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Betina Graf Über Viabilia
Weihnachtsstrumpf selber machen

Weihnachtsstrumpf selber machen – so geht’s

Es ist mal wieder so weit: Alle Jahre wieder laufen in den Kaufhäusern Weihnachtslieder auf und ab, der Glanz von Lichterketten macht sich breit und die heimische Küche wird zur Weihnachtsbäckerei. Zeit, sich Gedanken über die Geschenke für unsere Liebsten zu machen. Wie wäre es dieses Jahr mit einer ganz besonderen Überraschung? Selbstgebastelte Weihnachtsstrümpfe zum Befüllen verleihen Ihrem Fest einen einzigartigen Touch.

In diesem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie innerhalb kürzester Zeit persönliche Weihnachtstrümpfe selbst basteln – und Ihren Kindern (und allen anderen Familienmitgliedern) damit eine tolle Weihnachtsüberraschung bereiten.

Das brauchen Sie:

  • Verschiedene Stoffe (je nach Geschmack gemustert)
  • Satinband
  • Nähmaschine und Garn
  • Papier oder Pappe (A3)
  • Stifte und Schere
  • Stecknadeln
  • Optional: Bedruckte Etiketten

Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Zeichnen Sie eine Vorlage für die Socken auf die Pappe. Vorlagen dazu finden Sie ganz einfach online. Sie können jedoch auch Freihand zeichnen.
  2. Legen Sie zwei Stücke Stoff aufeinander. Achten Sie dabei, dass sich die Innenseiten der Socke berühren (rechts auf rechts).
  3. Legen Sie nun die Papp-Schablone auf den Stoff und zeichnen Sie die Konturen nach. Für mehr Rutschfestigkeit befestigen Sie die Stecknadeln an beiden Stoffstücken und der Pappe.
  4. Als nächstes können Sie die Konturen absteppen und den Stoffüberschuss nahe der Naht abschneiden.
  5. Wenden Sie den Socken.
  6. Schlagen Sie die obere Kante zweimal nach innen und nähen Sie einen weiteren Steppstich.
  7. Nähen Sie das Satinband oben an die Socken.
  8. Und nun zum besten Part: Befüllen Sie den Socken mit Geschenken und hängen Sie ihn an die Treppe.

Unser Tipp: Personalisieren Sie Ihre selbst gebastelten Weihnachtsstrümpfe, indem Sie sie mit Etiketten zum Aufnähen versehen. Fügen Sie den Namen Ihrer Kinder hinzu oder bedrucken Sie Sticker mit Lieblingsmotiven der Familienmitglieder.

Woher kommt der Brauch?

Wir sehen es immer wieder in englischsprachigen Filmen: Am Abend vor Weihnachten hängen Familien ihre bunten Socken an den Kaminsims, um sie am nächsten Morgen prall gefüllt mit Süßigkeiten und Geschenken vorzufinden. Der Brauch kommt allerdings nicht ursprünglich aus den USA, sondern aus England. Die englischen Siedler haben ihn später mit ihn die amerikanischen Kolonien gebracht, wo er sich schnell etablierte. Mittlerweile ist die Tradition auch in anderen europäischen Ländern sehr beliebt.

Aber warum eigentlich Socken an den Kamin hängen? Dahinter steckt eine Geschichte über eine englische Familie. Die Eltern und ihre drei Töchter lebten in Wohlstand, bis die Mutter eines Tages verstarb. Das zwang den Vater, sich vermehrt um seine Töchter zu kümmern, weshalb er weniger Geld verdienen konnte. Langsam, aber sicher schrumpfte sein Vermögen, bis er mit den Kindern in Armut lebte. Als es Zeit war, die drei Mädchen zu verheiraten, hatte er kein Gold mehr, um die Mitgift für die Hochzeiten zu bezahlen. Darüber verzweifelte er sehr. Irgendwann erfuhr der Heilige Nikolaus von der Situation der Familie und beschloss, zu helfen. Er beobachtete, wie die drei Mädchen abends ihre Socken zum Trocknen am Kamin aufhängten. In der Nacht kletterte er aufs Dach und durch den Schornstein ins Haus, wo er die drei Socken mit Gold befüllte. Der Vater konnte seine Töchter also schließlich doch verheiraten.

Aus dem Heiligen Nikolaus wurde schließlich der Weihnachtsmann, der durch den Schornstein klettert, um Geschenke zu verteilen. Dennoch ist die Tradition des Weihnachtsstrumpfes bis heute sehr beliebt.