Schöne Sprüche, liebe Grüße und Glückwünsche Gedichtband
Gedichtband
Autoren
Betina Graf Über Viabilia
voller Aschenbecher

Psychologische Hintergründe: warum so oft zur Zigarette gegriffen wird

Raucher:innen genießen jeden einzelnen Zug an ihrer Zigarette und ein Leben ohne den beliebten Glimmstängel können sich die meisten Raucher:innen schon gar nicht mehr vorstellen. Doch warum wird eigentlich geraucht und warum ist uns das Rauchen so wichtig? Ist es einzig und allein der Grund des Genusses, oder steckt mehr hinter der Angewohnheit? Was sind die Hintergründe, dass trotz der Gefahren so oft zum Glimmstängel gegriffen wird?

Expert:innen, Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen durchleuchten dieses Thema schon seit vielen Jahren. Fakt ist, und da sind sich wohl die meisten einig, dass wer als Raucher:in in stressige Situationen gerät, deutlich schneller und mehr raucht. Es gibt viele, die gar nicht bewusst wahrnehmen, dass sie eine Zigarette nach der anderen in Stresssituationen anstecken und rauchen. Die Zigarette dient als Ventil, um im wahrsten Sinne des Wortes “Dampf ablassen” zu können. Dazu kommt der allgemein bekannte Suchtfaktor und schon befinden sich viele Raucher:innen in einer Art Tunnel der Abhängigkeit, aus dem sie nur sehr schwer und nur mit viel Überwindung und Durchhaltevermögen herausfinden können.

Die Sucht steht nicht immer im Vordergrund

Wer einmal in den Genuss einer Zigarette gekommen ist, wird bekanntlich schnell süchtig nach mehr. So stellt man sich zumindest den Moment vor, in dem Jugendliche erstmals Kontakt mit dem Rauchen haben und letztlich auf diese Weise selbst süchtig werden. Es gibt dabei allerdings zwei Unterteilungen: Die einen sind dem Rauchen vom ersten Moment an verfallen und kaufen sich direkt erste Packungen am Kiosk. Andere wiederum empfinden das Rauchen, den Zug an der Zigarette, als äußerst unangenehm und ungenießbar und werden trotz des Ausprobierens niemals zu Raucher:innen, wenn sie nicht aus psychologischen Gründen aktiv die Aversion gegen den Glimmstängel bekämpfen. Letztere haben Glück, denn sie gefährden als Nichtraucher:innen nicht unnötig ihre Gesundheit und schonen zudem ihren Geldbeutel. Die anderen sind der Sucht nach dem Rauchgenuss verfallen und dies meist für viele Jahre und Jahrzehnte.

Dabei steht aber die Sucht nach Tabak nicht immer zwangsläufig im Vordergrund. Expert:innen sehen im Akt des Rauchens vielmehr eine Art Ventil, um sich beruhigen zu können und sich den unangenehmen Stresssituation im Alltag erst einmal für ein paar Minuten zu entziehen.

“Jetzt muss ich erst einmal eine rauchen.”

Diesen Satz haben sicherlich viele schon einmal von einem Raucher oder einer Raucherin gehört. Sobald sich Raucher:innen unter Druck fühlen, greifen sie wesentlich häufiger zur Zigarette als sonst. Es gibt aber auch durchaus Raucher:innen, die jeden einzelnen Zug an der Zigarette durch und durch genießen; die sich der eigenen Abhängigkeit nach mehr und dem Nikotin stellen und auch einmal ganz ohne die Zigarette auskommen können. Diese Genießer:innen sind zwar selten unter den Raucher:innen zu finden, doch es gibt sie. Sie holen sich ganz bewusst die ein oder andere Zigarette aus der Packung, zünden diese in bestimmten Momenten an, wie beispielsweise nach dem Essen oder bei einer Tasse Kaffee, und genießen sie einfach.

E-Zigarette: für viele eine vorstellbare Alternative

Das Problem der Zigarettensucht kennen viele Raucher:innen und nicht wenige versuchen durch eine strikte Abstinenz vom Glimmstängel loszukommen, oftmals mehr als einmal. Es werden Grundsätze und Regeln aufgestellt, um von der Zigarette loskommen zu können und die eine oder andere Therapie in Angriff genommen. Doch in der Regel scheitern die meisten kläglich. Zu groß ist die Abhängigkeit und die Angst, dass irgendetwas Wichtiges und Unverzichtbares im Leben fehlen könnte. Die E-Zigarette scheint eine gute Alternative zu sein, um vom Rauchen relativ sanft loskommen zu können. Die Auswahl an E-Zigaretten und Liquids ist mittlerweile sehr groß und es gibt immer mehr Raucher:innen, die auf diesem Weg ganz von der klassischen Zigarette loskommen konnten. Hier bekommt man einen ersten Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten in Bezug auf E-Zigaretten.

Fazit

Die Zigarette ist für die meisten Raucher:innen weitaus mehr als nur Genussmittel. Sie wird in den meisten Fällen auch als Ventil genutzt, um Ärger, Stress und Unmut einen Ausweg geben zu können. Wer unter psychischer Dauerbelastung steht, greift als Raucher:in vermehrt zur Zigarette. Dies ist oft in verschiedenen Berufen der Fall, wie in der IT-Branche, im Journalismus oder auch bei körperlich schweren Arbeiten im Außenbereich.