Inspirationen auf dem Lebensweg
Wasserhärte

Wasserenthärtung: die Vorteile von weichem Wasser

Wasser ist eine, wenn nicht die wichtigste Ressource dieser Erde. Der Großteil unseres Körpers besteht aus Wasser, genau wie der Großteil der Erdoberfläche (zwei Drittel) mit Wasser bedeckt ist. Alle Lebewesen, Pflanzen, Tiere und Menschen sind auf Wasser angewiesen, um zu überleben. Sauberes Trinkwasser zu haben, ist in den entwickelten Ländern dieser Erde beinahe schon eine Selbstverständlichkeit, hier bei uns in Deutschland kommt Wasser in Trinkwasserqualität aus jedem Wasserhahn.

Wie bestimmt man den Härtegrad des Wassers?

Wir kommen im Alltag ständig mit Wasser in Verbindung. Sei es beim Waschen, Zähne Putzen, Kochen und selbstverständlich beim Trinken. Daher ist es besonders wichtig, dass das Wasser welches wir nutzen auch sauber und in geeigneter Qualität aus der Leitung kommt. Um zu überprüfen, welche Qualität das Wasser hat, welches bei einem aus der Leitung kommt, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. In der Regel kann man dies bei den zuständigen Wasserwerken erfragen, bei alten Leitungen allerdings kann es sein, das das tatsächliche Ergebnis von den Angaben der Wasserwerke abweicht. Daher empfiehlt sich die manuelle Überprüfung mittels entsprechender Teststreifen, die in jeder Apotheke erworben werden können. Das Wasch- und Reinigungsgesetz (WMRG) klassifiziert Wasser in Grad deutscher Härte (°dH) nach folgenden Abstufungen:

  • weiches Wasser: unter 8,4 °dH
  • mittelhartes Wasser: zwischen 8,4 und 14 °dH
  • hartes Wasser: über 14 °dH

Was ist enthärtetes Wasser?

Weiches bzw. enthärtetes Wasser verfügt zu einem geringen Anteil über Erdkalien. Zu diesen gehören unter anderem Calcium und Magnesium aber auch unbekanntere wie Strontium oder Barium. Zudem ist kaum bzw. kein Kalk in enthärtetem Wasser vorhanden. Wasser mit einem hohen Härtegrad ist nicht giftig, die Verwendung mitunter aber mit Nachteilen verbunden.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsamtes gibt es in Deutschland nur wenige Regionen, in denen weiches Wasser vorzufinden ist.

Wie funktioniert das Wasser-enthärten?

Moderne Wasserenthärter sind effizient, günstig und bieten eine Reihe von Vorteilen. Schäden, die durch Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Heizungsanlagen entstehen können werden vermieden und die entsprechenden Maschinen können länger effizient betrieben werden. Weiterhin wird auch der Reinigungsaufwand von Badezimmern reduziert, da sich keine Kalkablagerungen auf Fliesen und anderen hochglänzenden Materialien mehr bilden können.

Wasserenthärter sind unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel erhältlich. Unter Umständen spricht man also auch von Antikalkanlagen, Wasserentkalkungsanlagen, Entkalkungsanlagen oder Wasserenthärtungsanlagen. Je nach Haushaltsgröße kommen dabei unterschiedliche Varianten zum Einsatz. Je nach Art arbeiten diese Anlagen nach verschiedenen Funktionsweisen. Am weitesten verbreitet ist dabei das Ionenaustauscher-Prinzip, es gibt aber auch eine Reihe anderer Verfahren.

Wer sich dazu entscheidet eine solche Anlage zu nutzen, um sein Wasser zu enthärten, kann eine solche Anlage problemlos nachrüsten. Mit relativ wenig Aufwand ist es möglich, eine Enthärtungsanlage an das Hauswasser anzuschließen. Bei sehr guten Anlagen lässt sich der Härtegrad des Wassers nach Belieben einstellen. Somit hat man den Härtegrad des Wassers jederzeit unter voller Kontrolle.

Was sind die Vorteile von enthärtetem Wasser?

Wie wir bereits erfahren haben, kann durch enthärtetes Wasser die Lebensdauer von Haushaltsgeräten deutlich verlängert werden. Zudem wird beim Waschen mit enthärtetem Wasser weniger Waschmittel benötigt, was dabei hilft Ressourcen zu schonen und den Verbrauch von Waschmittel zu reduzieren. Auf den Einsatz von Weichspüler lässt sich bei enthärtetem Wasser komplett verzichten. Auch eine Heizungsanlage kann stark von einer Wasserenthärtungsanlage profitieren. Wenn sich Kalk in den Wasserrohren oder im Kessel absetzt, können sich die Heizkosten erhöhen, da die Anlage nicht mehr effizient arbeiten kann. Schon bei einer Ablagerungsschicht von 2 Millimetern können die Heizkosten um 20 % steigen.

Der entscheidende Vorteil von enthärtetem Wasser ist allerdings der Geschmack. Während vor allem Heißgetränke wie Tee oder Kaffee von kalkhaltigem Wasser stark geschmacklich beeinflusst werden, können sie bei Verwendung von weichem enthärtetem Wasser ihr volles Aroma entfalten. Besonders Feinschmeckern wird diese Tatsache schnell auffallen, sowohl Tee als auch Kaffee wird durch weiches Wasser milder, weniger säurehaltig und Geschmacks-intensiver.

Die Vorteile von enthärtetem Wasser im Überblick:

  • energieeffizienteres Heizen
  • längere Lebensdauer von Haushaltsgeräten die mit Wasser arbeiten
  • weniger Waschmittelverbrauch
  • besserer Geschmack, insbesondere bei der Zubereitung von Heißgetränken aber auch beim Kochen
  • weiches Haar und schöne Haut
  • Zimmerpflanzen wachsen besser, wenn sie mit weichem Wasser gegossen werden
  • Reduktion von Schwermetallen, Medizinrückständen und Pestiziden
  • das Wasser wird schon vor dem eigentlichen Verbrauch gefiltert

Kalkhaltiges Wasser kann sich in Rohrleitungen, auf glatten Oberflächen und in Haushaltsgeräten ablagern und diese beeinträchtigen. Zudem wirkt sich Kalk im Trinkwasser nachteilig auf den Geschmack aus. Weiches Wasser hingegen ist gut für die Gesundheit, Armaturen und Maschinen. Mit einer entsprechenden Enthärtungsanlage wird ein unkompliziertes enthärten des Wassers möglich. Je nach Haushaltsgröße und persönlichem Anspruch kommen dabei unterschiedliche Varianten in Frage.

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