht nur hohe Anschaffungspreise, sondern sollten zudem von einem Profi installiert werden. Auch ein Alarmsystem kann zum Anforderungsprofil der Versicherung gehören.

Bedenken sollten Privatpersonen ebenfalls, dass sich Heimtresore oft nur im Eigenheim realisieren lassen und für Mietwohnungen eher ungeeignet sind. Zudem kann sich die Versicherungssumme als zu gering erweisen, da sie den gesamten Hausrat inklusive der Edelmetalle im Safe abdecken soll. Das Gold oder Silber ist dann nur anteilig versichert.

Welche Vorteile hat ein Bankschließfach?

Zu einer Unterversicherung kann es ebenfalls bei der Lagerung im Bankschließfach kommen. Auch hier greift die Hausratversicherung, sofern entsprechend im Vertrag festgehalten oder hinzugebucht. Deshalb sollte der Jahresbeitrag regelmäßig angepasst werden und dem tatsächlichen Wert von Inventar und Vermögenswerten entsprechen.

Darüber hinaus stellt ein Schließfach bei der Hausbank einen deutlich höheren Sicherheitsstandard zur Verfügung als ein Heimsafe. Die Kundenschließfächer sind meist in gut geschützten Tresorräumen des Bankgebäudes untergebracht und bieten einen hohen Schutz vor Diebstahl oder Elementarschäden. Je nach Angebot ist im Mietpreis auch ein Versicherungsschutz enthalten, der bis zu einer bestimmten Summe greift. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Schließfachinhalt nur der Mieterin oder dem Mieter bekannt ist. Zugang zu ihrem Wertfach erhalten Kund:innen mit Schlüssel oder Code überwiegend während der üblichen Bankzeiten.

Allerdings hat das Bankschließfach auch einige Nachteile. Damit die monatlichen oder jährlichen Gebühren eingezogen werden können, ist ein Bankkonto erforderlich – nicht selten beim Geldhaus, das die Schließfächer anbietet. Dadurch werden zwangsläufig die Kundendaten erfasst, inklusive der Schließfachnummer. Zwar besteht das Bankgeheimnis, doch über das automatische Kontenabrufverfahren sind Finanzbehörden im berechtigten Verdachtsfall autorisiert, diese Daten einzusehen. Diese staatliche Maßnahme ist Teil der Prävention gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Auch bei einer Privatinsolvenz wird die Existenz des Bankschließfachs über diesen Weg bekannt.

Die Alternative: das private Schließfach in der Schweiz

Anlegerinnen und Anleger, denen die Individualität eines Bankschließfachs nicht ausreicht, können stattdessen ein Schließfach bei einem privaten Lagerunternehmen mieten. Hierzu bietet sich die Schweiz an, die bekannt ist für ihre politische Stabilität und die kompromisslose Wahrung der Eigentumsrechte. Das gilt übrigens nicht nur für Schweizer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Interessent:innen aus anderen Ländern wie zum Beispiel aus Deutschland oder Österreich.

Privat geführte Lagerstätten in der Schweiz sind gut erreichbar und befinden sich außerhalb von Großstädten oder Ballungszentren. Die Hochsicherheitsanlagen erfüllen moderne Schutzstandards, und das bei höchster Diskretion. Als Privatkund:in haben Sie die Möglichkeit, Schließfächer je nach Bedarf auszuwählen. Sie eignen sich zur sicheren Unterbringung von Wertsachen aller Art, darunter Edelmetalle, Schmuck, Aktien, Bargeld oder wichtige Dokumente. Angeboten werden sie mit anonymisierter Basis- oder Vollversicherung. Der Zugang erfolgt unter Wahrung der Privatsphäre mit dem eigenen Schlüssel. Auf Wunsch ist ein Zugang auch an Wochenenden oder abends möglich. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, autorisiert eine Vertrauensperson. Ebenso ist es möglich, dass ein:e Schweizer Edelmetallhändler:in Ware anliefert, die dann bis zu Ihrem nächsten Besuch zwischengelagert wird.

Als reine Lagerstätten werden die Privatschließfächer bankenunabhängig und ohne Händlerzwang geführt. Das heißt, zur Schließfacheröffnung wird kein Bankkonto benötigt, die Gebühren lassen sich zum Beispiel auch mit Bargeld bezahlen. Außerdem können Kund:innen ihre Edelmetalle dort einkaufen, wo sie gerne möchten, und so das für sie günstigste Angebot nutzen. Anders als Banken oder viele Händler:innen sind private Lagerunternehmen in der Schweiz nicht dazu verpflichtet, Kundendaten an staatliche Stellen weiterzugeben. So kommt eine ideale Kombination aus Sicherheit, Diskretion und Anonymität zu Stande.

Fazit: Auf den Werterhalt kommt es an

Wenn Sie den Wert Ihrer Edelmetalle oder anderer Valoren dauerhaft schützen oder erhalten möchten, sollten Sie über eine angemessene Verwahrung nachdenken. Neben soliden Heimtresoren und Bankschließfächern empfehlen sich für eine sichere und diskrete Edelmetall-Lagerung insbesondere private und anonyme Schließfächer in der Schweiz.