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Autoren
Betina Graf Über Viabilia
Nähmaschine (Nadel), Fingerhut, Garnrolle, Schere

Der neue Trend: Kleidung selbst nähen

In Zeiten der Fast Fashion (die, das wird immer mehr bekannt, extrem schädlich für die Natur ist) kristallisiert sich immer mehr ein Gegen-Trend heraus. Inspiriert von Vintage-YouTuberinnen wie Rachel Maksy, Karolina Żebrowska, Bernadette Banner und Morgan Donner beginnen zunehmend mehr Menschen damit, sich ihre eigene Kleidung zu schneidern und sich so von den großen Textil-Konzernen unabhängig zu machen. Neben ein wenig Stoff und einer Nähmaschine (bewährt hat sich zum Beispiel eine Brother Nähmaschine) braucht es dazu nur ein bisschen Übung und kreative Inspiration. Der resultierende Look ist garantiert einzigartig und jedes selbst geschneiderte Kleidungsstück ein absolutes Unikat.

Kleidung früher und heute

Während Kleidung früher oft eines der wertvollsten Besitztümer war und so lange getragen und weitergereicht wurde, bis sie dem Träger oder der Trägerin buchstäblich in Fetzen vom Leib hing (wie Karolina Żebrowska in diesem Video humorvoll aufarbeitet), haben Industrialisierung und Globalisierung zunehmend dafür gesorgt, dass Kleidung flächendeckend und in allen Einkommensklassen als Konsumgut verfügbar wurde.

Fast Fashion ist der ultimative Ausdruck dieser Entwicklung: Kleidung ist zum Verbrauchsgut geworden, das gedankenlos gekauft und wieder entsorgt wird. Nur langsam dringt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vor, welche Schäden an Mensch und Umwelt durch diese extreme Konsumkultur entstehen.

Alles maßgeschneidert

Doch es gibt auch andere Gründe, weswegen es sich lohnt, seine Kleidung selbst zu schneidern. Wir alle kennen wohl den Kampf, im rigiden und gleichzeitig willkürlichen System der Konfektionsgrößen etwas zu finden, das uns tatsächlich passt. Kleidung selbst zu schneidern erlaubt es hingegen, persönliche Maßanfertigungen zu tragen, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu müssen. Und auch beim Stil kann man sich nach Herzenslust am eigenen Geschmack und den eigenen Vorstellungen orientieren – vorbei ist die Zeit der Kompromisse bei der Wahl der Garderobe. Auch, wenn es vor allem der Vintage-Stil ist, der das Nähen wieder trendy gemacht hat, so sind die handwerklichen Grundlagen doch für alle Kleidungsstile gleich.

Mehr Qualität bei der Kleidung

Ein weiterer toller Nebeneffekt von Nähen als Hobby ist, dass sich die durchschnittliche Lebensdauer von Kleidungsstücken extrem erhöht. Reparaturen und Änderungen können ganz bequem selbst durchgeführt werden, und das oft in einer Qualität, die sonst nur der Profi bieten kann. Oft ist das allerdings gar nicht nötig, denn Fast Fashion ist bekannt dafür, zwecks günstiger Produktionskosten an Material und Verarbeitung zu sparen. In anderen Worten: selbst geschneiderte Kleidung ist generell einfach wesentlich hochwertiger.

Nähen lernen

Wer mit dem Nähen beginnen will, sollte sich zunächst an einfachen Schnittmustern und mit günstigen Stoffen oder gar Stoffresten austoben. So lassen sich schnell erste Erfolgserlebnisse schaffen, und wenn doch einmal etwas nicht gelingt, ist es zumindest kein großer Verlust. Im Internet gibt es massenweise Tutorials, Anleitungen und Inspirationen für angehende, fortgeschrittene und geübte Näher:innen. Neben YouTube kann man sich auch auf Facebook, Reddit, Pinterest und vielen anderen Plattformen nach Gleichgesinnten umsehen und die eigenen Kreationen stolz präsentieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!