Ostergeschichte für Kinder: Der Lastwagen im Osterkorb

Ostergeschichte: Der Lastwagen im Osterkorb

von Betina Graf

Ostergeschichte für Kinder: Der Lastwagen im Osterkorb

Was passiert, wenn ein Junge ausgerechnet sein Lieblingsspielzeug mit segnen lassen will? Diese kurze Ostergeschichte erzählt von Maksim, der seinen Lastwagen in den Osterkorb schmuggeln möchte – und dafür erst diskutieren, dann eine clevere Idee finden muss. Denn ein ornamentiertes Ei auf der Ladefläche macht die Sache plötzlich richtig spannend.

⬇️ Direkt zur Ostergeschichte

Unten auf der Seite gibt es die Ostergeschichte „Der Lastwagen im Osterkorb“ als PDF zum Download sowie Quizkarten zum Osterbrauch des Segnens von Körben mit Osterspeisen drin.


Steckbrief zur Ostergeschichte mit dem Osterbrauch in Belarus

Hier zunächst eine kurze Übersicht zur Geschichte „Der Lastwagen im Osterkorb“ – mit Altersgruppe, Themen und zentralen Botschaften:

KriteriumKlassifizierung
Gehört zuOstergeschichten, Kindergeschichten, kurze Geschichten, Geschichten für die Grundschule
AltersgruppeZum Vorlesen: ca. 5 bis 9 Jahre (Lesezeit 3 bis 4 Minuten)
Zum Selberlesen: ca. 7 – 10 Jahre (Grundschule )
OsterbrauchOstersegnung / Segnung des Osterkorbs
ThemenDankbarkeit, Mut (für etwas einstehen), Achtsamkeit/Sorgfalt, Familie & Zusammenhalt, kleine Konflikte lösen, Verantwortung übernehmen
BotschaftenDankbarkeit darf man zeigen – auch auf ungewöhnliche Weise.
Mit einer guten Idee und ruhigem Handeln lassen sich Probleme lösen.
Wer Verantwortung trägt und andere mitdenkt, merkt: Das macht einen stark.

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Kurze Ostergeschichte, die in Belarus spielt: Der Lastwagen im Osterkorb

Der Lastwagen im Osterkorb

Ostergeschichte für Kinder erzählt von Betina Graf

Der Korb stand schon auf dem Küchentisch, als Maksim die Nase daran hielt. Es roch nach frischem Osterbrot. Zwischen dem Tuch lagen Eier, Salz und Käse – alles bereit für die Ostersegnung.

„Und jetzt kommt noch etwas Wichtiges dazu“, sagte Maksim feierlich und holte seinen Lieblings-Lastwagen.

Mama drehte sich um. „Maksim … in den Osterkorb kommen Speisen.“

„Ich will nicht nur das Essen segnen lassen“, sagte Maksim ernst. „Ich will auch das segnen lassen, was mich jeden Tag glücklich macht.“

Oma wischte sich die Hände an der Schürze ab. „Dankbar sein ist gut“, sagte sie. „Der Korb wird gesegnet, damit wir danach gemeinsam davon essen und feiern können.“

„Dann darf ich ihn nicht mit segnen lassen?“ Maksims Stimme wurde leise.

Papa lächelte. „Was hast du denn vor, kleiner Fahrer?“

Maksim zog ein Büschel Ostergras hervor. „Ich baue hinten ein Nest. Und da kommt ein Ei rein. Das Ei fährt mit – und der Lastwagen auch.“

Mama verschränkte die Arme. „Und wenn das Ei rutscht und alles umkippt?“

„Rutscht nicht!“, sagte Maksim schnell. „Das Gras macht eine Mulde.“

„Zeig“, meinte Oma.

Maksim legte den Lastwagen vorsichtig an den Rand des Korbes, wo genug Platz war. Dann formte er aus dem Ostergras ein rundes Nest auf der Ladefläche. Zuletzt nahm er ein dunkel gefärbtes Ei mit feinen hellen Ornamenten – kleine Wellen und Sterne – und bettete es hinein.

Alle schauten. Das Ei lag ruhig. Kein Wackeln.

Papa nickte anerkennend. „Das ist … ziemlich klug.“

Mama atmete aus. „Eine Bedingung: Du hältst den Korb still, kein Hüpfen, kein Rennen – wie bei einem echten Transport. Schrittgeschwindigkeit!“

Maksim nickte sofort. „Versprochen!“

Draußen war es kalt, und vor der Kirche standen viele Menschen mit Körben. Maksim hielt seinen Korb mit beiden Händen, als wäre er aus Glas. Ein Junge sauste vorbei und rempelte fast an – Maksims Herz sprang. Doch das Grasnest hielt das Ei zuverlässig.

Auf der Treppe zur Kirchentür rutschte Maksim mit dem Schuh fast auf einem nassen Stein aus. Für einen Atemzug sah er das Ei schon rollen. Er fing sich wieder, presste den Korb an sich und wartete. Das Ei wackelte nur einmal – und lag wieder ruhig im Nest.

„Guter Fahrer“, flüsterte Oma.

Als die Segnung begann, spritzte der Priester Wasser über die Körbe, und winzige Tropfen glitzerten in der Luft. Maksim spürte einen auf seiner Wange und schaute auf seinen Lastwagen.

Er lächelte. Danke. Nicht nur für seinen Lastwagen – sondern dafür, dass sie ihn verstanden hatten. Und dafür, dass das Ei im Grasnest so friedlich lag.

Auf dem Heimweg ging Maksim trotzdem langsam, auch wenn er am liebsten losgerannt wäre. Und jedes Mal, wenn er auf die Ladefläche blickte, fühlte er sich ein bisschen größer – wie jemand, der etwas Wichtiges sicher nach Hause bringt.

Flagge von Belarus

Osterbrauch in Belarus

Bei der Ostersegnung bringen Familien einen Korb mit Osterspeisen in die Kirche. Die Körbe werden feierlich gesegnet – als Zeichen der Dankbarkeit und als Bitte um Segen für das Fest – und die Speisen werden später zuhause gemeinsam geteilt.
Typische Inhalte und ihre Bedeutungen: Eier stehen für neues Leben und die Auferstehung, Osterbrot/Kuchen für Freude und Gemeinschaft, Salz für Schutz und Beständigkeit; Butter/Käse/Quark können für Fülle und das Gute im Alltag stehen, Wurst/Schinken für Festlichkeit und das Ende der Fastenzeit.

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Ostergeschichte als PDF-Datei zum Ausdrucken:

Ostergeschichte „Der Lastwagen im Osterkorb“

Quizkarten zum Osterbrauch „Der Lastwagen im Osterkorb“

Kleiner Hinweis: Sammeln Sie die Quizkarten zu jeder Osterbrauch-Geschichte von Viabilia, dann entsteht nach und nach ein kleines Europa-Osterquiz, mit dem Kinder spielerisch entdecken können, wie unterschiedlich Ostern in den verschiedenen Ländern gefeiert wird. Demnächst bekommen alle Newsletter-Abonnent*innen eine kleine Zugabe zu diesen Quizkarten.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude mit den Ostergeschichten!


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Ostergeschichte: Der Lastwagen im Osterkorb
Ostergeschichte für Kinder: Der Lastwagen im Osterkorb
Ostergeschichte für Kinder: Der Lastwagen im Osterkorb

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