Inspirationen auf dem Lebensweg
Unser Darm

Unser Darm: ein empfindlicher Spiegel unseres inneren Gleichgewichts

„Mens sana in corpore sano“ – zu deutsch „ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ – ist für viele zum geflügelten Wort geworden. Die meisten verstehen diesen Spruch des römischen Dichters Juvenal so, dass zur Heilung des Geistes die Heilung des Körpers notwendig ist. Ursprünglich meinte Juvenal mit seinem kompletten Ausspruch „orandum est ut sit mens sana in corpore sano“ („auf dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist sein möge“) allerdings, dass die Gesundheit von Körper und Geist leider eben nicht immer miteinander zusammenhängen.

Am sinnvollsten ist es wohl, Juvenals Spruch so zu interpretieren, dass ein gesunder Körper im Einklang mit sich selbst die Basis für einen gesunden Geist, sprich: für Wohlbefinden, ist. Das Organ in unserem Körper, an dem wir oft am schnellsten merken, dass unser Körper aus der Balance geraten ist, ist unser Darm. Zugleich ist unser Darm auch eines unserer größten, wichtigsten und empfindlichsten Organe, welches oft absolut maßgeblich für unser Wohlbefinden ist, aber die richtige Behandlung braucht, um unserem Leben eine solide, geregelte Basis zu bieten.

Darm-Balance: Augen auf auf dem Klo

Die meisten Leute reden nicht gerne über ihren Darm – und schon gar nicht über dessen Endprodukt. Dabei ist der Darm eines erwachsenen Menschen bis zu siebeneinhalb Meter lang, besitzt eine Oberfläche von ca. 32 m² und bestimmt mit seinem Rhythmus einen nicht unwesentlichen Teil unseres Tagesablaufs. Und: der Darm kann uns wichtige Rückmeldungen zu unserer Gesundheit geben, wenn wir nur aufmerksam genug sind.

Es macht also Sinn, unserem Darm zumindest ein wenig Aufmerksamkeit zu zollen. Dazu gehört auch und vor allem ein Beobachten des Stuhlganges: Wie oft müssen wir? Wie sieht der Stuhlgang aus (Farbe und Konsistenz)? Gibt es Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Schmerzen? Optimal ist ein regelmäßiger Stuhlgang* (wobei die Abstände zwischen den einzelnen „Sitzungen“ von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen betragen können) von weicher bis breiiger Konsistenz und mittelbrauner Farbe (nach dem Verzehr von färbenden Nahrungsmitteln wie Rote Beete oder Spinat sind auch Färbungen wie rot oder grün möglich; alarmierend ist schwarzer Stuhl, da dieser auf Blutungen im Verdauungstrakt hindeutet) und ohne blutige oder fettige Ablagerungen.

Darm-Balance: die richtige Pflege der Darmflora

Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht gerät, kann das verschiedene Gründe haben. Oft ist Stress verantwortlich, denn unser Darm reagiert sehr empfindlich auf unsere Emotionen. Auch eine falsche Ernährung oder eine unerkannte Lebensmittelunverträglichkeit können schuld sein. Wenn diese Gründe nicht zutreffen und eine Erkrankung des Darms ausgeschlossen werden kann, wurde vermutlich die Darmflora beschädigt.

Als Darmflora verstehen wir den komplizierten Mix aus nützlichen Bakterien, die unseren Darm bevölkern. Abhängig von Lebenswandel und Umfeld setzt sich die Darmflora bei jedem unterschiedlich zusammen. Insbesondere durch eine Antibiotika-Einnahme kann die Darmflora geschwächt oder gar geschädigt werden, was sich dann als Durchfall bemerkbar macht. Um neue Nutzbakterien anzusiedeln, empfiehlt sich eine entsprechende Kur aus der Apotheke. Sinnvoll ist es jedoch, zunächst sicherzustellen, dass tatsächlich eine geschädigte Darmflora Grund für die Probleme ist.

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