Inspirationen auf dem Lebensweg

Ginkgo ein Baum mit kleinen Wundern

Der Ginkgobaum gehört zu den ältesten Pflanzen der Erde. Er soll seit 40 Millionen Jahren bekannt sein. Ursprünglich stammt er aus China, ist aber heute auf der ganzen Welt zu finden. Der Ginkgo wächst jung in schlanker, schmaler Form, bekommt im Alter eine mächtige, ausladende Krone. Er kann 40 Meter und höher werden. Der älteste Baum in Deutschland steht in Frankfurt und stammt aus dem Jahr 1750. Goethe schätzte diesen fantastischen Baum, schrieb ein Gedicht über das Blatt als Freundschaftssymbol und ließ im Botanischen Garten von Jena einen Ginkgobaum pflanzen.

Die Form der Blätter ist einzigartig. Das Blatt ist fächerartig, zweigeteilt und doch verbunden. In China sieht man in dem Blatt das Symbol von Yin und Yang. Aufgrund der besonderen Form und dem Mythos, der damit verbunden ist, werden Ginkgoblätter gerne als Ring oder Anhänger verwendet. Die Blattnerven gehen strahlenförmig vom Stängel aus. Im Frühling sind die Blätter hellgrün, werden im Laufe des Sommers immer dunkler grün und bekommen im Herbst eine wunderschöne Gelbfärbung. Die großen, meist einzeln stehenden Bäume findet man oft in Parks oder Gartenanlagen als Zierbaum. In Ostasien gilt der Ginkgo als Tempelbaum. In vielen Städten werden Ginkgos gepflanzt, weil sie gegen Schädlinge resistent sind, und auch Abgase und Streusalz ihnen nichts anhaben kann.

Die Blätter des Ginkgo, die lateinische Bezeichnung lautet Ginkgo biloba, werden medizinisch genützt. Sie enthalten Flavonoide, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, von denen man sagt, dass sie die menschlichen Zellen schützen können.

Weitere Bestandteile sind Bilobalide und Ginkgolide. Diese beiden Stoffe gehören zu den Terpenen, die auch als Arzneistoffe eingesetzt werden. Sie sollen Zellen vor dem Absterben schützen und sollen andererseits das Zellwachstum anregen. Sie sollen die Durchblutung verbessern und werden gegen degenerative Gehirnerkrankungen wie Demenz und Alzheimer eingesetzt. Den Ginkgo-Baum nennt man daher auch oft “Baum gegen das Vergessen”.

Extrakte aus den Ginkgo-Blättern können laut vieler Studien bei Demenz und Alzheimer Gedächtnisstörungen im Frühstadium verbessern. Ginkgo soll die Durchblutung der Gefäße verbessern können und wird daher auch bei Arteriosklerose angewendet. Die Flavonoide sollen den Ablagerungen entgegenwirken.

Die arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen, auch Schaufensterkrankheit genannt, hat auch Durchblutungsstörungen als Ursache. Daher kann auch hier eine Behandlung mit Ginkgopräparaten in Erwägung gezogen werden. Man sollte das auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt besprechen.

Ein Hörsturz und der sich immer mehr verbreitende Tinnitus, der manchen Menschen das Leben zur Qual macht, kann nicht nur Stress, sondern Durchblutungsstörungen als Auslöser haben. Ginkgo ist auch in kleinsten Gefäßen wirksam und die Ohrgeräusche sollen daher vermindert werden können. Da bei einem Hörsturz die Dosierung hoch sein muss, ist Rücksprache mit einem Arzt unbedingt notwendig. Ginkgo-Präparate können hier möglicherweise hilfreich eingesetzt werden.

Bei allen Erkrankungen, die Durchblutungsstörungen als Ursache haben, können Präparate aus den Ginkgoblättern als Hilfe herangezogen werden. So auch bei Schwindelzuständen oder bei Migräne. Vergesslichkeit im Alter versucht man ebenfalls durch die Einnahme von Ginkgo so lange als möglich zu verhindern. Hautgeschwüre, die aufgrund schlechter Durchblutung entstehen, sind ebenfalls ein Einsatzgebiet für Ginkgo. Dazu gehört auch Dekubitus, das gefürchtete Wundliegen bei bettlägerigen Kranken.


In welcher Art wird nun Ginkgo eingesetzt? Die Arzneistoffe findet man in Extrakten, Tinkturen und Tees aus den Blättern. In China gibt es auch Extrakte aus den Kernen. Die Früchte des Ginkgobaumes haben einen sehr intensiven, unangenehmen Eigengeruch. Das heißt, sie stinken und das merkt man, wenn man im Herbst an einem Ginkgo vorbei kommt.

Arzneimittel aus Ginkgoblättern können sogar bei Tieren heilkräftig wirken. Im Besonderen sind Erfolge bei Pferden und Hunden bekannt.

Über den interessanten Ginkgo Baum und seine Heilkunst erfahren Sie mehr unter: https://www.ginkgo-ratgeber.info.

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