Schöne Sprüche, liebe Grüße und Glückwünsche
Betina Graf Über Viabilia
Autoren
Immobilien - Trends im Jahr 2021

Immobilienpreise 2021: ein Überblick

Die Immobilienpreise in Deutschland gehen seit Jahren in nur eine Richtung: Nach oben. Und dieser Trend wird auch voraussichtlich in nächster Zeit kein Ende nehmen oder sich umkehren. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Ablauf eines Immobilienverkaufs.

Energieeffiziente Immobilien

Im Juni 2021 wurde festgestellt, dass in Deutschland Gebäude mit einer hohen Energieeffizienz im Durchschnitt 23 Prozent höhere Preise am Immobilienmarkt erzielen als unsanierte Vergleichsobjekte. Noch höher als der Durchschnittswert von 23 Prozent Preissteigerung erzielen energieeffiziente Häuser im ländlichen Raum oder Altbauten in der Stadt.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat im April 2021 festgestellt, dass die Preise der Ein- und Zweifamilienhäuser seit dem Jahr 2015 deutschlandweit um ca. 35 Prozent angestiegen sind. Dadurch steigen die volkswirtschaftlichen Risiken einer Immobilienblase, die platzen und gravierende gesamtwirtschaftliche Folgen nach sich ziehen könnte.

Eine Analyse des Berliner Forschungsinstituts Empirica hat im Januar 2021 ergeben, dass zwischen den Jahren 1993 und 2018 der Anteil der Menschen in Deutschland, die in selbstgenutztem Wohneigentum leben, stetig gestiegen ist. Seit 2018 ist dieser Anteil zum ersten Mal wieder gesunken. Nach der Analyse nutzen nur 42 Prozent der Menschen in Deutschland ihr Wohneigentum selbst. In allen anderen europäischen Ländern ist diese Quote höher. Dabei fehlt vor allem jüngeren Menschen oft das nötige Eigenkapital, um sich Wohneigentum selbst zu leisten. Aus diesem Grund müssen sie Wohnungen oder Häuser oftmals anmieten.

Im Gegensatz zu den ständig steigenden Häuserpreisen, beispielsweise in 2020 um 7,8 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum, sind die Baupreise in Deutschland Ende 2020 um 0,1 Prozent gefallen. Hierfür wird vom Statistischen Bundesamt die Senkung der Umsatzsteuer verantwortlich gemacht.

Mieten oder kaufen?

Um herauszufinden, ob sich der Kauf einer Immobilie im Gegensatz zur Miete lohnt oder eher nicht, kann es sinnvoll sein, das Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisniveau zu berechnen. Dieses wird mit einem Faktor berechnet, der einem Aufschluss darüber gibt, wie viele Jahresmieten für eine Eigentumswohnung im Schnitt aufgebracht werden müssen. Je geringer der Faktor ausfällt, desto eher lohnt sich daher der Immobilienkauf.

Allerdings zeigt der Faktor deutlich regionale Unterschiede in Deutschland. Beispielsweise in Sachsen-Anhalt wurde ein Faktor von rund elf Nettokaltmieten für einen Immobilienkauf berechnet; an der Nordsee hingegen ca. 72 Nettokaltmieten.

Im August 2020 wurde durch eine Studie des Beratungsunternehmens F+B festgestellt, dass die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser deutlich stärker gestiegen sind als die Preise für Eigentumswohnungen. Außerdem setzen laut einer Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts immer mehr Menschen auf den Immobilienkauf als sinnvolle Lösung für die private Vermögensbildung.

Der Postbank Wohnatlas empfiehlt als vielversprechende Regionen für den Immobilienkauf als Wertanlage insbesondere ländliche Regionen. Beispielsweise in der Uckermark in Brandenburg wurden seit 2019 Preisanstiege von mehr als 48 Prozent verzeichnet. Da hier ein geringeres Angebot besteht, führt dies bereits bei leicht steigender Nachfrage zu einer sehr starken Preiserhöhung.

Eine weitere Erkenntnis im deutschen Immobilienmarkt ist der hohe Preisanstieg von Eigentumswohnungen zwischen 2019 und 2020 von knapp 10 Prozent. Im Gegensatz hierzu sind die durchschnittlichen Mieten in diesem Zeitraum “nur” um 3,5 Prozent gestiegen. Experten zeigen sich über diese Entwicklung bereits besorgt. Auf dem Mietmarkt sei laut den Experten inzwischen ein Höhepunkt des Preiszyklus erreicht. Dies gilt jedoch nicht für die Kaufpreise für Wohneigentum. Da diese aufgrund der niedrigen Zinsen immer weiter steigen würden. Dies führt letztendlich zu einer sehr fragilen Lage.