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Die heiligen drei Könige Die heiligen drei Könige ...
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Die heiligen drei Könige

Die heiligen drei Könige stehn vorm Haus,
Maria guckt zum Fenster heraus.

“Ihr heiligen drei Könige, kommt nur herein,
es wird schon für euch noch ein Plätzel sein.”

Sie gingen gebückt in den kleinen Stall
und fielen auf ihre Knie all.

“Wir sind drei Könige, kommen weit her,
du aber, o Christkind, bist viel mehr.

Hast gar keine Krone, hast gar keine Zier,
hast aber ein königlich Herz in dir.

Das wirft den allerhellsten Schein
und wird die Krone der Menschheit sein.”

Die Könige gingen. Maria sann
und sah aus Tränen ihr Kindel an.

Otto Julius Bierbaum

auch: Martin Möbius oder Simplicissimus (geb. 28.6.1865 in Zielona Gora, Polen – 1.2.1910 in Radebeul), deutscher Journalist, Redakteur und Schriftsteller

Spruch-ID 4312 (Weihnachtsgedichte über die heiligen drei Könige) gehört zu Gedichte - religiös
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Stern von Bethlehem mit den drei Weisen

Der Stern

Hätt’ einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch
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Der Stern von Bethlehem

Es stand ein Stern ob einem Dach,
dem reisten Weise und Könige nach;
und war kein Schloß und kein Palast
dem seligen Sterne Lust und Rast:
war nur ein Hüttlein und ein Stall.
Und ging doch von ihm aus ein Schwall
von Licht und allerhellstem Schein.
Denn in ihm lag ein Kindlein klein,
des Herz war aller Liebe Samen,
darum die Weisen und Könige kamen.
Die Weisen und Könige boten dar,
was ihre Weisheit und Reichtum war;

Die Weisen und Könige knieten hin
und fühlten des Lebens geheiligten Sinn;
die Weisen und Könige hatten das Glück
gesehn und gewonnen und reisten zurück.
Das ist vor grauer Zeit geschehn.
Kein Stern blieb seither stille stehn,
und Weise und Könige sind zumeist
anderen Sternen nachgereist.
Doch immer, wenn das rollende Jahr
zum Tag kommt, da es geschehen war,
dass zu Bethlehem der heilige Christ
der wirren Welt geboren ist,

entzünden wir kleiner Sterne Schein
und kehren in uns selber ein,
und fühlen, daß sehr weise gewesen
die Wanderer aus Morgenland,
die sich dem Sterne zugewandt,
von dem wir in den Büchern lesen.

Otto Julius Bierbaum
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Die heiligen drei Könige aus dem Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
“Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?”

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil’gen Drei Könige sangen.

Heinrich Heine
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Die heiligen drei Könige in der Nacht

Die heiligen drei Könige

Aus fernen Landen kommen wir gezogen;
nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,
doch wandern wir in unsern Silberhaaren.
Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen.

Nun steht er winkend still am Himmelsbogen:
den Fürsten Juda’s muss dies Haus bewahren.
Was hast du, kleines Bethlehem, erfahren?
Dir ist der Herr vor allen hochgewogen.

Holdselig Kind, lass auf den Knie’n dich grüßen!
Womit die Sonne unsre Heimat segnet,
das bringen wir, obschon geringe Gaben.

Gold, Weihrauch, Myrrhen, liegen dir zu Füßen;
die Weisheit ist uns sichtbarlich begegnet,
willst du uns nur mit einem Blicke laben.

August von Schlegel
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