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Richtig mit Nachrichten umgehen können

Mit den modernen Kommunikationswegen, insbesondere dem Internet, ist die Übermittlung wichtiger Nachrichten utopisch schnell geworden. Das hat aber auch zu einer wahren Flut an Nachrichten geführt, die tagtäglich auf uns einprasseln. Es schier unmöglich geworden, über all diese Nachrichten informiert zu bleiben und jeder einzelnen die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – zumal ja nicht mal jede Nachricht stimmt (Stichwort: Fake News) …

Neue Nachrichtenpotale wie THE WHISTEBLOWER haben es sich auf die Fahne geschrieben, Sie mit aktuellen, wichtigen, und zumindest zum Teil eben auch mit nicht anderweitig verbreiteten Nachrichten zu versorgen. (Der englische Begriff whistleblower bezeichnet jemanden, der relevante, aber von öffentlichen Institutionen unter Verschluss gehaltene Informationen publik macht, oft unter Androhung strenger Strafen.) Trotzdem ist auch Ihre Medienkompetenz gefragt, wenn Sie wirklich verstehen wollen, was in der Welt passiert.

Das Hauptproblem: Nachrichten sind nie 100 % objektiv

Nachrichten können leider nie hundertprozentig neutral und objektiv sein. Schon allein durch die Auswahl der berichtenswerten Nachrichten entsteht eine Verzerrung des Bildes, das sich Ihnen als Konsument/in der Nachrichten bietet. Wortwahl, Struktur und Bebilderung der Meldung tun ihr Übriges dazu, den Sachverhalt in einem bestimmten Licht erscheinen zu lassen. Das ist keine schlechte Nachrichtenpraxis, sondern unvermeidbar – eine komplett neutrale Berichterstattung kann es schlicht nicht geben.

Viele Quellen ergeben eine möglichst wahrheitsgemäße Nachricht

Ein Grundsatz des aufgeklärten Umgangs mit Medien lautet: Verlassen Sie sich nie auf nur eine Nachrichtenquelle. Nur, indem Sie sich die Berichte verschiedener Quellen ansehen, kann für Sie ein vollständiges Bild der Geschehnisse entstehen. Wichtig: “Nachrichtenquelle” meint hier nicht die konkrete Nachrichtensendung oder die spezifische Zeitung, die Sie lesen, sondern deren Informationsquelle. Die meisten Zeitungen und News Shows beziehen ihre Nachrichten von der dpa oder einer ähnlichen Agentur. Nur wenige, wie beispielsweise die Tagesschau, können sich international eigene Korrespondent/innen leisten und somit ihre eigenen Nachrichten “machen”.

Bleiben Sie kritisch

Wenn Sie eine Nachrichtenmeldung lesen oder ansehen, sollten Sie dabei stets kritisch bleiben. Das bedeutet nicht, pauschal alles anzuzweifeln. Vielmehr heißt es, immer im Hinterkopf zu behalten, wer diese Meldung warum veröffentlicht hat – und sich zu überlegen, wie das die Meldung beeinflusst haben könnte. Auch die Rückverfolgung von Quellen und das Achten auf Ungereimtheiten gehören zum kritischen Umgang mit Nachrichten.

Unverzichtbar: der “Mut zur Lücke”

Es scheint paradox: Je mehr Nachrichten auf uns einprasseln, umso kritischer müssen wir sie betrachten, was wiederum eine Menge Zeit braucht und dafür sorgt, dass wir uns mit noch weniger Nachrichten auseinandersetzen können. Um trotzdem informiert zu bleiben, ist die Vorauswahl der Nachrichten wichtig, mit denen wir uns näher beschäftigen wollen. Diese Vorauswahl können Sie intuitiv treffen oder nach handfesten Kriterien; vielleicht richten Sie sich damit nach einem Nachrichtenportal, dem Sie vertrauen. Seien Sie nur nicht zu unflexibel, um wichtige Nachrichten außerhalb dieser “Bubble” ebenfalls mitzukriegen.

Bei manchen Nachrichten reicht es, die einfach nur zur Kenntnis zu nehmen. Wahrscheinlich wird das auch der Normalfall bei Ihnen sein und nur die für Sie interessantesten Nachrichten werden von Ihnen kritisch geprüft werden. Das ist normal, und wir wollen Ihnen Mut zur Lücke machen. (Anders geht es ja auch gar nicht, wenn der Tag nur 24 Stunden hat.) Allerdings sollten Sie dann auch – sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber – ehrlich zugeben, dass Ihre Beschäftigung mit der Nachricht nur eine oberflächliche war.

Spruch
des Tages