Inspirationen auf dem Lebensweg
Techniknutzung im Alter

Technischen Innovationen im Alter begegnen

Mit zunehmendem Alter war es schon immer sehr oft so, dass die geistige Flexibilität bzw. die Bereitschaft, sich auf neue technische Innovationen einzulassen, abnimmt. An und für sich ist das auch kein Problem, schließlich ist man ja sein ganzes Leben lang auch zurechtgekommen. Lange Zeit, bis ungefähr zur Industrialisierung, waren die Innovationszyklen relativ lang.

Heute, in Zeiten der Digitalisierung jedoch, kommen selbst Menschen mittleren Alters kaum noch hinter den technischen Neuerungen her. Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist es heute auch mehr oder weniger notwendig, moderne technische Geräte wie ein Smartphone zu nutzen, um bestimmte Dinge wahrzunehmen.

Besondere Situationen

Das Gefühl abgehängt zu sein

Viele ältere Menschen haben mehr oder weniger den Anschluss verpasst und fühlen sich abgehängt. Internet, Smartphone und Tablet sind für sie schlichtweg zu kompliziert. Sie besitzen zwar eine Menge Lebenserfahrung, doch auf die moderne Wirklichkeit lässt sich diese Erfahrung kaum übertragen. Das Gefühl den Anschluss verpasst zu haben, ist für viele nicht einfach zu akzeptieren, schließlich ist dies ein untrügliches Zeichen von Überforderung. Eigentlich müsste dies gar nicht zu Problemen führen, schließlich lebten die jungen Menschen in der Regel immer anders als es die ältere Generation tat. „Lasst mich doch in Ruh mit dem Zeug der jungen Leute…“ war ein berechtigter Spruch derer, die im Alter nicht mehr jeden „Quatsch“ mitmachen mussten.

Möglichkeiten bieten Vorteile

Heute stellt sich die Situation etwas anders dar. Nicht selten sind die technischen Möglichkeiten derart verlockend, dass Personen im höheren Alter sich prinzipiell für diese interessieren. Wenn Fotos der Enkelkinder beispielsweise in Sekundenschnelle per WhatsApp oder anderen Nachrichtendiensten versendet und empfangen werden können, eine Videokonferenz mit den in Übersee lebenden Kindern ein öfteres Sehen möglich macht oder das Internet die Arztsuche nach Meinung des Sohnes um einiges leichter gestalten könnte, möchten nicht wenige an diesen Möglichkeiten teilhaben.

Das Schwierige ist hier nicht unbedingt das Erklären, sondern vielmehr das Verstehen. Die Bedienung moderner Geräte wie Smartphone, Tablet und Co. per Finger und Gestensteuerung ist etwas völlig Neues. Zwar ist diese Steuerung sehr intuitiv, dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass bestimmte Zusammenhänge sofort einleuchten. Dies lässt sich auch bei Kleinkindern beobachten, die den Umgang mit dem Smartphone schon kennen oder gesehen haben, und dann versuchen, an Reklametafeln oder Aquarien das Bild zu vergrößern oder es „wegwischen“ wollen.

Helfen lassen oder selber helfen

Es gibt sicherlich Kurse, Schulungen oder auch Dienstleister die älteren Menschen den Umgang mit moderner Technik erläutern, wenn es die eigenen Freunde, Kinder oder Enkel nicht tun. Andererseits gibt es auch Informationsportale im Netz, auf denen man sich das Wissen selber aneignen kann. All diejenigen, die sich nicht zu schade sind, sich selbstständig über technische Zusammenhänge und Funktionsweisen von Computer, Technik oder Hardware zu informieren, können auf der Internetseite ghks.de nützliche Infos und Erklärungen finden.

Man kann davon ausgehen, dass der technische Fortschritt weiter an Geschwindigkeit zunehmen wird. Somit wird es für die kommenden Generationen möglicherweise immer schwieriger, sich mit neuen Entwicklungen zu arrangieren bzw. sich auf diese einzustellen. Möglicherweise stellt dieser Umstand einen wichtigen Ansatz dar, älteren Menschen zukünftig Möglichkeiten zu geben, sich ihren eigenen Fähigkeiten nach im Bereich Internet und Co. weiterzubilden, damit sie sich nicht abgehängt fühlen müssen.