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Weihnachtsgedicht: Zu einem Geschenk - Ich wollte dir ...
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Weihnachtsgedicht: Zu einem Geschenk - Ich wollte dir ...

Zu einem Geschenk

Ich wollte dir was dedizieren,
nein schenken; was nicht zu viel kostet.
Aber was aus Blech ist, rostet,
und die Messinggegenstände oxydieren.
Und was kosten soll es eben doch.
Denn aus Mühe mach’ ich extra noch
was hinzu, auch kleine Witze.
Wär’ bei dem, was ich besitze,
etwas Altertümliches dabei –
doch was nützt dir eine Lanzenspitze!
An dem Bierkrug sind die beiden
Löwenköpfe schon entzwei.
Und den Buddha mag ich selber leiden.
Und du sammelst keine Schmetterlinge,
die mein Freund aus China mitgebracht.
Nein – das Sofa und so große Dinge
kommen überhaupt nicht in Betracht.
Außerdem gehören sie nicht mir.
Ach, ich hab’ die ganze letzte Nacht
rumgegrübelt, was ich dir
geben könnte. Schlief deshalb nur eine,
allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
und zum Schluß hab’ ich doch nur dies kleine,
lumpige beschißne Ding gefunden.
Aber gern hab’ ich für dich gewacht.
Was ich nicht vermochte, tu du’s:
Drücke du nun ein Auge zu.
Und bedenke, dass ich dir
fünf Stunden Wache schenke.
Lass mich auch in Zukunft nicht in Ruh.

Joachim Ringelnatz

(geb. 7.8.1883 in Wurzen – 17.11.1934), deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler

Bild: @ PublicDomainPictures, pixabay.de
Spruch-ID 2157 (Weihnachten: Weihnachtsgedichte fürs Gemüt) gehört zu Gedichte - klassisch, humorvoll
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Besinnliches Weihnachtsfest

Gedanken

Wie wäre es in dieser Zeit:
ein Weihnachtsfest mit BeSINNlichkeit?
Kein: Hasten und Durch-die-Geschäfte-Rennen;
sondern: dasitzen und schauen,
wie die Adventskerzen brennen.
Kein: Denken “Ist das Haus auch schön und rein?”;
sondern: eine Geschichte vorlesen
für Groß oder Klein.
Kein: “Was schenk ich denn
meinen Angehörigen nur?”;
sondern: füreinander da sein und
von Neid keine Spur.
Kein: “Welches Menü koch ich und
hab ich auch an alles gedacht?”;
sondern: zum Essen hat jeder
irgendetwas mitgebracht.
Kein: “Och, da muss ich aber auch noch hin!”;
sondern: in Liebe miteinander … denn dann
macht Weihnachten SINN.
Kein: “Besinnung? …
Nee, das machen wir mal später!”;
sondern: jetzt … mit dem Herzen …
denn diese Gedanken …
hat sie nicht fast jeder?
Wie wäre es … in dieser Zeit,
wie fühlt es sich an …
dieses Weihnachten …
mit BeSINNlichkeit?

Astrid Broßler

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Zu den bevorstehenden Weihnachtstagen dürfen wir uns klar machen, dass Weihnachten nicht unbedingt Stress bedeuten braucht. Dieses Weihnachtsgedicht “Gedanken” zeigt Wege auf, wie wir Weihnachten besinnlich gestalten können. Geben wir Weihnachten den Sinn, den wir ihm schenken wollen – etwas unabhängiger von den Erwartungen anderer vielleicht.

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Stilvolle Verpackung für Geschenke

Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk
du selber bist.

Joachim Ringelnatz
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Weihnachten,
wie es immer war,
so wird es nicht in diesem Jahr.

Gegangen ist ein Mutterherz und
hinterlässt einen großen Schmerz.

So vieles ist anders,
ich kann es kaum fassen;
auch wenn es gut für sie war,
ist es schwer … loszulassen.

Die Lücke ist groß,
die sie hinterlässt,
es wird in diesem Jahr anders,
unser Weihnachtsfest.

Ihre Nähe mir fehlt,
ihr Zuspruch, ihre Umarmung,
die Wärme ihrer Worte
in schwierigen Lagen.

Ihr herzhaftes Lachen,
ihr Tritt in den Hintern,
auch ihr positives Denken
konnten so manchen Schmerz lindern.

Ihre Kraft, ihr Mut,
ihr Augen-Blick,
ihre stummen Worte,
ihr Händedruck.

Ihr wärmender Duft an vielen Tagen
und besonders ihre Liebe,
war sie auch manchmal vergraben.

Das alles fehlt mir und … noch viel mehr.
Dieses Weihnachten wird in meinem Herzen schwer.
Doch ich vertraue auf Gott und glaube daran:
Er wird uns ALLEN dabei helfen,
und nicht nur dann.

Astrid Broßler

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Josef und Maria unterwegs

Weihnachtsgedanke

Und wieder ist sie da, die Weihnachtszeit,
doch bist du wirklich für sie bereit?
Oder rennst du rum voll Hast und Sorge
mit düsterem Blick auf den nächsten Morg’n?

Sieh da, es kommt zu dir aus der Ferne,
eine Botschaft, hör zu und lausche gerne,
den Worten und Taten, die er vollbracht
in seinem Leben – es begann in der Heiligen Nacht.

Es schenkt dir Liebe und Frieden,
das Licht von Kerzen,
lass dich ein darauf und
du spürst den Zauber im Herzen,
der so viel verändern kann,
wenn dein Herz ist bereit –
nicht nur zu Weihnachten,
sondern zu jeder Zeit.

Astrid Broßler

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Christrose die in der Weihnachtszeit blüht

Christrose

Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.
Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
das tut der Rose nicht weh.

Es grünt die Hoffnung zur Weihnachtszeit,
drinnen im Herzen still:
dass immer und ewig so schön wie heut’
Frieden werden will.

Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
Blume der Heiligen Nacht!
Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
hast mir die Hoffnung gebracht.

Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
mir tut das Herz nicht mehr weh,
es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.

Unbekannt

Weshalb nicht einmal ein unbekannteres, klassisches Weihnachtsgedicht als Geschenkanhänger ausdrucken? Vielleicht zusammen mit einem kleinen Blumenstrauß als Mitbringsel zu Weihnachten …

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Weihnachten mit Weihnachtsbaum

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da steh’n sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht trauen,
es muss doch was im Werke sein!

Gustav Falke

In diesem Weihnachtsgedicht geht es um die Christbäume … ob sich Weihnachtsbäume wirklich freuen würden?

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Des fremden Kindes heiliger Christ

Es läuft ein fremdes Kind
am Abend vor Weihnachten
durch eine Stadt geschwind,
die Lichter zu betrachten,
die angezündet sind.

Es steht vor jedem Haus
und sieht die hellen Räume,
die drinnen schau’n heraus,
die lampenvollen Bäume;
weh wird’s ihm überaus.

Das Kindlein weint und spricht:
“Ein jedes Kind hat heute
ein Bäumchen und ein Licht,
und hat dran seine …

Friedrich Rückert
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