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Betina Graf Über Viabilia
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ein Lebenslauf buchstäblich unter der Lupe

Das Anforderungsprofil in der Stellenausschreibung

Wer auf Jobsuche ist, blättert für gewöhnlich bei verschiedenen Quellen in den Stellenausschreibungen. Und damit man sich auf die richtige Position im richtigen Unternehmen bewirbt, braucht es möglichst exakte Stellenausschreibungen. Diese enthalten das sogenannte Anforderungsprofil. Das Anforderungsprofil gibt Aufschluss darüber, ob sich eine Kandidatin beziehungsweise ein Kandidat beim Unternehmen bewerben sollte oder nicht. Es verrät im Idealfall sehr genau, was von ihr oder ihm verlangt wird und welche Fähigkeiten die zukünftige Arbeitskraft mitbringen sollte.

Das Stelleninserat

Das Stelleninserat sollte im Idealfall so formuliert sein, dass der Arbeitgeber beziehungsweise die Arbeitgeberin exakt beschreibt, was er oder sie von einem oder einer neuen Angestellten erwartet. Dazu sollten das berufliche Umfeld und die Tätigkeit umfassend beschrieben werden. Im Idealfall verrät man auch, welcher Betrieb nach Verstärkung sucht. Das verschweigen manche Jobscouts nämlich immer wieder mal. Dabei ist es für eine:n Bewerber:in hilfreich, sich über den oder die Arbeitgeber:in informieren zu können. Denn die Branche und die angebotenen Produkte/Dienstleistungen sollten zum Bewerber beziehungsweise zur Bewerberin passen.

Je exakter ein:e Arbeitgeber:in an dieser Stelle auftritt, desto besser kann ein:e Kandidat:in einschätzen, ob er oder sie für die Stelle/den Betrieb die richtige Besetzung wäre. Das Anforderungsprofil ist darum das Kernstück der Stellenausschreibung.

“Do” und “Don’t” im Anforderungsprofil

Wenn der Betrieb nicht gerade Dutzende Stellen mit identischem Anforderungsprofil anbietet, sollte man es tunlichst unterlassen, eine alte Annonce zu kopieren. Besser ist es, für jede Stelle ein eigenes Anforderungsprofil zu erstellen, weil jede Stelle eigene Fähigkeiten, Qualifikationen und Kenntnisse erfordert. Wenn ein:e Interessent:in immer wieder die gleichen Anforderungen liest, wirkt das alles andere als attraktiv. Dazu kommt – und das ist für den Arbeitgeber beziehungsweise die Arbeitsgeberin wichtig – dass sich auf nicht exakte Anforderungsprofile natürlich Kandidat:innen bewerben, die nicht die Idealbesetzung sind. Das Auseinandersetzenmüssen mit ungeeigneten Kandidat:innen kostet die beauftragten Personalmitarbeitenden viel Zeit.

Ist mehr immer besser? Nein. Die Kernkompetenzen, die wirklich wichtig sind, müssen enthalten sein. Ist das Anforderungsprofil verwässert, bewerben sich garantiert Interessent:innen, die nur einen Teil der Anforderungen erfüllen. Oder manche, die eigentlich perfekt wären, bewerben sich nicht, weil sie glauben, dass sie nicht alles erfüllen können.

Am besten geht dem Inserat ein intensives Brainstorming voraus. Was ist für die Idealbesetzung wirklich notwendig? Was ergänzend hilfreich? Welche Informationen will man dem Kandidaten beziehungsweise der Kandidatin bereits vorab zur Verfügung stellen, damit er oder sie sich ein gutes Bild machen kann? Welche Persönlichkeitseigenschaften/Qualifikationen sollten Kandidat:innen mitbringen? Wird sich die Stelle in irgendeine Richtung weiterentwickeln? Wenn ja, so ist zu überlegen, schon im Inserat über etwaige Perspektiven zu informieren.