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Erste Hilfe bei Halsschmerzen – das kann Linderung verschaffen

Das Schlucken schmerzt, im Halsinneren kratzt es und die Stimme klingt heiser? Dann heißt es wohl wieder: Halsschmerzen. Vor allem in den kühleren Jahreszeiten sind Halsschmerzen wahrlich ein Volksleiden. Oft treten sie in Verbindung mit einer Erkältung auf. Für Betroffene zählt jetzt nur eins: gezielte Schmerzlinderung. Doch welche Maßnahmen können erste Hilfe bei Halsschmerzen verschaffen?

Der Gang in die Apotheke: Was hilft hier bei Halsschmerzen?

Machen sich Symptome bemerkbar, gehen viele Betroffene auf direktem Weg in die Apotheke. Typische Präparate, die dort als Hilfe bei Halsschmerzen angeboten werden sind: Halstabletten, Sprays oder Gurgellösungen. Dabei ist die Auswahl der Anbieter und Produkte groß und das macht die Entscheidung für die richtige Behandlung nicht unbedingt einfach. Diese Wirkung können viele Medikamente zur Hilfe bei Halsschmerzen haben:

  • Abtötung von Keimen: Gängige keimabtötende Wirkstoffe als Hilfe bei Halsschmerzen sind beispielsweise Benzalkoniumchlorid, Dequaliniumchlorid oder Cetylpyridiniumchlorid.
  • örtliche Betäubung: Lidocan oder Benzocain sind typische örtlich betäubende Lokalanästhetika.

Präparate, die diese Wirkstoffe einzeln oder in Kombination enthalten, können bei Halsschmerzen helfen, indem sie die akuten Schmerzen rasch lindern und rein symptomatisch wirken. Dennoch verkürzen diese Mittel gegen Halsschmerzen die Krankheitsdauer meistens nicht wesentlich.

Achtung: Halsschmerzen sind nicht gleich Halsschmerzen und kommen zudem selten allein. Treten neben Schluckbeschwerden weitere Symptome wie Ohrenschmerzen und Kopfschmerzen auf, kann der Betroffene auch an einer Erkältung oder einer Seitenstrangangina (Rachenentzündung, die die seitlichen Lymphbahnen betrifft) erkrankt sein. Präparate, die ausschließlich die Rachenschleimhaut betäuben, helfen hier in diesem Fall dann nicht. Verschwinden Ohren- und Kopfschmerzen nach ein paar Tagen nicht oder werden sogar schlimmer, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.

Hilfe bei Halsschmerzen – mit den Kräften der Natur

Neben Medikamenten erhalten Betroffene in der Apotheke auch eine Auswahl an pflanzlichen Mitteln. Gerade bei Schwangeren sind diese sehr beliebt, da viele Wirkstoffe nicht in der Schwangerschaft zugelassen sind. Zu den bewährtesten Heilpflanzen als schnelle Hilfe bei Halsschmerzen können zählen:

  • Isländisch Moos
  • Malve
  • Primelwurzelextrakt
  • Gelber Enzian
  • Eisenkraut
  • Schwarzer Holunder
  • Kapuzinerkresse

Die pflanzlichen Helfer sind in Form von Tee, Extrakten oder Lutschbonbons erhältlich.

Omas Hausmittel als Hilfe gegen Halsschmerzen

Auch Oma hat Tipps und Tricks parat, die gegen Halsschmerzen helfen können. Besonders empfehlenswert können regelmäßige Halswickel oder Inhalieren sein. Ob in warmer Form zum Schleimlösen oder kalt zur Linderung von Schluckbeschwerden, Halswickel sind eine einfache und schnellgemachte Hilfe bei Halsschmerzen. Für die warme Variante einfach Tee, heiße Zwiebeln oder gekochte Kartoffeln auf einem Leinentuch verbreiten und ein zweites Tuch darum wickeln, damit Betroffene sich nicht verbrennen. Bei der kalten Version einfach das Tuch mit kaltem Wasser tränken. Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: Tragen Sie die Wickel nur solange wie sie sich angenehm anfühlen.

Auch Inhalieren hat sich als gute Hilfe gegen Halsschmerzen bewährt. Wer kein Inhalationsgerät besitzt, kann einfach auf eine große Schüssel und ein Handtuch zurückgreifen. Jetzt benötigen Halsschmerzgeplagte nur noch heißes Wasser sowie Zusätze, die damit vermischt werden. Diese können pflanzlicher Natur sein wie Salbei, Kamille und ätherische Öle. Alternativ verwenden Sie Kochsalz. Anschließend inhalieren Sie den aufsteigenden Dampf über die Schüssel gebeugt oder mit Hilfe des Geräts für circa 15 Minuten. Das Prozedere soll schleimlösend und entzündungshemmend wirken.

Noch mehr Erste Hilfe bei Halsschmerzen

Neben Präparaten aus der Apotheke, Wickeln und Inhalation, gibt es einige andere leicht umzusetzende Tricks als Hilfe bei Halsschmerzen:

  • Einen dicken Schal tragen: Wärme unterstützt die körpereigene Abwehr, indem sich die Gefäße weiten, was zu einer besseren Durchblutung führen kann. Dadurch kann der Stoffwechsel angeregt werden und man kann sich besser gegen Infekte wehren.
  • Heiße Getränke konsumieren: Was der Schal von außen bewirkt, regeln warme Flüssigkeiten wie Suppe oder Kräutertee von innen. Gleichzeitig können sie dabei helfen, die Schleimhäute zu befeuchten.
  • Bonbons lutschen: Beim Lutschen von Bonbons wird die Speichelproduktion angeregt. So werden die Schleimhäute befeuchtet und können geschmeidig bleiben. Pastillen mit Pfefferminz oder Salbei können zudem dafür sorgen, dass Krankheitserreger bekämpft und die Schmerzen im Hals gelindert werden.

Außerdem ist die wohl angenehmste Hilfe bei Halsschmerzen: Ruhe. Wer von Halsschmerzen betroffen ist, sollte sich schonen und ganz viel schlafen, damit sich der Körper auskurieren kann.