Inspirationen auf dem Lebensweg
Schlafende Frau

Nicht schlafen können: mögliche pathologische Ursachen

Wenn das Schlafen nicht so klappen will, wie es in unserer Gesellschaft als Norm gilt, ist guter Rat teuer und eine Verschlechterung der Lebensqualität oft unvermeidbar. Der Mensch braucht ausreichend Schlaf – und bekommen wir diesen nicht, weil wir nicht einschlafen können, zu früh wieder aufwachen oder im Schlaf keine tieferen Schlafphasen erreichen, beeinträchtigt das unsere Leistungsfähigkeit, unser Wohlbefinden und macht uns auf Dauer krank. Die richtige Schlafhygiene und das richtige Schlafklima helfen oft schon weiter, ebenso wie ein verstärktes Achten auf ergonomische Betten und ein Allergen-armes Schlafzimmer – doch was, wenn die Ursache pathologisch ist? In diesem Artikel beleuchten wir zwei der wichtigsten Leiden, die einen normalen Schlafrhythmus bei Ihnen verhindern können.

Wichtig: Sollten Sie den Verdacht haben, an Schlaf-Apnoe, Depressionen oder einer anderen Krankheit wie beispielsweise Narkolepsie zu leiden, die Ihren Schlaf negativ beeinflusst, lassen Sie dieses gesundheitliche Problem bitte zeitnah ärztlich abklären. Häufig ist eine unkomplizierte Behandlung möglich, wenn die Diagnose erst einmal feststeht, zum Beispiel mit Modafinil bei Narkolepsie. Ebenso sollten Sie ärztlichen Rat suchen, wenn Sie anhaltende Probleme beim Ein- und/oder Durchschlafen haben oder trotz ausreichend Schlaf nicht erholt aufwachen. Versuchen Sie niemals, diese oder andere ernstzunehmende Erkrankungen ohne Absprache mit Ihrem Arzt beziehungsweise Ihrer Ärztin auf eigene Faust zu therapieren.

Schlaf-Apnoe: wenn der Körper im Schlaf das Atmen vergisst

Schlaf-Apnoe ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der es während des Schlafens zu besorgniserregenden Atemaussetzern kommt. Diese können in schlimmen Fällen minutenlang anhalten und bis zu mehreren hundert Mal pro Nacht vorkommen. Sollten die Atemaussetzer zu lange anhalten, können sie theoretisch lebensbedrohlich werden. Deswegen sollte unbedingt eine Diagnose und eine Behandlung erfolgen.

Der größte Risikofaktor für Schlaf-Apnoe unserer Zeit ist Übergewicht. Je mehr Körpermasse der Körper mit jedem Atemzug heben muss, umso wahrscheinlicher wird es, dass die für Apnoe typischen Atemaussetzer auftreten. Viele fettleibige Menschen leiden unter Schlaf-Apnoe, ohne es zu wissen oder dagegen behandelt zu werden. Allerdings sind nicht alle Betroffenen übergewichtig, sodass auch Normalgewichtige eine Apnoe-Diagnose in Betracht ziehen sollten. Der Verdacht auf Schlaf-Apnoe liegt nahe, wenn Sie trotz ausreichend Schlaf nicht erholt aufwachen.

Die Behandlung von Schlaf-Apnoe besteht fast immer aus dem nächtlichen Tragen einer Atemmaske. Dieses spezielle medizinische Gerät stellt sicher, dass die Lungen durchgehend mit Sauerstoff versorgt werden. Auf Dauer verbessert sich dadurch die Schlafqualität merklich.

Depressionen: nicht mehr durchschlafen können

Depressionen sind eine regelrechte Volkskrankheit, unter der viele von uns zu einem oder mehreren Zeitpunkten im Leben leiden. Hervorgerufen wird sie durch ein hormonelles Ungleichgewicht im Körper, bei dem Glückshormone fehlen. Die Ursachen können psychologisch, aber auch organisch sein.

Weniger bekannt ist, dass dasselbe auch für die Symptome einer Depression gilt. Nicht immer äußert sie sich psychisch (beispielsweise durch Traurigkeit oder Antriebslosigkeit), sondern oft auf körperlich. Ein tatsächlich sehr klassisches, aber doch unbekanntes Depressionssymptom ist das ungewollte regelmäßige Aufwachen in der Nacht oder, noch typischer, in den frühen Morgenstunden.

Sollten Sie also beobachten, dass Sie oft lange vor Ihrem Wecker wachwerden und dann wachliegen, ziehen Sie bitte in Betracht, auch trotz einer empfunden “normalen” Gemütslage depressiv sein zu können.

Spruch
des Tages