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Betina Graf Über Viabilia
leerer Hörsaal, Sitze wirken alt

Im Alter noch einmal an die Universität?

Egal, ob sie in jüngeren Jahren schon einmal studiert haben oder nicht: Für viele ist es ein Traum, im fortgeschrittenen Alter noch einmal an die Uni zu gehen und zu studieren, wofür man sich schon das ganze Leben lang interessiert hat. Vom rechtlichen Standpunkt aus steht dem nichts im Wege, solange eine Hochschulzugangsberechtigung vorliegt (die übrigens auch durch eine langjährige Berufserfahrung erworben werden kann, ein Abitur ist nicht unbedingt notwendig). In der Realität fällt es aber oft schwer, nach Jahrzehnten wieder in den Rhythmus einer Schule hineinzufinden. Zum Glück gibt es einige moderne Helfer, beispielsweise ein handliches Tablet mit Tastatur, und den ein oder anderen Trick.

Notizen machen

An der Universität sind Sie selbst dafür verantwortlich, sich relevante Informationen zu notieren und aus der Vorlesung oder dem Seminar mitzunehmen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie nicht nur zuhören, sondern auch Prüfungen bestehen wollen.

Klassisch erfolgt diese Notation mit Stift und Papier – doch das ist nicht unbedingt die beste Methode. Tatsächlich können viele Menschen schneller tippen als mit der Hand schreiben, insbesondere dann, wenn sie im Tippen geübt sind. Aus diesem Grund bringen viele Studierende einen Laptop mit. Es geht aber auch eine Nummer kleiner: ein Tablet mit Tastatur eignet sich ebenso gut zum Tippen, ist aber leichter zu transportieren. Auch die Diktiergerät-Funktion solcher Geräte kann äußerst nützlich werden.

Es lohnt sich, gut aufzupassen, was man überhaupt selbst aufschreiben muss. Bei Vorträgen von anderen Studierenden oder Gast-Dozent:innen gibt es häufig Handouts, die nochmal alles Wichtige zusammenfassen. Und online über Plattformen wie Moodle wird oft auch einiges an Material zur Verfügung gestellt, unter anderem Mitschnitte aus den Veranstaltungen oder die genutzten Powerpoint-Folien.

Anschluss suchen

Die soziale Komponente ist beim Studieren nicht außer Acht zu lassen. Alleine lernen kann man auch aus Büchern oder durch Dokumentationen. Was die Universität so besonders macht, ist die Möglichkeit zum Austausch mit anderen, zur Diskussion und zu direkten Rückfragen bei Dozent:innen und Professor:innen. Diese Optionen sollten Sie unbedingt nutzen!

Der Kontakt zu anderen Studierenden ist außerdem nicht unwichtig, um Informationen mitzubekommen, Räume zu finden und Gruppenarbeiten erfolgreich gemeinsam zu bewältigen. Sie müssen sich wegen des Altersunterschieds nicht scheuen. Viele junge Studierende finden es nämlich sogar richtig bewundernswert, wenn sich auch Ältere von ihren Interessen geleitet noch einmal an ein Studium trauen. Und mit Ihrer Lebenserfahrung können Sie noch einmal ganz andere Perspektiven in Diskussionen einbringen, die ansonsten fehlen würden.

Auch der Kontakt mit der Lehrperson ist wichtig. Zeigen Sie durch Aufmerksamkeit und gezielte Rückfragen, dass Sie sich für die Inhalte der Veranstaltung interessieren und dankbar für die Expertise des oder der Dozierenden sind. Oftmals beklagen diese nämlich das mangelnde Interesse (oder zumindest die eigene Wahrnehmung von mangelndem Interesse) an ihren Lehrveranstaltungen, und das schlägt natürlich auf die Motivation. Sie müssen sich nicht anbiedern oder einschleimen, um positiv aufzufallen – aufrichtiges und offen kommuniziertes Interesse ist absolut ausreichend. Und interessiert sind Sie ja, sonst wären Sie nicht an der Universität!