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Frühlingsgedicht über den Frühlingsanfang
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Frühlingsgedicht über den Frühlingsanfang

Frühlings Ankunft

Grüner Schimmer spielet wieder
drüben über Wies’ und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
auf die stumme trübe Welt.

Ja, nach langen Winterleiden
kehrt der Frühling uns zurück,
will die Welt in Freude kleiden,
will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote
zieht einher in Frühlingstracht,
meldet uns, dass alles Tote
nun zum Leben auferwacht.

Nur die Veilchen schüchtern wagen
aufzuschau’n zum Sonnenschein;
ist es doch, als ob sie fragen:
»Sollt’ es denn schon Frühling sein?«

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
in das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
über uns herab ins Feld!

Alles Leid entflieht auf Erden
vor des Frühlings Freud’ und Lust –
nun, so soll’s auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!

 

Hoffmann von Fallersleben

genauer: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (geb. 2.4.1798 in Fallersleben – 19.1.1874), Hochschullehrer für Germanistik und Dichter; er schrieb die spätere deutsche Nationalhymne

Bild: © navallo, pixabay
Spruch-ID 76 (Frühling) gehört zu Gedichte - neutral
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