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Der Panther Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist ...
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Der Panther Im Jardin des Plantes, Paris Sein Blick ist ...

Der Panther

Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

(geb. 4.12.1875 Tschechien – 29.12.1926), bedeutender Lyriker deutscher Sprache

Spruch-ID 80 (Einsamkeit, Sehnsucht) gehört zu Gedichte - neutral
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Nur wer die Sehnsucht kennt,
weiß, was ich leide.

Johann Wolfgang von Goethe
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Hyakunin isshu: Nacht alleine

Wie lang die Zeit ist,
bis die Nacht, in der ich
immerfort traurig alleine liege,
hell wird – weißt du das?

Hyakunin isshu Nr. 53, Übersetzung der Viabilia-Redaktion

Mutter von Michitsuna

Übersetzung von der Viabilia-Redaktion

Nagekitsutsu
hitori nuru yo no
akuru ma wa
ika ni hisashiki
mono to ka wa shiru

Die Umschrift in lateinischen Buchstaben orientiert sich an modernen Aussprache-Standards.

Dieser Spruch stammt aus dem Hyakunin isshu, einer japanischen Gedichtanthologie, die vor rund 800 Jahren von Fujiwara Teika kompiliert wurde – manche der Gedichte sind jedoch wesentlich älter. Dieses Gedicht (Nr. 53 bzw. 54 im Hyakunin isshu) stammt aus dem 10. Jahrhundert. Leider sind die tatsächlichen Namen vieler Urheberinnen heute nicht mehr überliefert.

Wahrscheinlich hat dieses Gedicht einen romantischen Hintergrund. Aufgrund der Gepflogenheiten am japanischen Hof war die Zahl der gemeinsamen Nächte eines Liebespaares oft stark beschränkt.

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Nur wer die Sehnsucht kennt

Nur wer die Sehnsucht kennt,
weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
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Es schwindelt mir, es brennt
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Nur wer die Sehnsucht kennt,
weiß, was ich leide!

Johann Wolfgang von Goethe
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Wer Glück finden möchte,
der folge seiner Sehnsucht.

Volksweisheit / Volksgut
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Neuer Frühling

Sterne mit den goldnen Füßchen
wandeln droben bang und sacht,
dass sie nicht die Erde wecken,
die da schläft im Schoß der Nacht.

Horchend stehn die stummen Wälder,
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Und der Berg, wie träumend streckt er
seinen Schattenarm hervor.

Doch was rief dort? In mein Herze
dringt der Töne Widerhall.
War es der Geliebten Stimme,
oder nur die Nachtigall?

Heinrich Heine
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Sehnsucht
und Ahnung
liegen ineinander,
eins treibt das
andre hervor.

Bettina von Arnim
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Die Sehnsucht ist es,
die unsere Seele nährt,
und nicht die Erfüllung.

Arthur Schnitzler
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Ein Liebeslied

Ich möchte dir streicheln die Hände,
doch du bist ja nicht hier.
Ich möchte dir küssen die Hände,
warum bist du nicht hier?
Ich möchte mit dir plaudern
von alter, alter Zeit –
Ich bin so einsam geworden,
und du bist weit – weit!

Paul Scheerbart
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