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Zapfanlage

Fürs kühle Blonde und die perfekte Schaumkrone - das Wichtigste über Zapfanlagen

Ein herrlicher Gedanke: Man sitzt mit Freund:innen und Familie zum Grillen draußen im Garten auf der Terrasse und kann mit einem kühlen Blonden die Kehle besänftigen. Sicherlich leicht vorstellbar und auch durchführbar mit einem Bier vom Fass oder aus dem Sixpack. Doch nichts ist vergleichbar mit einem köstlichen und frischen Bier direkt aus der eigenen Zapfanlage selbst gezapft.

Wer gerne und oft feiert, zu den genüsslichen Biertrinkern zählt und sich gern Gäste einlädt, einen Hobbykeller oder Partyraum hat oder draußen im Garten einlädt, der kommt um eine Zapfanlage fast nicht herum. Ob im privaten Bereich oder auch gewerblich: Die Zapfanlage kann für manchen Biertrinker ein Muss für das ein oder andere frisch gezapfte und kühle Bierchen sein.

Wie funktioniert die Zapfanlage eigentlich?

Die Bierzapfanlagen gibt es heutzutage in allen gängigen Größen und Ausführungen. Die Anwendung der Anlagen ist letztlich einfach und fast überall gleich. Die Funktionsweise der Hähne ist fast überall dieselbe. Das Bier, welches möglichst vorgekühlt in einem Fass lagern sollte, wird dann über die Zapfanlage mit einem bestimmten Druck in die jeweilige Bierleitung nach oben transportiert. Dafür wird der Zapfkopf mit dem Bierfass verbunden. Je nach Zapfdruck ergibt sich eine andere Temperatur.

Bier zu zapfen ist eine wahre Kunst und wer eine Zapfanlage kaufen möchte, sollte auf einige Eckdaten achten, damit auch die richtige ins Haus kommt. Es gibt zwei Arten von Zapfhähnen: Da wäre der normale Hahn und zum anderen der Kompensationshahn. Beide unterscheiden sich im Düsensystem des Kompensationshahns.

Je nach Zapfdruck ergibt sich eine andere Temperatur. Das sollte man unbedingt beim Bierzapfen berücksichtigen. Der Kompensationshahn muss mit einem Druck von rund 1,8 bar laufen. Pro Meter Höhe, also der Abstand vom Fassboden bis zum Hahn, werden etwa 0,1 bar benötigt. Auch die Leitungswege, die Dichte und die Länge spielen eine große Rolle dabei. Ein Beispiel: Bei einer 7 mm Leitung wird 0,1 bar pro 2 Meter Leitungslänge gerechnet. Bei 10 mm Leitungen 0,1 bar pro 6 Meter Leitungslänge. Das würde heißen, dass das Bier eine Temperatur von 8 bis 15 Grad besitzen muss. Also sollte der Kühlvorgang nicht zu kalt eingestellt sein, denn erfahrene Bierbrauer sprechen hier von einer perfekten Trinktemperatur fürs frische Bier bei fünf bis acht Grad.

Der Hahn macht`s

Die Funktionsweise des Kompensatorhahns wird mit am häufigsten genutzt. Bei diesem Zapfhahn wird allerdings die Physik etwas außer Kraft gesetzt, denn das Bier wird durch einen sehr engen Ringspalt geführt. Dieser erweitert sich beim Ausschenken; dadurch wird gewährleistet, dass sich das Bier langsam entspannt und nicht an Kohlensäure verliert, die die Frische und auch den Geschmack des Bieres gewährleistet.

Wichtig dabei ist, dass ein kontinuierlicher Druck von mindestens 1,8 bar in der Zapfanlage selbst vorliegt. Mit dem Kompensationshahn kann man wunderbar alle Biere der Welt schlussendlich zapfen. Wenn das Ganze rundum perfekt ist, dann kann mit dem Genießen der kommenden Biere losgelegt werden.