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Was der Frühling nicht sät
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Was der Frühling nicht sät

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

(geb. 25.8.1744 in Ostpreußen – 18.12.1803 in Weimar), deutscher Dichter und Theologe

Foto: @ Silberfuchs, pixabay.de
Spruch-ID 1364 (Frühling, Herbst / Herbstgedichte, Erziehung / Bildung) gehört zu Sprüche - neutral
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Blüten in der Hand

Mein Leben ist
wie ein Spiel im Frühling.
Ich will so leben, wie
es mir gefällt …

Ralph Waldo Emerson

Frühling

Wenn der holde Frühling lenzt,
und man sich mit Veilchen kränzt,
wenn man sich mit frischem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut,
kreisen durch des Menschen Säfte
neue, ungeahnte Kräfte –
jegliche Verstopfung weicht
alle Herzen werden leicht
und das meine fragt sich still:
“Ob mich dies Jahr einer will?”

Friederike Kempner
Schöne Blume im Frühling

Der Frühling ist die schönste Zeit
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
im goldnen Sonnenschein.

Annette von Droste zu Hülshoff
Kirschblüten-Baum vor einem Haus

Ich wandere den ganzen Tag,
um den Frühling zu suchen und
meine Schuhe gehen kaputt.

Am Abend habe ich den Frühling
immer noch nicht gefunden.

Ich kehre heim und sehe eine
Kirschblüte in meinem Garten.
Der Frühling ist da.

Volksweisheit / Volksgut
Spruchkarte: Wandlung ist notwendig
Vincent van Gogh
Schöne rote Blume im Frühling

Ich muss hinaus, ich muss zu dir,
ich muss es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
in diesen lichten Tagen.

Ich will die Rosen nicht mehr sehn,
nicht mehr die grünen Matten;
ich will nicht mehr zu Walde gehn
nach Duft und Klang und Schatten.

Ich will nicht mehr der Lüfte Zug,
nicht mehr der Wellen Rauschen,
ich will nicht mehr der Vögel Flug
und ihrem Liede lauschen.

Ich will hinaus, ich will zu dir,
ich will es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
in diesen lichten Tagen!

Hoffmann von Fallersleben
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Kranz mit Veilchen und Gänseblümchen

Wenn der holde Frühling lenzt
und man sich mit Veilchen kränzt,
wenn man sich mit frischem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut,
wallen durch des Menschen Säfte
neue, ungeahnte Kräfte –
Jegliche Verstopfung weicht.
Alle Herzen werden leicht,
und das Meine fragt sich still,
ob mich dies Jahr einer will?

Friederike Kempner
Gezeichnete helle, fröhliche Blumen als Symbol für Freude und Frühling

Es wird Frühling

Die Vögel kommen
in ganzen Schwärmen,
um dich zu erfreuen.
Das junge Grün sprießt;
und der Wald wächst schön
und steht wie eine Braut da,
um dir Freude zu schenken.

Du bist geschaffen.
Du bist da.
Du bekommst heute
das zum Dasein Nötige.
Du wurdest erschaffen.
Du wurdest Mensch.

Du kannst sehen,
bedenke: Du kannst sehen,
du kannst hören, du kannst
riechen, schmecken, fühlen.

Sören Kierkegaard
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Meer, silber-grün glänzend über den Horizont

Eine kleine Ostererzählung

Es war daheim auf unserm Meeresdeich;
ich ließ den Blick am Horizonte gleiten,
zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer,
die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.

Im tiefen Kooge bis zum Deichsrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen;
der Frühling zog prophetisch über Land,
die Lerchen jauchzten und die Knospen sprangen. –

Entfesselt ist die urgewalt’ge Kraft,
die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen,
und alles treibt, und alles webt und schafft,
des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Der Flut entsteigt der frische Meeresduft;
vom Himmel strömt die goldne Sonnenfülle;
der Frühlingswind geht klingend durch die Luft
und sprengt im Flug des Schlummers letzte Hülle.

O wehe fort, bis jede Knospe bricht,
dass endlich uns ein ganzer Sommer werde;
entfalte dich, du gottgebornes Licht,
und wanke nicht, du feste Heimaterde! –

Hier stand ich oft, wenn in Novembernacht
aufgor das Meer zu gischtbestäubten Hügeln,
wenn in den Lüften war der Sturm erwacht,
die Deiche peitschend mit den Geierflügeln.

Und jauchzend ließ ich an der festen Wehr
den Wellenschlag die grimmen Zähne reiben;
denn machtlos, zischend schoss zurück das Meer –
das Land ist unser, unser soll es bleiben!

Theodor Storm
Wunderschöner Magnolienbaum im Frühling

Die Farbe ist die letzte Kunst,
die uns noch immer mystisch ist
und bleiben muss, die wir auf eine
wunderlich ahnende Weise wieder
nur in den Blumen verstehen.

Philipp Runge
Schöner Spross bzw. Trieb am Baum

Jede sprossende Pflanze,
die mit Düften sich füllt,
trägt im Kelche das ganze
Weltgeheimnis verhüllt.

Emanuel Geibel

Das Leben an sich ist ein Geheimnis, das die Menschen noch nicht richtig entschlüsseln konnten. In der Natur kommen wir diesem Geheimnis des Lebens vielleicht am besten näher.

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Korb roter Rosen im Frühling

Leise zieht durch mein Gemüt
liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
kling hinaus ins Weite!

Kling hinaus bis an das Haus,
wo die Blumen sprießen.
Wenn du eine Rose schaust,
sag, ich lass sie grüßen.

Heinrich Heine
Schöne Frühlingsblumen vor einer Scheune im Frühling

In der Tiefe eurer Hoffnungen und Wünsche
liegt euer stilles Wissen um das Jenseits.

Wie Samen, der unter dem Schnee träumt,
träumt euer Herz vom Frühling.

Traut den Träumen,
denn in ihnen ist das
Tor zur Ewigkeit
verborgen.

Khalil Gibran
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Ein Vogel auf einem blühenden Ast - es ist Frühling!

Das Schöne am Frühling ist,
dass er immer dann kommt,
wenn man ihn am dringendsten braucht.

Jean Paul
Wunderschöne zarte Kirschblüten im Frühling

Frühling ist
eine echte Auferstehung
und ein Stück Unsterblichkeit.

Henry Thoreau
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