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Menschliche Worte können Trost spenden
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Menschliche Worte können Trost spenden

Menschliche Worte können Trost spenden,
die Trauer lindern, den Schmerz mildern,
Menschen Mut machen, ihnen Hoffnung geben
und sogar glücklich machen.

Horst Bulla

(geb. 1958), deutscher Freidenker, Dichter und Autor

Spruch-ID 3390 (Trost) gehört zu Sprüche - neutral, ermutigend
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Was die Ebbe nimmt,
bringt die Flut wieder.

Volksweisheit / Volksgut
Sonnenaufgang mit Blume als Zeichen für Trost

Es ist auf Erden keine Nacht,
die nicht noch ihren Schimmer hätte,
so groß ist keines Unglücks Macht,
ein Blümlein hängt an seiner Kette!

Ist nur das Herz vom rechten Schlage,
so baut es sich ein Sternenhaus
und schafft die Nacht zum hellen Tage,
wo sonst nur Asche, Schutt und Graus.

Gottfried Keller

Genau wie Pflanzen können Menschen den größten Widrigkeiten trotzen und trotzdem wachsen und leben. Es muss nur irgendwo einen Lichtschimmer geben – buchstäblich für die Pflanzen, metaphorisch als Hoffnung für die Menschen – und schon ist es machbar. Besonders in dunklen Zeiten (wie z. B. im Winter, wenn das schwindende Tageslicht vielen zu schaffen macht – oder auch ganz allgemein metaphorisch gesprochen) kann es helfen, sich zu vergegenwärtigen, dass auf kurz oder lang bessere Zeiten kommen werden, ja, dass wir als Menschen sogar ganz aktiv daran arbeiten können, dass sie kommen mögen. Hier sind wir den Pflanzen überlegen: Sie können nur abwarten, aber wir können wirklich etwas tun.

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Zum Trost

Zum Trost

Wenn alles eben käme,
wie du gewollt es hast,
und Gott dir gar nichts nähme
und gäb dir keine Last,
wie wär’s da um dein Sterben,
du Menschenkind bestellt?
Du müsstest fast verderben,
so lieb wär dir die Welt!

Nun fällt, eins nach dem andern,
manch süßes Band dir ab,
und heiter kannst du wandern
gen Himmel durch das Grab,
dein Zagen ist gebrochen,
und deine Seele hofft;
dies ward schon oft gesprochen,
doch spricht man’s nie zu oft.

Friedrich de la Motte Fouqué

Der Gedanke
an die Veränderlichkeit
aller irdischen Dinge
ist ein Quell unendlichen Leids
und ein Quell unendlichen Trostes.

Marie von Ebner-Eschenbach
Blüte

Du darfst missmutig nicht verzagen,
in Liebe nicht noch im Gesang,
wenn mal ein allzu kühnes Wagen,
ein Wurf im Wettspiel dir misslang.

Wes Fuß wär’ niemals fehlgesprungen?
Wer lief nicht irr’ auf seinem Lauf?
Blick’ hin auf das, was dir gelungen,
und richte so dich wieder auf.

Vorüber ziehn die trüben Wetter,
es lacht aufs neu der Sonne Glanz,
und ob verwehn die welken Blätter,
die Frischen schlingen sich zum Kranz.

Theodor Fontane

Klassische Gedichte tun sich schwer, gute Bewertungen zu erhalten. Doch diesem mut-machenden Gedicht gelingt das :)

Sei mir getrost,
nach trüben und
widerwärtigen Tagen
eilet des sanfteren Glücks
frohere Stunde herbei.

Sextus Aurelius Propertius

Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.
Gib mir den Namen, den du mir immer gegeben hast.
Sprich mit mir, wie du es immer getan hast.
Gebrauche nicht eine andere Lebensweise.
Sei nicht feierlich oder traurig.
Lache weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Ich bin nicht weit weg,
ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

Fritz Reuter

Nachdenken enthält
eine unendliche Quelle
von Trost und Beruhigung.

Novalis

Ein besonderer Engel

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass der Schmerz und das, was wir im gewöhnlichen Leben ein Übel nennen, eigentlich ein Engel für den Menschen ist, ja der heiligste Engel, indem er den Menschen ermahnt, ihn über sich selbst erhebt oder ihm die Schätze des Gemütes zeigt und darlegt, die sonst ewig in der Tiefe verborgen wären.

Adalbert Stifter

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all’ dich drücken mag,
auch das Schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein and’rer Tag.

Theodor Fontane

Komplett lautet das Gedicht:

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all dich drücken mag,
auch das Schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heitre Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
und es kommt ein andrer Tag.

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Es gibt keinen endgültigen Abschied,
denn etwas bleibt immer bei uns zurück.
Darin beginnt etwas Neues zu wachsen,
das uns Zeit unseres Lebens begleiten wird.

Gerd Neubauer
Vogel, der zwitschert

Selbst am dunklen Wintermorgen
kannst Du ein Vöglein
zwitschern hören.

Gerd Neubauer
Weites Meer mit untergehender Sonne

Auf die Reise

Um Mitternacht, auf pfadlos weitem Meer,
wann alle Lichter längst im Schiff erloschen,
wann auch am Himmel nirgends glänzt ein Stern,
dann glüht ein Lämpchen noch auf dem Verdeck,
ein Docht, vor Windesungestüm verwahrt,
und hält dem Steuermann die Nadel hell,
die ihm untrüglich seine Richtung weist.
Ja! Wenn wir’s hüten, führt durch jedes Dunkel
ein Licht uns, stille brennend in der Brust.

Ludwig Uhland

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer

Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Muss ich auch wandern
in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir.

Aus Psalm 23

Bibel