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Därf ih ‘s Dirndl liab’n Ih bin jüngst verwichn ...
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Därf ih ‘s Dirndl liab’n Ih bin jüngst verwichn ...

Därf ih‘s Dirndl liab’n

Ih bin jüngst verwichn
hin zan Pforra gschlichn:
„Därf ih‘s Dirndl liab’n?“
„Untasteh dih nit, ba meina Seel,
wonst as Dirndl liabst, so kimst in d Höll!“

Bin ih vull Valonga
zu da Muada gonga:
„Därf ih‘s Dirndl liab’n?“
„O du feiner Knob, es is noh zfrua,
wort bis d zeiti wirst, mei liaba Bua!“

Woar in großn Nötn,
hon ih n Vodan beten:
„Därf ih‘s Dirndl liab’n?“
„Duners Schlagl!“ schreit er in sein Zurn,
willst mein Steckn kostn, konst es tuan!“

Wos is onzufonga?
Bin zan Herrgott gonga:
„Därf ih‘s Dirndl liab’n?“
„Ei jo freilih“, sogt er und hot glocht,
„wegn an Büaberl hon ih’s Dirndl gmocht!“

 

Peter Rosegger

(geb. 31.7.1843 in Österreich – 26.6.1918), österreichischer Schriftsteller

Spruch-ID 311 (Liebe: weiser Spruch oder Ausgefallenes) gehört zu Gedichte - klassisch
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