Es gibt immer wieder Situationen, in denen die Gefühle hochkochen. Während Erwachsene oftmals Wege und Lösungen finden, um mit Emotionen wie Trauer oder Wut umzugehen, fällt es Kindern deutlich schwieriger, sich zu äußern oder die Stimmung zu benennen. In vielen Fällen können sie sogar ihre Gefühle schlichtweg nicht einordnen. Das führt dazu, dass sie anders handeln oder reagieren als Erwachsene. Dabei ist es nicht schwer, Kinder, die sich im Gefühlschaos befinden, zu unterstützen.
Was passiert, wenn Kinder ihre Emotionen nicht einordnen können?
Einige Kinder sind ständig überdreht. Sie freuen sich auf den Besuch im Kindergarten oder bei einem Freund. Vielleicht hat dieser Geburtstag. Sie suchen schon lange Zeit vor dem besonderen Tag ein Geschenk aus und möchten eine Geburtstagskarte malen oder schreiben. Eltern helfen ihrem Nachwuchs, mit der Freude umzugehen, indem sie helfen, Geburtstagswünsche für Kinder zu formulieren und Geschenke einzupacken. Doch nicht immer ist das Leben voller Freude und Spaß. Es gibt auch Situationen, in denen Wut, Trauer, Ärger oder Einsamkeit aufkommen können. Diese ganzen Gefühle können viele Kinder kaum verstehen oder benennen.
Dabei ist es wichtig, dass Kinder mit ihren Eltern sprechen, damit sie ihre Gefühle einordnen können. Diese Aussprache ist bedeutsam, um die emotionale Intelligenz zu unterstützen. Das ist viel besser, als die Emotionen zu unterdrücken, weil Eltern mitteilen, dass diese Gefühle nicht okay sind. Unterdrückte Gefühle wie Wut oder Trauer können auf Dauer krank machen und das Selbstwertgefühl belasten. Das kann wiederum zu Ängsten, Depressionen oder Stress bei Kindern führen. Neben der psychischen Gesundheit leiden das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, dauerhaft glücklich sein zu können.
Deshalb ist es notwendig, dass Eltern ihren Kindern schon früh beibringen, ihre Gefühle wahrzunehmen und zu erklären. Ist es dem Nachwuchs möglich, Freude, Ängste oder Wut genau zu erkennen und zu erklären, hilft das, eine gesunde Einstellung zum Leben zu erhalten. Sie wissen, was ihre Gefühle bedeuten und dass ihre Einstellung vollkommen in Ordnung ist. Kinder, die ihre Emotionen erkennen können, sind ebenso in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die sie im Kindergarten, in der Schule und später im Berufsleben erfolgreich weiterbringen. Damit das eigene Kind seine Emotionen erkennen, bewältigen und benennen kann, sind Eltern gefragt. Sie sprechen mit ihrem Nachwuchs, wenn sie feststellen, dass ihr Kind Schwierigkeiten in verschiedenen Situationen hat.
Wie kann ich meinem Kind beim Bewältigen verschiedener Emotionen helfen?
Es ist wichtig, dass Eltern im Alltag ein gutes Vorbild sind. Kinder ahmen ihre Eltern nach. Sie beobachten und erkennen sehr gut, was Mütter und Väter tun. Deshalb ist es hilfreich, dass Eltern ihre Gefühle in den ersten Jahren kindgerecht erklären. Bei Freude ist Lachen ein unschlagbarer Garant, um zu signalisieren, dass jemand glücklich ist. Bei Enttäuschungen oder Verlusten dürfen auch Tränen fließen. Schwieriger ist es bei Wut. Eltern können ihrem Nachwuchs jedoch zeigen, wie bedeutsam es ist, sich wieder zu beruhigen und Lösungen zu finden.
Dazu ist es empfehlenswert, die eigenen Gefühle wahrzunehmen. Dabei dürfen Eltern auch gern erklären, warum sie in einer Situation Nein gesagt haben. Gerade in jungen Jahren sollten die Erklärungen jedoch einfach gehalten sein. „Ich verstehe, dass du traurig/enttäuscht/wütend bist. Mir ist aber wichtig, dass du verstehst, dass…“ sind gute Ansätze, um das Gespräch mit dem Kind zu beginnen. Dabei dürfen nicht nur leichte, sondern auch schwierige Gefühle wie Furcht oder Ekel benannt werden. Das hilft dem Kind stückweise, seine Gefühle zu spiegeln und mit verschiedenen Situationen gut umzugehen.
