Inspirationen auf dem Lebensweg

Erholsam schlafen trotz Allergie

Fast jeder dritte in Deutschland leidet unter einer Allergie. Speziell nachts ist man häufig davon geplagt und findet nicht ausreichend Schlaf – und falls doch, so ist er selten wirklich erholsam. Gerade Menschen, die gegen Pollen oder Hausstaubmilben allergisch sind, leiden nachts besonders. Doch wie kann man auch als Allergiker morgens erholt aufwachen?

Am Abend duschen

Dieser Tipp gilt besonders für die Pollenallergiker. Egal ob Gräserpollen oder Baumpollen, während der Flugsaison heißt es abends vorm Schlafengehen erst einmal ab unter die Dusche. Die meisten Menschen duschen morgens, doch gerade bei einer Pollenallergie sollte man abends nicht mit ungewaschenen Haaren schlafen gehen. Während des Tags sammeln sich die Pollen in den Haaren und übertragen sich nachts auf das Bettzeug, speziell auf das Kopfkissen. Die Folge: auch nachts juckende und tränende Augen, sowie eine verstopfte oder laufende Nase. Also vor dem zu Bett gehen besser noch einmal unter die Dusche hüpfen und die unliebsamen Pollen auswaschen.

Teppiche, Staubfänger und Co.

Im Schlafzimmer sollte man auf alle Staubfänger und Teppiche verzichten. Ist gerade letzteres nicht möglich, so ist eine regelmäßige Teppichreinigung unabdingbar. Nicht nur die Hinterlassenschaften der Hausstaubmilben sammeln sich dort, sondern auch Pollen. Regelmäßiges Durchlüften ist zwar wichtig, doch darf man nicht vergessen, dass dadurch womöglich der Staub aufgewirbelt wird beziehungsweise zusätzliche Pollen den Weg hinein finden. Um das zu vermeiden, kann man spezielle Pollengitter anbringen. Und so sehr man sein Haustier auch liebt: als Allergiker – speziell im Fall einer Pollenallergie – gehört das Tier nicht ins Schlafzimmer. Im Fell sammeln sich Unmengen an Pollen, die der Vierbeiner ins Schlafzimmer tragen würde. Weitere Maßnahmen sind die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten oder Luftwäschern, die die Anzahl der Allergene im Schlafzimmer senken können.

Das Bett

Sowohl Pollenallergiker, als auch bei einer Hausstaubmilbenallergie sollte die Bettwäsche wöchentlich gewechselt und gewaschen werden. Bei den Hausstaubmilben, mit denen wir ungewollt und oft unwissentlich das Bett teilen, ist es der Kot, der die Allergiesymptome (Schnupfen, Husten oder Hautausschläge) auslöst. Hausstaubmilben lieben es feucht und warm und ihre Leibspeise sind die abgestorbenen Hautschüppchen der Menschen – das Bett ist also der ideale Ort für sie. Daher ist es ratsam die Bettwäsche mindestens einmal in der Woche zu wechseln und zu waschen. Am Morgen sollte zudem die Bettdecke zurückgeschlagen werden, damit die Wärme und Feuchtigkeit aus dem Bett weichen kann. Geschlossene Betten mit Bettkasten sind daher eher ungeeignet, da die Feuchtigkeit nicht richtig abtransportiert werden kann.

Auch sollte man bei der Wahl des Bettzeugs und der Matratze auf synthetische Stoffe zurückgreifen anstatt auf Daunen, Rosshaar oder Wolle. Da die Milben nicht auf der Matratze, sondern darin leben, ist ein möglichst undurchdringliches Material empfehlenswert. Positiv zu nennen sind an der Stelle Gelmatratzen oder Latexmatratzen. Um die kleinen Plagegeister und deren Ausscheidungen zuverlässig abzutöten, sollten die Bettwäsche und auch der Matratzenbezug bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, besser aber bei 90 Grad. Es gibt auch spezielle Encasings, die man über die Matratze, Bettdecke und Kissen ziehen kann. Sie sind so eng gewebt, dass die Milben und der Kot nicht bis an die Haut vordringen können. Über die Encasings kann man die normale Bettwäsche ziehen. Manche Krankenkassen bezuschussen die Anschaffung solcher spezieller Encasings.