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Ostern: der Winter ging zur Neige

Ostern

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht!

 

Ferdinand von Saar

genauer: Ferdinand Ludwig Adam von Saar (geb. 30.9.1833 in Wien, Österreich – 24.7.1906 in Döbling, Österreich), österreichischer Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker

Bild von pen_ash auf Pixabay
Spruch-ID 4832 (Ostern: klassische Ostergedichte) gehört zu Gedichte - religiös, klassisch
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