Inspirationen auf dem Lebensweg

Merinowolle: Allround-Kleidungsstücke für jede Gelegenheit

Wenn es in der Kleidermode einen Klassiker gibt, der sich über Jahrzehnte, Jahrhunderte, ja, Jahrtausende bewährt und etabliert hat, dann ist das Wolle. Genauer gesagt: Schurwolle, d. h. das abgeschorene und weiterverarbeitete Fellkleid des Schafes (selten werden Fasern auch durch das Scheren anderer Tiere wie Alpakas gewonnen). Von der Antike bis zu den Laufstegen der Fashion Week hat sich Wolle als beliebte textile Faser durchgesetzt.

Normalerweise wird sie zu einem Faden gesponnen (früher mühevolle Handarbeit, heute per Maschine) und durch eine Handarbeitstechnik wie Häkeln oder Stricken zum fertigen Kleidungsstück verwoben.

Obwohl das Material Schurwolle erstaunlich viele Vorteile bietet, wenn es getragen wird, haftet ihm manchmal ein etwas altbackener und spießiger Ruf an. Dieser mag bei einigen Aspekten auf Eigenschaften der Wolle selbst (z. B. ihre berühmt-berüchtigte „Kratzigkeit“) zurückzuführen sein. Allerdings entwickelt sich unsere Materialkenntnis stetig weiter, und gewisse Wollsorten, wie z. B. die vom Merino-Schaf gewonnene Merinowolle”:https://www.trendgarne.de/schurwolle/merinowolle, können auch in diesen Aspekten überzeugen.

Also – was genau sind (neben dem angenehm-leichten Tragegefühl und der Elastizität der Textilien, die offenkundig sind) die Vorteile moderner Schurwolle und insbesondere der Merinowolle, und wieso sollte sie in keinem Kleiderschrank fehlen?

Merinowolle: atmungsaktive Wärme

Wolle wärmt hervorragend. Das ist ihrer Physik geschuldet: Die Fasern sind im fertigen Kleidungsstück auf eine Weise angeordnet, die es der Luft erlaubt, zwischen sie einzudringen – und Luft wirkt isolierend. Auf der anderen Seite kennt jeder den Effekt, dass gestrickte Schurwolle nicht windabweisend, sondern absolut luftdurchlässig ist – was bei einer Wanderung an der Küste unangenehm schnell die Wärme forttragen kann, sorgt in anderen Situationen dafür, dass Wollträger auch bei wärmeren Temperaturen nicht wirklich überhitzen. Maßgeblich ist, die Wolle auf geeignete Weise zu verarbeiten und ggf. mit dichteren Materialien, die als äußere Schicht den Wind abweisen, zu kombinieren. Eine besondere Eigenschaft von Merinowolle ist zudem, dass sie bis zur Sättigung der Fasern mit Feuchtigkeit sogar aktiv Wärme erzeugt, wenn sie feucht wird.

Merinowolle: saugstark und trotzdem wasserabweisend

Wolle hat die besondere Eigenschaft, schnell Flüssigkeit in großen Mengen absorbieren und halten zu können, ohne sich feucht anzufühlen oder ihre Isolationsfähigkeit einzubüßen. Das heißt, dass Sie wahrscheinlich einen Pullover nicht durchschwitzen und im Nieselregen nicht nass werden, solange sie Wolle tragen. Die unebene Oberfläche mit vielen Fasern fängt einzelne Tröpfchen zudem auf, ohne sie ins innere des Textils zu leiten.

Merinowolle: antibakterielle Oberfläche mit Selbstreinigungseffekt

Durch die unter dem Mikroskop sichtbare Schuppenoberfläche der Wollfasern entsteht eine unebene Oberfläche, auf der sich Bakterien nicht so leicht halten können. Das sorgt dafür, dass Wolltextilien weniger schnell zu riechen anfangen, wenn sie getragen werden. Zudem kommt es zu einem Reibungseffekt der Fasern untereinander, der viele Verschmutzungen auch ohne Waschen entfernt. Das macht Kleidungsstücke aus Wolle extrem pflegeleicht.

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