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Spruch aus dem Hakunin isshu: Das Ruder bricht ...

Dieser Spruch stammt aus dem Hyakunin isshu, einer japanischen Gedichtanthologie, die vor rund 800 Jahren von Fujiwara Teika kompiliert wurde – manche der Gedichte sind jedoch wesentlich älter. Dieses Gedicht (Nr. 46 im Hyakunin isshu) stammt aus dem 10. Jahrhundert.

Die Phrase „nicht wissen, wo es hingeht“ bezieht sich grammatikalisch gleichzeitig auf die Schiffsleute wie auch auf den Weg der Liebe (Paronomasie; ein häufiges Stilmittel im Hyakunin isshu) und vergleicht diese so miteinander. Auch in „kaji o tae“ versteckt sich eine kleine Doppeldeutigkeit: Entweder kann der Ausdruck als „das Ruder bricht“ oder als „das Ruderseil reißt“ interpretiert werden.

Der Weg der Liebe ist ungewiss

Den Schiffsleuten, die die
Meerenge von Yura durchqueren,
bricht das Ruder und
wo es hingeht, ist ungewiss –
und genauso ungewiss ist,
ach, der Weg der Liebe.

Hyakunin isshu Nr. 46, Übersetzung der Viabilia-Redaktion
 

Sone no Yoshitada

Übersetzung von der Viabilia-Redaktion

Hintergrundbild: Bild von moerschy auf Pixabay
Spruch-ID 4628 (Hyakunin isshu) gehört zu Sprüche - neutral
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