Inspirationen auf dem Lebensweg
Betina Graf Über Viabilia
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Nahansicht einer krass ausgeleuchteten Gitarre, auf der gerade gespielt wird

Tipps, wie Sie das Gitarrespielen schneller lernen können

Viele Kinder lernen bereits früh das Gitarrespielen, wenn sie das Glück hatten, eine Musikschule besuchen zu können. Nicht immer klappt das, viele geben auf oder haben schlichtweg nie Gefallen daran gefunden. Wenn man jedoch später als Erwachsener das Spielen erstmalig oder erneut lernen möchte, sind viele gehemmt, diesen Weg nochmals zu gehen.

Wenn zu den Hemmungen noch Selbstzweifel hinzukommen und Sie sich fragen, ob das späte Lernen überhaupt noch einen Sinn hat, gibt es einige Tipps, die Sie beachten sollten. Wichtig ist vor allen Dingen, dass Sie die Selbstzweifel aufgeben, denn Ihre Bedenken sind völlig unbegründet. Unabhängig von Ihrem Alter können Sie jederzeit ein Instrument lernen, Sie müssen sich lediglich überwinden. Um anfängliche Hürden bestmöglich hinter sich zu lassen, haben wir im Folgenden fünf Tipps für Sie zusammengefasst, die Ihnen den Einstieg erleichtern können.

1. Konkretisieren Sie Ihre Ziele

Ein reiferes Alter kann beim Lernen eines Instruments sogar ein Vorteil sein. Schließlich haben sich in den vergangenen Jahren bestimmte Ideale herauskristallisiert und vielleicht haben Sie bereits sehr genaue Vorstellungen vom Klang des Instruments und dem, was Sie erreichen wollen. So ist ein viel zielgerichteteres Lernen möglich, als es bei Kindern der Fall ist. Dadurch kann sich der Lernprozess sogar beschleunigen lassen.
Es hilft, sich so früh wie möglich über die eigenen Erwartungen und Ziele klar zu werden. Definieren Sie für sich so genau wie möglich, wohin die Reise gehen soll. Dann können Sie den Lernprozess auf dieses Ziel hin optimieren. Der Lernvorgang selbst wird ein anderer sein, je nachdem, ob Sie die Gitarre abends am Lagerfeuer spielen oder beispielsweise eine eigene Band gründen wollen. Vielleicht möchten Sie auch Singer-Songwriter werden. Unabhängig davon, was Sie erreichen möchten, können Sie verschiedene Teilbereiche aussparen oder bestimmte Übungsschritte intensivieren.
Wichtig ist natürlich auch, dass Sie sich frühzeitig mit dem für Sie besten Instrument zum Üben befassen. Wie viel möchten Sie ausgeben? Ziehen Sie eine Akustikgitarre oder eine E-Gitarre vor und welche Gitarren sind für Einsteiger überhaupt empfehlenswert? Testberichte, Kaufberatungen und mehr Informationen zu Gitarren für Einsteiger:innen finden Sie beispielsweise auf zweigitarren.de.

2. Motivieren Sie sich so gut wie möglich

Als Kind ist im Idealfall das Training intrinsisch motiviert – das heißt: von innen heraus. Das Lernen fällt in diesem Fall besonders leicht, weil das Spielen Spaß macht und die Fortschritte schnell kommen, insbesondere am Anfang. Jedoch spielen extrinsische Faktoren beim Lernen eine große Rolle. Häufig ist dies der Druck von Eltern oder der Lehrkräfte. Erwachsene hingegen müssen primär selbst für die eigene Motivation sorgen.

Das Aufrechterhalten der Motivation ist wichtig, um die nötige Energie zum Lernen aufrechterhalten zu können. Es wird immer wieder zu Situationen kommen, in denen die Motivation sinkt und es schwer ist, sie aufrechterhalten zu können. Es kann helfen, sich kleine Ziele zu setzen, hin und wieder zu Anlässen etwas vorzutragen oder im Familienkreis zu spielen. Arbeiten Sie auf einen bestimmten Termin hin. Dies sorgt für zusätzlichen Druck und kann sehr motivierend wirken.

3. Wählen Sie einen guten Lehrer oder eine gute Lehrerin

Wenn Sie zuvor noch nie Unterricht hatten oder ein Instrument gelernt haben, sollten Sie auf jeden Fall einen guten Lehrer bzw. eine gute Lehrerin wählen, der oder die auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Ihr Lerntempo eingehen kann. Musikschulen konzentrieren sich keineswegs überwiegend auf Kinder. Es gibt viele Lehrer:innen, die sich primär auf Unterricht für Erwachsene spezialisiert haben. Viele Lehrer:innen empfinden es zudem als sehr erfrischend, neben Kindern auch Erwachsenen Unterricht zu geben.

4. Zeitmanagement ist beim Lernen sehr wichtig

Es ist für viele nicht so leicht, das Zeitmanagement zu optimieren. Insbesondere, wenn Sie voll berufstätig sind oder viele andere Aufgaben im Leben haben, wie beispielsweise Kinder oder andere Verpflichtungen, kann es sehr schwer sein, Zeit für das Lernen und die regelmäßigen Übungen zu finden.

Unsere Empfehlung lautet, sich an fünf Tagen in der Woche etwa 20 bis 30 Minuten Zeit für Übungen zu nehmen. Übertreiben Sie es nicht und lernen Sie am besten, wenn Sie nicht allzu viele andere Dinge im Kopf haben. Morgens ist für viele ein guter Zeitpunkt.

5. Machen Sie den Kopf frei

Sie müssen sich zum Lernen öffnen. Das bedeutet, dass Sie viel effektiver lernen können, wenn der Kopf frei ist und Sie nicht zu viele andere Dinge im Kopf haben. Insbesondere wenn der Lehrer oder die Lehrerin jünger ist als Sie selbst, kann dies für viele ein Hindernis sein, Ratschläge anzunehmen.
Es ist nicht gut, wenn Sie ständig alle Ratschläge und Dinge hinterfragen und versuchen, Ihren eigenen Lernzugang zu finden. Nehmen Sie Ratschläge an, lassen Sie sich auf den Lehrer oder die Lehrerin ein und versuchen Sie zu akzeptieren, dass Lehrende häufig besser wissen, was bei Ihrem Lernfortschritt das Beste für Sie ist.