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Im tollen Wahn Im tollen Wahn hatt ich dich einst ...

Gedicht an die Mutter von Heinrich Heine

Im tollen Wahn hatt ich dich einst verlassen

Im tollen Wahn

Im tollen Wahn hatt ich dich einst verlassen,
ich wollte gehen die ganze Welt zu Ende
und wollte sehn, ob ich die Liebe fände,
um liebevoll die Liebe zu umfassen.

Die Liebe suchte ich auf allen Gassen,
vor jeder Türe streckt ich aus die Hände
und bettelte um kleine Liebesspende –
doch lachend gab man mir nur kaltes Hassen.

Und immer irrte ich nach Liebe, immer
nach Liebe, doch die Liebe fand ich nimmer
und kehrte um nach Hause, krank und trübe.

Doch da bist du entgegen mir gekommen,
und ach! Was da in deinen Aug geschwommen,
das war die süße, lang gesuchte Liebe!

 

Heinrich Heine

genauer: Christian Johann Heinrich Heine (geb. 13.12.1797 in Düsseldorf – 17.2.1856 in Paris, Frankreich), deutscher Dichter, Schriftsteller und Journalist

Spruch-ID 2303 (Liebe: besondere Liebeserklärungen in der Literatur, Muttertagsgedichte aus der Literatur) gehört zu Gedichte - neutral
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