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An sich Sei dennoch unverzagt, gib dennoch unverloren! ...
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An sich Sei dennoch unverzagt, gib dennoch unverloren! ...

An sich

Sei dennoch unverzagt, gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren,
nimm dein Verhängnis an, lass alles unbereut.
Tu, was getan muss sein, eh man dir’s gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

Was klagt, was lobt man doch?
Sein Unglück und sein Glücke
ist sich ein jeder selbst. Schau alle Sachen an,
dies alles ist in dir. Lass deinen eitlen Wahn,

und eh du vorwärts gehst, so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt und alles untertan.

Paul Fleming

(geb. 5.10.1609 in Hartenstein – 2.4.1640), deutscher Arzt und Schriftsteller

Bild: @ Nikiko, pixabay
Spruch-ID 420 (Selbstbeherrschung, Glück, das man bei sich selber finden kann, Selbstwirksamkeit) gehört zu Gedichte - klassisch
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Ein altmodisches Gedicht, aber der Inhalt ist aktuell und lohnt sich, einmal durchzulesen.

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Blumen in einem Topf

Man hat nur an so viel
Freude und Glück Anspruch,
als man sich selbst gewährt.

Ernst von Feuchtersleben

Wenn das Glück in uns selbst liegt, und wenn es an uns selbst liegen soll, ob wir uns und unser Leben als glücklich empfinden, wie wir es hier in der Literatur anhand dieser Sprüche nachlesen können – was hindert uns dann daran, die Freude (auch) im Alltäglichen zu finden und zu genießen? Dieser Spruch bringt uns ins Bewusstsein, dass wir uns hier selbst im Wege stehen können.

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Violinschlüssel - verschnörkelt - als Sinnbild für Musik

Man muss die Musik des Lebens hören.
Die meisten hören nur die Dissonanzen.

Theodor Fontane

Worauf richten wir unser Augenmerk? Wie leicht ist es, gerade für Perfektionisten, das zu sehen, was noch fehlt. Dankbarkeit und Zufriedenheit mit dem Erreichten gehört mit dazu, wenn wir das Vorhandene wertschätzen und nicht nur den Blick auf den Mangel richten wollen.

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Das Glück wohnt
nicht im Besitze
und nicht im Golde.

Das Glücksgefühl ist
in der Seele
  zu Hause.  

Demokrit
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Wenn das Glück anklopft, dann öffne.

Doch warum soll es von vornherein
vor einer geschlossenen Tür stehen?

Volksweisheit / Volksgut
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Schmetterling: Apollofalter

Das Glück ist wie ein Schmetterling:
Wenn wir es jagen,
vermögen wir es nicht zu fangen,
aber wenn wir ruhig innehalten,
dann lässt es sich bei uns nieder.

Nathaniel Hawthorne

Dieser schöne Spruch bezeugt, dass wir nicht im Nachjagen von Wünschen unser Glück finden, sondern im ruhigen Innehalten.

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Die Kunst,
glücklich zu sein,
liegt in der Kraft, Freude
aus alltäglichen Dingen
gewinnen zu können.

Übersetzung der Viabilia-Redaktion

Henry Beecher

Diese alltäglichen Dinge bleiben uns auch unter widrigen Umständen. Die schönen Kleinigkeiten im Alltag schätzen lernen, das können uns Krisen unter Umständen lehren. Und wie sagt Christina von Dreien sinngemäß so schön: „Geben wir gute Dinge ins Feld“.

Der englische Text zu obigem Spruch lautet:

The art of being happy
lies in the power of extracting
happiness from common things.

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Es ist schwer,
das Glück in uns zu finden,
und es ist ganz unmöglich,
es anderswo zu finden.

Nicolas Chamfort

Einige der Sprüche auf der Glücks-Seite geben Aufschluss darüber, wie wir das Glück in uns finden können. Für manche von uns ist dies schwer, wie dieser Spruch uns offenbart. Bei einigen anderen Sprüchen können wir lesen, was wir für unser Glück tun können (und dass es nicht unmöglich ist, für unser Glück selbst zu sorgen) …

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Mir kommt es immer so vor, dass die Art,
wie man die Ereignisse des Lebens nimmt,
ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und
Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.

Friedrich von Humboldt

Welchen Blickwinkel werfe ich auf die Ereignisse? Ja, hier bei diesem Spruch wird betont, wie wichtig die Art und Weise ist, wie wir die Ereignisse sehen. Und genau das entscheidet über unser Empfinden von Glück oder Unglück.

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Der Mensch ist gerade so glücklich,
wie er sich dies zu sein entschließt.

Abraham Lincoln

Glück als eigener Entschluss

Dieser Spruch schlägt in die genau gleiche Kerbe: wir entschließen uns, glücklich zu sein. Selbst wenn wir von unglücklichen Gefühlen überwältigt werden, können wir uns in Mitgefühl uns selbst gegenüber dazu bringen, einem inneren Gefühlsaufruhr Einhalt zu gebieten. Wir können und dürfen Milde uns selbst gegenüber walten lassen:

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Höhepunkt des Glückes ist es,
wenn der Mensch bereit ist,
das zu sein, was er ist.

Erasmus von Rotterdam

Bei diesem Spruch geht es nicht um das Haben und nicht um das Tun, sondern um das Sein. Dieser Spruch darf uns die Zuversicht schenken, dass es in der Tat nicht um äußere Umstände oder materielle Güter geht, sondern darum, dass wir unser So-Sein leben – unabhängig von Konventionen und (vermeintlichen) Ansprüchen anderer.

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Yin Yang-Symbol mit zwei Pferde-Köpfen

Ein rechtschaffener Mann lebte nahe der Grenze. Ohne Grund entlief ihm eines Tages sein Pferd auf das Gebiet der Barbaren. Alle Leute bedauerten ihn. Der Bauer aber sprach zu ihnen: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“

Mehrere Monate später kam sein Pferd mit einer Gruppe guter Pferde zurück. Alle Leute beglückwünschten ihn dieses Mal. Der Besitzer aber sprach: „Wer weiß, ob das nicht Unglück bringt?“

Der Sohn des Bauern liebte das Reiten. Er stieg eines Tages auf ein Pferd, fiel beim Reiten und brach sich ein Bein. Die Leute bedauerten den Sohn. Sein Vater aber sprach: “Wer weiß, ob das nicht Glück bringt.”

Ein Jahr später fielen die Barbaren über die Grenze ein. Die erwachsenen Männer bespannten ihre Bögen und zogen in den Kampf. Neun von zehn Grenzbewohnern wurden dabei getötet, mit Ausnahme des Sohnes wegen seines gebrochenen Beins. Vater und Sohn waren geschützt und überlebten beide.

Daher: Unglück bewirkt Glück, und Glück bewirkt Unglück. Dieses passiert ohne Ende, und niemand kann es abschätzen.

Volksweisheit / Volksgut

Diese sehr bekannte Kurzgeschichte aus dem Daoismus verdeutlicht, was eine Situation, die wir als Unglück oder Glück sehen, doch Unterschiedliches in ihrer Konsequenz bedeuten kann. Sie zeigt aber auch die Relativität von Glück und Unglück sowie das Wechselspiel von Yin und Yang auf.

Der Bauer in der Geschichte reagiert mit Wu Wei, einem Nicht-Eingreifen bzw. Gleichmut (nicht Gleichgültigkeit!), und findet in dieser Erkenntnis das wahre Glück. Und genau das ist es vielleicht, was wir von dieser Geschichte lernen dürfen: was es mit den unterschiedlichen Perspektiven und unserer inneren Einstellung dazu auf sich hat …

Schöne Kerze auf Bambus mit Blüte

Glücklich, wer alles von sich weist,
was ihn hindert und zerstreut,
und wer sich in eins zu sammeln vermag.

Thomas von Kempen
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Füße in Sandalen, die auf einem Weg gehen

Das Glück kommt nicht ungerufen.
Man muss ihm entgegengehen.

Ugo Foscolo

Das Glück mit offenen Armen empfangen: so ein Bild könnte bei dem folgenden Spruch im Kopf entstehen. Offen sein und auch etwas dafür tun, dass das Glück bei einem eintreten darf. Dieser Spruch kann einem lieben, zaudernden Menschen Mut machen, etwas auszuprobieren:

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Ich will! Das Wort ist mächtig.
Ich soll! Das Wort wiegt schwer.
Das eine spricht der Diener,
das andre spricht der Herr.

Lass beide eins dir werden
im Herzen ohne Groll.
Es gibt kein Glück auf Erden
als wollen, was man soll.

Volksweisheit / Volksgut

Die Sprache kann sich auf unser Lebensgefühl auswirken. Es macht einen Unterschied, ob ich sage „heute muss ich im Wohnzimmer Ordnung machen“ oder „heute mache ich für uns das Wohnzimmer schön“. Bei ersterem fühle ich mich gezwungen, bei letzterem betone ich die Wirkung und es ist meine Entscheidung. Wir können auf unsere Worte und Gedanken achten, denn im Grunde sind wir die Entscheiderin, der Entscheider auf unserem Lebensweg.

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Das Glück des täglichen Lebens
liegt im Wirken der Klugheit,
durch das der Mensch
sich selbst und andere regiert.

Thomas von Aquin

Charakter und Tugend als Schlüssel zum Glück

In diesem Spruch ist die Klugheit der Schlüssel zum Glück. Auch hier liegt das Glück in unseren Händen, und wir können durch kluges Handeln die Kontrolle über unser Leben gewinnen. Im gewissen Sinne spielt hier Selbstbeherrschung eine Rolle, aber lesen Sie selbst …

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