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Betina Graf Über Viabilia
Wohnmobil unterm Sternenhimmel

Die große Freiheit mit dem Wohnmobil

Die Einschränkungen in Bezug auf Reisen in den Jahren 2020 und 2021, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, haben einen Hype verursacht, der wohl von niemandem vorausgesagt werden konnte, aber auch typisch deutsch ist. Diesbezüglich könnte folgender Spruch zur Anwendung kommen: „Wenn man nicht alles selber macht …“ Das soll die Einstellung widerspiegeln: wenn ich keine organisierte Reise bekomme, dann organisiere ich fortan meine Reisen selbst, und zwar bis ins Detail. Zu diesen Details gehört natürlich das Fortbewegungsmittel, welches möglichst komfortabel sein soll, damit der Urlaub auch gleich am ersten Tag beginnen kann. Was ist dafür besser geeignet als ein Wohnmobil? Viele Urlauber:innen (und solche, die es werden wollen) denken sich: einfach ein Sunlight Wohnmobil kaufen und ab geht es in die weite Welt.

Wohnmobile: der Weg ist schon ein Teil des Ziels

Zugegeben, wenn das mit dem Fliegen nicht so kompliziert und teuer wäre, würden heute vielleicht statt der Wohnmobile überall Flugzeuge unterschiedlicher Größe vor den Häusern parken. Nicht jeder kann sich jedoch so wie John Travolta ein Haus mit eigener Start- und Landebahn leisten.

Allerdings bietet das eigene Wohnmobil weit mehr Platz als die Economy-Class im Flieger und es darf auch viel mehr Gepäck mitgenommen werden. Das ist ein klarer Vorteil. Eigentlich passt sogar ein ganzer Haushalt mit allem drum und dran in das Wohnmobil. Darum fängt Urlaub im Wohnmobil nicht erst dann an, wenn das Ziel erreicht ist. Der Urlaub fängt bereits dann an, wenn die Landschaft an den Fenstern des Wohnmobils vorbeizieht. Wenn der Horizont verspricht, Neues sehen zu dürfen, ohne zum Beispiel auf den eigenen Kaffee oder das eigene Bett verzichten zu müssen, kann man auch auf Reisen ein Stück Heimat genießen.

Die eigenen vier Wände auf Reisen

Reisen ist eine durchaus poetische Angelegenheit, wie schon Goethe es auf seinem Weg nach Italien beschrieb. Das gilt vor allem dann, wenn sich das Vertraute mit dem Fremden perfekt vereinen lässt. Wie anders als in einem Wohnmobil ist dies möglich?

Dazu kommen die zauberhaften Momente, die fast nicht zu beschreiben, sondern nur zu erleben sind. Wie wäre es etwa mit einer Morgendämmerung an der französischen Adriaküste mit ihrem unglaublichen Licht, das so viele Künstler:innen magisch anzieht? Hätten Monet, Picasso, Van Gogh oder Renoir die Möglichkeit gehabt, ein Wohnmobil zu nutzen, sie hätten es vermutlich getan, um noch mehr Eindrücke dieser magischen Landschaft aus Sonne und Farben auf die Leinwand zu bringen, abseits ausgetretener Pfade.

Das Abenteuer ruft immer öfter

Das Reisen in einem Wohnmobil ist die heute wohl individuellste Art, neue Regionen kennen zu lernen oder liebgewordenen Reisezielen regelmäßig einen Besuch abzustatten. Alles erfolgt in größtmöglicher Eigenverantwortung. Ob an der nächsten Kreuzung links oder rechts abgebogen wird, ist die freie Entscheidung des oder der Fahrer:in.

Gleichzeitig wächst mit zunehmender Zahl von Wohnmobilen auf den Straßen Europas eine Gemeinschaft heran, die sich untereinander hilft, wenn es mal klemmt. Im Internet finden sich dazu zahlreiche Foren, die alles rund ums Wohnmobil behandeln, vom Gasgrill bis zu kostenlosen Stellplätzen oder Geheimtipps zu bestimmten Zielen.

Wer weiß, vielleicht ist dies für eine bestimmte Gruppe der Anfang einer neuen Art des Lebens. Als neues fahrendes Volk im Wohnmobil der Sesshaftigkeit einfach den Rücken kehren – wäre das nicht verlockend?