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Betina Graf Über Viabilia
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eine Reihe leicht überwucherter Grabsteine

Widmungen auf Grabsteinen - Wissenswertes, das die Wahl erleichtert

Ein Grab ist ein Ort der Trauer und des Gedenkens an einen Verstorbenen. Angehörige geben sich meist viel Mühe, das Grab würdevoll zu gestalten. Ein Grabstein darf nicht fehlen, damit dem Verstorbenen der gebührende Tribut gezollt wird.

Doch welche Widmung sollte in den Grabstein graviert werden und welche Inschrift ist überhaupt zulässig? Alles Wissenswerte, das die Wahl erleichtern kann, hat uns ein Bestatter in Frankfurt verraten.

Die Mindestvorgaben für die Inschrift auf einem Grabstein

Bevor Angehörige sich damit befassen, einen Grabstein auszuwählen, gilt es zu beachten, dass der oder die Nutzungsberechtigte allein für dessen Gestaltung verantwortlich ist. Nur er oder sie ist berechtigt, einen Grabstein in Auftrag zu geben. Allerdings ist auch der bzw. die Nutzungsberechtigte an die Regeln des Friedhofes gebunden. Das bedeutet, es muss im Vorfeld geklärt werden, welche Vorgaben zu beachten sind. Viele Gemeinden bestehen darauf, dass der Grabstein die Grunddaten des Verstorbenen wiedergeben muss.

Die Sterbeurkunde kann in diesem Fall zurate gezogen werden. Die Inschrift sollte mindestens die Namen des oder der Verstorbenen sowie die Daten zur Geburt und dem Todestag enthalten. Zusätze wie der Spitzname oder ein Zitat sind erlaubt. Diese gänzlich zu verwenden und den Vor- und Zunamen komplett wegzulassen, ist hingegen in den meisten Fällen nicht zulässig.

Eine würdevolle Gravur

Die Friedhofsverwaltung oder ein Bestatter in Frankfurt können dem oder der Nutzungsberechtigten bei der Wahl der Inschrift unter die Arme greifen. Es ist vor der Beauftragung bei einem Steinmetz abzuklären, inwieweit eine freie Gestaltung möglich ist. Trauermotive, ein nachdenklicher Spruch oder ein Emailleporträt werden von Angehörigen oft gewünscht und gelten generell als würdevolle Gravur. Allerdings sollte bedacht werden, dass jeder Zusatz den Preis der Inschrift steigen lässt.

Bei einem Grabstein zählt jeder Buchstabe und jedes Zeichen. Zusätzliche Inschriften wie ein Spruch sorgen dafür, dass sich der Preis deutlich erhöht. Ein Grabstein ist auch ohne Gravur bereits ein teures Unterfangen. Aus diesen Gründen verzichten viele Angehörige auf eine zusätzliche Gravur und wählen eine schlichte Inschrift.

Vermeidbare Fehler bei der Grabsteingravur

Bevor Angehörigen ein Fehler bei der Grabsteingravur unterläuft, sollten Sie sich bei ihrem Bestatter in Frankfurt erkundigen. Denn auf einigen Friedhöfen gibt es in der Grabsteingestaltung keinerlei Vorgaben zu beachten. In diesem Fall kann der oder die Nutzungsberechtigte der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Allerdings ist trotz der Befreiung von Vorschriften immer noch die Sitte zu wahren.

Ein Friedhof ist ein würdevoller Ort und diesen Zustand gilt es zu erhalten. Ein Grabstein ist so zu gestalten, dass sich kein:e Besucher:in des Friedhofs von der Inschrift gestört oder gar belästigt fühlt. Es gibt Zeichen und auch Symbole, die verboten sind. Dazu zählen vor allem Zeichen, die aus der Zeit des Nationalsozialismus herrühren, wie beispielsweise das Hakenkreuz. Genauso verboten ist die Verwendung von SS-Runen. Auch stören sich viele Menschen an sexistischen Ausdrücken und nicht alle Wörter des modernen Sprachgebrauchs können ihren Weg auf den Grabstein finden.

Einige Verwaltungen lehnen es ab, dass Bildnisse des oder der Verstorbenen auf dem Grabstein eingraviert werden. Da eine solche Gravur mit hohen Kosten verbunden ist, sollten die Angehörigen zunächst bei der zuständigen Friedhofsverwaltung eine Anfrage stellen. Ein Grabstein ist ohnehin immer genehmigungspflichtig.

Der oder die Nutzungsberechtigte kann sich auch dafür entscheiden, den Grabstein schlicht zu halten. Als besondere Würdigung kann das Grab dann mit einer zusätzlichen Platte geschmückt werden. Da es sich bei diesem Grabschmuck nicht um einen Grabstein handelt, kann die Gestaltung mit einem Text oder einem Bild nach Wahl vorgenommen werden. Ein Vorteil des gravierten Grabschmucks ist es, dass er oft deutlich günstiger sind als ein Grabmal.