Weniger rauchen

Weniger Rauchen: So schnell kann sich der Körper erholen

Pro Jahr versterben circa 127.000 Menschen in Deutschland an den gesundheitlichen Konsequenzen des Zigarettenkonsums. Dass Rauchen ein Gesundheitsrisiko für Lungenkrebs und weitere Erkrankungen birgt, belegen außerdem zahlreiche Studien.

Dennoch können sich viele Erwachsene in Deutschland nicht von ihrem gewohnten Ritual trennen, sich eine Zigarette anzuzünden. Allerdings gilt: Eine Rauchentwöhnung kann sich in jedem Alter lohnen. Denn der Körper kann sich regenerieren.

Wer sich nicht vollends von dem geliebten Glimmstängel verabschieden möchte, kann die Nikotinmenge Schritt für Schritt reduzieren. Doch ist weniger Rauchen tatsächlich weniger schädlich als das Kettenrauchen? Wie viele Zigaretten pro Tag gelten als unbedenklich und was passiert, wenn man mit dem Rauchen aufhört?


Ist weniger Rauchen weniger schädlich?

Die gute Nachricht vorweg: Wer seinen Gesundheitszustand verbessern möchte, muss keinen kalten Entzug wagen. Vielmehr kann es sich bereits lohnen, den Zigarettenkonsum Schritt für Schritt einzuschränken.

Dennoch sollten sich Raucher:innen bewusst sein: Zigaretten und Nikotin schaden dem Organismus. Allerdings lassen sich antrainierte Rituale, die über Jahre oder Jahrzehnte verfolgt werden, nicht von heute auf morgen ablegen. So möchten passionierte Raucherinnen und Raucher zum Beispiel nicht auf den bekannten Geschmack der Markenzigaretten von Mark Adams verzichten. Der Mark Adams No.1 Tabak wird in Deutschland hergestellt und erfreut sich einer großen Beliebtheit.

Es kann sich als ratsam erweisen, die Zigarettenanzahl pro Tag zu minimieren. Wer nach und nach weniger häufig zum Glimmstängel greift und weniger als fünf Zigaretten pro Tag konsumiert, kann das Risiko für Lungenschäden nämlich um zwei Drittel senken. Im Gegensatz zum Kettenraucher verschlechtert sich die Lungenfunktion eines leichten Rauchers in einem Jahr in ebenso starkem Maße wie bei einem starken Raucher in neun Monaten.

Dabei lohnt sich die Reduktion des Zigarettenkonsums in jedem Alter und jeder Situation. Bereits nach 24 Stunden wird der Körper mit mehr Sauerstoff versorgt. Nach wenigen Tagen verändert sich laut Ermittlungen des Deutschen Krebsforschungszentrums in der Regel der Geruchs- und Geschmackssinn. Die Lebenserwartung kann um bis zu 10 Jahre steigen.


Wie viele Zigaretten pro Tag sind ok?

Zugegeben: Ein plötzlicher Entzug fällt schwer und führt häufig dazu, dass Raucher sich erneut ihren Zigaretten zuwenden, um zu entspannen. Einfacher ist es, die Zigarettenanzahl pro Tag zu minimieren und Schritt für Schritt weniger Nikotin zu konsumieren.

Ein Hinweis: Wer zwischen 20 und 30 Zigaretten pro Tag raucht, wird als Kettenraucher bezeichnet. Der tägliche Konsum von 10 bis 20 Zigaretten gilt als starke Rauchertätigkeit. Wer 1 bis 10 Zigaretten pro Tag konsumiert, wird dagegen als leichter Raucher eingestuft.

Ziel sollte es sein, das Rauchen langfristig einzustellen. Bis sich Raucher:innen endgültig von ihrem Rauchritual verabschieden, können jedoch mehrere Jahre vergehen. In dieser Zeit ist es empfehlenswert, den Zigarettenkonsum möglichst stark einzuschränken.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, ob die Person auf Lunge raucht. Ist dies der Fall, können Interessierte zunächst die Rauchtechnik verändern und anschließend weniger Nikotin aufnehmen.


Was passiert, wenn man weniger raucht?

Husten und Atemwegsbeschwerden, eine dünne Schneidersche Membran und Komplikationen bei Zahnimplantaten, ein hohes Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen sowie Krebs, beeinträchtigte Sinne, Karies, ein Bakterienbefall des Mundes und ein müdes Aussehen: Der Konsum von Nikotin-Zigaretten wirkt sich unmittelbar auf den menschlichen Körper aus.

Statt voll und ganz mit dem geliebten Rauchen aufzuhören, können starke Raucher zunächst versuchen, nur noch eine Zigarette pro Tag zu rauchen. Nach circa 12 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Anteil im Blut laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Regel. Gleichzeitig kann sich die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern.

Nach 24 Stunden minimiert sich das Risiko eines Herzinfarktes. Nach zwei oder drei Tagen kann der Geruchs- und Geschmackssinn zurückkehren. Ab diesem Zeitpunkt nehmen Raucher die Geschmacksnuancen in Speisen wieder wahr und schmecken zum Beispiel erstmals scharfe Gewürze.

Nach zwei Wochen verbessert sich die Durchblutung abermals. Nun erhöht sich in der Regel auch die Lungenfunktion und der Kreislauf fällt stabiler aus als zuvor. Beschwerden wie eine Kurzatmigkeit und Husten können sich in den darauffolgenden Monaten verbessern. Außerdem funktionieren die Flimmerhärchen in der Nase häufig wieder, sodass sich das Organ selbst reinigen kann. Die Infektionsgefahr sinkt. Verstopfte Nasennebenhöhlen öffnen sich.

Auch die Haut regeneriert sich durch die verbesserte Durchblutung, sodass Raucher frischer und erholter erscheinen. Des Weiteren verändert sich die Stoffwechselfunktion und der Körper verbrennt weniger Energie.

Nach 5 Jahren sinkt das Risiko, an Rachen-, Mund- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Ein Tod durch Lungenkrebs oder eine Erkrankung des Gebärmutterhalses ist weniger wahrscheinlich.


Das Fazit – nach und nach weniger rauchen

Wer seinen Gesundheitszustand erhalten oder verbessern möchte, kann die Zigarettenanzahl pro Tag reduzieren. So können Raucher einen kalten Entzug und einen Rückfall vermeiden und den Körper schonend an eine reduzierte Nikotinmenge gewöhnen. Unterstützend können Raucher eine Selbsthilfegruppe besuchen.

Effekte lassen sich bereits nach wenigen Tagen feststellen. Nach wenigen Jahren sinken die Risiken, gefährliche Erkrankungen auszubilden, die mit dem Tod enden können.


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