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Nikolaus, du guter Mann Nikolaus, du guter Mann, hast ...
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Nikolaus, du guter Mann

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.

Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.

Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

Unbekannt

Bild: © ractapopulous, pixabay.de
Spruch-ID 4278 (Nikolaussprüche zu Weihnachten) gehört zu Gedichte - klassisch
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Nikolaus mit Renpferden unterwegs

Lieber heiliger Nikolaus

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch auch in unser Haus!
Bring uns, was wir hätten gern;
Äpfel, Nüss’ und Mandelkern.
Leg in Schuh und Teller ein
lauter Dinge, die uns freun.

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus.
Lehr uns an die Armen denken,
lass uns teilen und verschenken.
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in jedes Haus.
Alle Kinder, groß und klein,
stimmen dann voll Freude ein:
Gott sei Dank für alle Gaben,
die wir heut’ empfangen haben.

Volksweisheit / Volksgut

Dieses Nikolausgedicht zeigt, obwohl es ein traditionelles Gedicht ist, die heilige Seite des Nikolauses: Dieser Nikolaus ist ein Mann, von dem die Kinder lernen können, gut zu sein.

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Pfeffernüsse zum Nikolaus-Tag

Knecht Ruprecht

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp – stapp, stipp - stapp und huckepack –
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sack drin?

Äpfel, Mandeln und Rosin’
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss’ fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.

Martin Boelitz

Die letzten beiden Zeilen kann man für Kinder besser weglassen, deshalb wohl auch die verständliche zurückhaltende, schlechte Bewertung für dieses klassische Nikolaus-Gedicht. Da Kinder nicht geschlagen werden sollen, kommt dieses Gedicht auch in die Rubrik der Sprüche und Zitate, die echt nicht stimmen.

Pfeffernüsse sind übrigens würzige Gebäckstücke. Als würzig wurde früher nicht nur Pfeffer, sondern auch andere Gewürze bezeichnet, die zu dieser Zeit als exotisch galten. Deshalb ist in den Pfeffernüssen in der Regel kein Pfeffer drin. Pfeffernüsse gibt es besonders in der Adventszeit traditionell mit Zuckerguss oder mit Schokolade überzogen.

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Nikolaus unterwegs mit Pferden

Es rauscht der Wind im Winterwalde
durch die kühle graue Flur,
und ein jeder hofft, schon balde
find er St. Niklolauses Spur.

Ach, wann wird er endlich kommen,
dieser heiß ersehnte Gast?
Kinder blicken teils benommen
von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.

In den Blicken heißes Sehnen,
Fragen, was wird dann geschehn?
Und mancher tut schon mal erwähnen,
“Ich hab St. Nikolaus gesehn”.

Langsam neigt der Tag sich nieder,
die Winternacht, sie steigt herauf,
als ein leises Raunen wieder,
stoppt der Kinder frommen Lauf.

Da aus dunstigem Gefilde
steigt wie eine Nebelnacht,
ein stilles schattiges Gebilde,
und die Dämmerung ist erwacht.

Kinderblicke werden helle
die Gesichter sind verzückt,
als Niklaus an der Tagesschwelle,
tritt in ihren Sehnsuchtsblick.

Du guter alter Nikolaus,
du Freund der Kinder nah und fern,
leer deinen Sack heut bei uns aus,
wir alle haben dich so gern.

Unbekannt
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Sankt Nikolaus in der Nacht

Ihr Kinder stellt die Schuh’ hinaus

Ihr Kinder, stellt die Schuh’ hinaus,
denn heute kommt der Nikolaus.
Und wart ihr immer gut und brav,
dann lohnt’s euch Nikolaus im Schlaf.

Er bringt euch Äpfel, Feigen, Nüss’
und gutes Backwerk, zuckersüss.
Doch für das böse, schlimme Kind
legt er die Rute hin geschwind.

Unbekannt
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Freundlicher Nikolaus mit Brille

Seht! Der jetzt hier vor euch steht

Seht! Der jetzt hier vor euch steht,
ist ein Engel aus dem Himmel,
von den Sternen hergeweht,
ach, ins irdische Gewimmel.

Manches hab’ ich angeschaut,
ganz zuletzt die Weihnachtsbäume,
und darunter aufgebaut
tausend wachgeword’ne Träume.

Mit Knecht Ruprecht ging ich viel
vor den schönen Christkindtagen,
immer neu war unser Ziel,
seinen Rucksack half ich tragen. …

Detlev von Liliencron
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Nikolaus draußen

Ruprecht, Ruprecht, guter Gast,
hast du mir was mitgebracht?
Hast du was, dann setz dich nieder,
hast du nichts, dann geh nur wieder.

Volksweisheit / Volksgut
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Morgen kommt der Weihnachtsmann

Horcht einmal hinaus,
bald kommt Herr Nikolaus!
Er geht herum, er klopft bumbum,
schaut dort hinauf und da hinein,
dann kommt er gar zu uns herein
und leert bei uns sein Sack aus,
der gute, gute Nikolaus!

Unbekannt
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Holler Boller Nikolaus

Holler Boller Nikolaus

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.

Knackt die Schale, springt der Kern,
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

Albert Sergel

Dieses kleine Nikolaus-Gedicht könnte gut für kleine Kinder geeignet sein, als Vers vor dem Nikolaus aufzusagen, ggf. für die ganz Kleinen nur die erste Strophe. Aber auch die Größeren können Gefallen daran finden, wie unkonventionell und fast schon expressionistisch dieser Spruch zum Nikolaustag daherkommt.

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Nikolaus auf Schlittschuhen

Nikolausspruch zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
aber als Knecht Ruprecht schon
kommt der Winter hergeschritten,
und alsbald aus Schnees Mitten
klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
bunt auf uns herniedersah,
weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige,
und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
heute bist du uns noch fern,
aber Tannen, Engel, Fahnen
lassen uns den Tag schon ahnen,
und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane
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Nussknacker zum Nikolaustag

König Nussknacker, so heiß ich.
Harte Nüsse, die zerbeiß` ich.
Süße Kerne schluck`ich fleißig;
doch die Schalen, ei! die schmeiß` ich
lieber Andern hin,
weil ich König bin.

Aber seid nicht bang!
Zwar mein Bart ist lang,
und mein Kopf ist dick
und gar wild der Blick;
doch was tut denn das?
Tu` kein`m Menschen was;

Bin im Herzensgrund,
trotz dem großen Mund,
ganz ein guter Jung`,
lieb`Veränderung;
amüsier`mich gern
wie die großen Herrn;
Arbeit wird mir schwer
und dann mag ich sehr
frommen Kindersinn,
weil ich König bin.

Heinrich Hoffmann
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Knecht Ruprecht

Von drauß’, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch’ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!”

Ich sprach: “Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.”

“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.”

Christkindlein sprach: “So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm

Eines der wohl bekanntesten Nikolausgedichte ist das von Knecht Ruprecht von Theodor Storm. Als Kind durften (zumindest früher) die Schülerinnen und Schüler der Grundschule dieses Nikolausgedicht auswendig lernen … und so ist es vielen von uns vielleicht auch heute noch im Gedächtnis. Nur den Vers mit der Rute haben wir hier weggelassen, damit dieses Weihnachtsgedicht für heutzutage kindgerecht ist.

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Knecht Ruprecht in Nöten

Knecht Ruprecht kratzt sich seinen Bart
und rückt zurecht die Brille:
Ihr Engelskinder, lärmt nicht so,
seid mal ein bisschen stille!
Kommt, rückt hübsch artig zu mir ran,
seht euch mal das Bestellbuch an!

Was steht hier auf dem ersten Blatt?
was auf dem zweiten, dritten?
Was steht am Ende von dem Buch?
Was steht hier in der Mitten? -:
Ach Weihnachtsmann, wir bitten sehr,
schick uns doch mal das Luftschiff her!

Hans möchte nach Amerika,
und Fritz zu Tante Lotte,
Kurt durch die Luft zu Großpapa,
Marie zum lieben Gotte;
Georg will bloß nach Neuruppin
mit Zeppelin, mit Zeppelin.

Ach Zeppelin, du Zaubermann,
`s ist aus der Haut zu fahren,
das ganz liebe kleine Pack
will bloß noch Luftschiff fahren;
dein Fahrzeug ist ja viel zu klein,
da gehn nicht alle Kinder `rein.

Ihr Engelskinder, helft mir doch
in meinen Weihnachtsnöten,
baut mir ein Luftschiff riesengroß
mit hunderttausend Böten,
lasst lustig die Propeller gehn,
da sollt ihr mal die Freude sehn!

Hurra, schreit da die Engelschar,
wir helfen alle, alle.
Nach dreien Tagen, blitzeblank,
stehts Luftschiff in der Halle.
Dank schön, sagt Ruprecht, fährt hinab,
holt alle Jungs und Mädels ab
zur Flugfahrt durch die Welten.
Ob sie sich nicht erkälten?

Paula Dehmel
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Nik’laus, Nik’laus, lieber Mann,
klopf an unsre Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön,
lass’ den Stecken draußen stehn!

Nik’laus, Nik’laus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus!

Volksweisheit / Volksgut

Die Nikolausgedichte zeigen oft, dass der Nikolaus ein strenger Mann ist, der belohnen und bestrafen kann. Angst als Mittel der Erziehung kann nach heutiger Auffassung nicht die Richtschnur sein, deshalb sind bei den alten Nikolaus-Gedichten wohl auch die Bewertungen eher schlecht bzw. zurückhaltend. Sie können aber auch einfach für die Kinder nur die zweite Strophe dieses Nikolausgedichtes verwenden.

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Vogelhäuschen im Winter mit Vogel drin

Weihnachtsidylle

Aus Raureif ragt ein Gartenhaus,
das schaut so schmuck, so freundlich aus.
Am blanken Giebel schmiegt sich hold
der Wintersonne Abendgold.

Eiszapfen, Scheiben in rotem Glanz,
die Fenster umrahmt von Waldmooskranz.
Blattgrün, Gelbkrokus, ein rosiger Bube
lächeln aus frühlingswarmer Stube.

Kanarienvogel schmettert so hell;
Kinderlachen und Hundegebell.
Klein Hansemann und Ami spielen …

Bruno Wille

Warum nicht einmal ein nicht so bekanntes Nikolausgedicht über die vorweihnachtliche Idylle? Auch wenn es ein klassisches Gedicht über den Nikolaus ist, so kann es uns doch die erwartungsvolle Atmosphäre vermitteln, die wir in der vorweihnachtlichen Zeit oftmals genießen dürfen, insbesondere wenn Kinder da sind.

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Weihnachtsmann im Weihnachtsschlitten

Sankt Niklas Anzug

Sankt Niklas zieht den Schlafrock aus,
klopft seine lange Pfeife aus
und sagt zur heiligen Kathrein:
Öl mir die Wasserstiefel ein,
bitte hol auch den Knotenstock
vom Boden und den Fuchspelzrock,
die Mütze lege oben drauf,
und schütte dem Esel tüchtig auf,
halt auch sein Sattelzeug bereit;
wir reisen, es ist Weihnachtszeit.

Und dass ich’s nicht vergess, ein Loch
ist vorn im Sack, das stopfe noch!
Ich geh derweil zu …

Paula Dehmel
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