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Betina Graf Über Viabilia
Tee trinken: Rituale und Tipps

Teemeditation im Alltag: Tipps

Kaum etwas tut der Psyche so gut wie eine dampfende, heiße Tasse Tee. Das Getränk aus den getrockneten Blättern der Teepflanze wird seit Jahrtausenden allerorten getrunken und hat, je nach konkreter Zubereitungsart, nachweislich viele positive Wirkungen auf die Gesundheit. (Getränke, die nicht aus der Teepflanze, sondern anderen Pflanzen gewonnen werden, wie beispielsweise Früchte-Tees, sind nach offizieller Nomenklatur kein Tee, sondern teeähnlich.)

Viel mehr als die gesundheitlichen Vorteile schätzen viele Teegenießer:innen jedoch den Augenblick der Ruhe, den das Teetrinken ihnen im oft hektischen Alltag erlaubt. Ebenso, wie verschiedene Zubereitungsarten von Tee dem Körper auf verschiedene Weise Gutes tun können, gilt das auch für die psychische Komponente des Tees: manche Sorten beleben, andere beruhigen, wieder andere stimulieren, entspannen, laden zum Träumen ein oder appellieren an unsere nostalgische Seite. Einen wundervollen Überblick über die Welt des Tees sowie wertvolle Tipps bietet dieser Tee-Guide mit allem rund um Tee-Sorten, Qualität und Zubereitung.

Teetrinken als Ritual

Ein Aspekt, der maßgeblich zur psychologischen Wirkung des Tees beiträgt, ist die Zelebrierung des Teetrinkens – ein Aspekt, den Sie niemals vernachlässigen sollten. Stellen Sie sich einmal vor Ihrem inneren Auge vor, wie Sie Tee kochen: das Aufsetzen des Wassers; die Wahl des Tees aus Ihrer kleinen Sammlung von leckeren Teesorten; das Bereitstellen einer Tasse oder Teekanne; das Warten, bis das Wasser kocht; das vorsichtige Aufgießen des Tees; das behutsame erste Nippen an der Tasse, bei dem Ihnen warmer, duftender Dampf entgegenschlägt; …

Wenn wir Tee kochen und genießen, begehen wir im psychologischen Sinne ein Ritual, also eine Handlung, die einem festgelegten Muster folgt. Diesem Muster zu folgen gibt uns ein Gefühl von Sicherheit – und von Selbstsicherheit: Wir wissen genau, was wir tun, warum wir es tun, und was als nächstes kommt. Rituale im Alltag sind kleine meditative Momente, die uns zu uns selbst finden lassen und dabei helfen, sich zu erden.

Die japanische Teezeremonie

Die klassische japanische Teezeremonie treibt die Ritualisierung des Teetrinkens auf die Spitze und kann viele Anregungen für Ihre eigene kleine Teemeditation im Alltag bieten:

  • Das Teepulver – bei der japanischen Teezeremonie stets grüner Macha – wird wie ein kleiner Schatz behandelt und in speziellen, wunderschönen Gefäßen (natsume) gereicht, die auch das Auge erfreuen. Allen Lebensmitteln, auch dem Tee, gilt ein besonderer Respekt.
  • Alle Utensilien, die zur Teezeremonie gehören, werden sorgsam behandelt und sauber gehalten – ebenso der Raum, in dem der Tee getrunken wird.
  • Das Wasser für den Tee wird auf die optimale Temperatur kurz vor dem Siedepunkt erhitzt, um für einen perfekten Teegenuss zu sorgen. Verschiedene Teesorten erfordern unterschiedliche Zubereitungsarten!
  • Der Tee gilt als Kunstwerk, das für den Genießenden erschaffen wird. Dazu gehört auch die Wahl einer zum Moment passenden Teeschale (chawan). Diese wird beim Teetrinken ebenso gewürdigt wie der Tee selbst.
  • Zum Tee wird stets eine kleine Süßigkeit gereicht, die ebenfalls sorgsam zum Anlass passend gewählt wird.
  • Die Körperhaltung bei der Zubereitung und beim Genuss des Tees ist wichtig. Sie soll aufrecht, offen und gerade sein.