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Betina Graf Über uns
Frau im mittleren Alter sonnt sich zufrieden

Menopause: die Zeit der Wechseljahre

Was haben weibliche Belugas, Schwert- und Grindwale sowie Frauen gemeinsam? Sie sind die einzigen bisher bekannten Wesen, die in die Wechseljahre kommen. Für etwa ein Drittel aller Frauen ist dies eine Zeit, die der Begriff „Wechseljahre“ recht treffend beschreibt.

Was ist die Menopause eigentlich?

Während im deutschsprachigen Raum die Menopause nur ein Teil dessen ist, was als Wechseljahre bezeichnet wird, umfasst der Begriff im englischen Sprachraum die gesamte Zeit der hormonellen Umstellung der Frau zum Ende der fruchtbaren Periode, also der Phase, ab der Frauen auf herkömmlichem Wege keine Kinder mehr bekommen können. Das offensichtlichste Symptom des Klimakteriums (eine weitere Bezeichnung) ist das Aufhören der Monatsblutungen. In der deutschsprachigen Medizin wird dieser Zeitraum in die Prä-Menopause, die Peri-Menopause und letztlich die Post-Menopause eingeteilt. Ein Menopause-Zentrum kann in dieser Zeit des Übergangs helfen.

Um das 50. Lebensjahr herum beginnt bei Frauen der Spiegel der Hormone Östrogen und Progesteron abzusinken, während das Hormon Testosteron weitgehend sein Niveau beibehält. Die Hormone Östrogen und Progesteron werden in den Eierstöcken der Frau produziert und sind abhängig von der Anzahl an Ovarialfollikeln, den Eizellen, die eine Frau bereits als ungeborenes Kind als Vorrat für ihr ganzes Leben entwickelt. Offiziell ist die Menopause abgeschlossen, wenn eine Frau ein Jahr lang keine Monatsblutungen mehr hatte. Eventuelle Beschwerden gesundheitlicher Art durch die Menopause können aber weit über diesen Zeitraum hinaus auftreten.

Die Ursache für die Menopause ist nicht eindeutig geklärt. Auf der einen Seite besagt die „Großmutter-Hypothese“, dass die Einstellung der Fruchtbarkeitsperiode zugunsten der Enkelkinder erfolgt. Eine andere Theorie sieht sie im Zusammenhang mit der Bevorzugung von jungen Frauen durch Männer.

Die hormonelle Umstellung hat unterschiedliche Folgen für jede Frau

Wie eine Frau die Menopause erlebt, ist sehr verschieden. Etwa ein Drittel spürt kaum Veränderungen, ein weiteres Drittel hat nur leichte Beschwerden. Ein Drittel jedoch kann vom Absinken des Hormonspiegels so stark betroffen sein, dass eine medizinische Behandlung notwendig ist.

Sehr oft beschreiben Frauen heftige Hitzewallungen und Schweißausbrüche während der Menopause, ebenso Schlafstörungen, eine trockene Scheide, Stimmungsschwankungen sowie Konzentrationsstörungen. Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Beschwerden, es ist jedoch nicht immer klar, ob diese der Menopause oder einer anderen Ursache zuzuschreiben sind.

Gewichtszunahme in der Menopause

Ein Symptom, das die Wechseljahre oft begleitet, ist die Gewichtszunahme bei den betroffenen Frauen, wobei die Menopause hier nicht unbedingt ursächlich ist. Dies gilt ebenso für ein steigendes Osteoporose-Risiko oder die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alle drei Risiken sind wahrscheinlich schlicht altersbedingt und können durch eine entsprechende Nahrungsumstellung verringert werden.

Obwohl Männern mitunter auch Wechseljahre zugesprochen werden, handelt es sich bei ihnen meist um psychosomatische, überwiegend altersbedingte Symptome, meist verbunden mit einem eher ungesunden Lebenswandel, auch Midlife-Crisis genannt. Dennoch kann es bei Männern im Lauf des Lebens zu hormonellen Veränderungen kommen, bei denen eine ärztliche Therapie Sinn machen kann.