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Verschiedene Formen von Schwindel

Fast jeder Mensch hat in seinem Leben schon einmal die unangenehme Erfahrung von Schwindel gemacht. Was sich so harmlos anhört, kann unterschiedliche Ursachen haben und das Leben der Betroffenen nachhaltig beeinflussen. Mittlerweile weiß man, dass es viele verschiedene Arten von Schwindel gibt. Die Ausprägungen reichen von einem kurzen Gefühl der Benommenheit bis hin zu starken Alltagseinschränkungen.

Wie entsteht Schwindel?

Patienten, die an Schwindel leiden, berichten immer wieder von unterschiedlichen Beschwerden. Kein Wunder, kommen doch verschiedene Ursachen für Schwindelattacken infrage. Je nachdem, wie sich der Schwindel zeigt und was die Untersuchung beim Arzt ergibt, kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Um diese klären zu können, ist es zunächst wichtig, zu wissen, an welcher Schwindel-Form man leidet.

Welche Schwindel-Arten gibt es?

Man unterscheidet in Drehschwindel, Schwankschwindel und Benommenheitsschwindel. Für die Ursachenforschung ist es wichtig, zu wissen, welche Schwindel-Form auftritt. Bei der Anamnese versucht der Arzt deswegen zunächst, herauszufinden, wie sich die typischen Symptome zeigen.

Der Drehschwindel:

Drehschwindel tritt immer anfallartig auf, weswegen er den Beinamen Attackenschwindel hat. Ein Symptom ist eine mit oder gegen den Uhrzeigersinn wahrgenommene Drehempfindung. Diese setzt vom einen auf den anderen Moment ein. Zwar können die Anfälle nur wenige Sekunden, aber durchaus auch Stunden andauern. Ausgelöst werden kann der Drehschwindel auch durch die Menière-Krankheit, besser bekannt als Morbus Menière. Bei dieser Krankheit bildet sich besonders viel Lymphflüssigkeit im Innenohr, so dass mitunter sogar die Hörfähigkeit beeinträchtigt werden kann. Bei anhaltendem Drehschwindel über mehrere Tage sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

Der Schwankschwindel:

Wenn plötzlich eine Unsicherheit im Gleichgewicht auftritt und man das Gefühl hat, als würde der Boden schwanken, spricht dies für einen Schwankschwindel. Er kann im Ruhezustand oder in Bewegung auftreten. Typisch für den Schwankschwindel ist, dass der Anfall in der Regel nur wenige Sekunden anhält. Als ursächlich gilt zu viel Stress.

Schwindelursachen

Der Gutartige Lagerungsschwindel:

Eine Schwindelform, an der vor allem ältere Menschen leiden, ist der gutartige Lagerungsschwindel. Als typisches Symptom gilt, dass die Beschwerden nur wenige Sekunde anhalten und sich dann zeigen, wenn man den Kopf schnell bewegt. Das kann zum Beispiel beim Umdrehen im Schlaf oder beim Seitwärtsneigen der Fall sein. Für die Patienten fühlt sich dies so an, als würde sich ihre gesamte Umgebung schnell um sie drehen. Typische Begleitsymptome des gutartigen Lagerungsschwindels sind Schweißausbrüche, Übelkeit, Erbrechen und Angstgefühle.

Der HWS-Schwindel:

Wenn durch Fehlhaltung Verspannungen im Nacken oder in den Schultern auftreten, zeigt sich dies nicht nur in akuten Benommenheitsgefühlen sowie Kribben oder Taubheitsgefühl in Händen und Armen. Weitere Begleitsymptome sind Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten sowie der Hals-Wirbelsäulen-Schwindel. Der als HWS-Schwindel bekannte vertebragene Schwindel gilt als dritthäufigste Schwindelform Deutschlands.

Der Zentrale Schwindel:

Der zentrale Schwindel kann sich auf vielfältige Weise äußern. Es handelt sich in diesem Fall nicht um eine vestibuläre Schwindelart, bei welcher die Ursache im Gleichgewichtsorgan liegt. Je nachdem, welche genaue Ursache zugrunde liegt, kann der Schwindel plötzlich auftreten und auch über mehrere Tage anhalten. Neben dem Schwindel selbst kann es auch zu körperlichen Einschränkungen kommen. Seh-, Schluck- und Sprechstörungen sind keine Seltenheit. Außerdem kann der zentrale Schwindel auch von Lähmungserscheinungen sowie Störungen des Tastsinns begleitet werden. Wer entsprechende Symptome bei sich bemerkt, sollte umgehend seinen Arzt konsultieren.

Der Psychogene Schwindel:

Patienten, die an Stress, Sorgen und Ängsten leiden, sind anfällig für den psychogenen Schwindel. Durch ein seelisches Ungleichgewicht verspürt man Benommenheit sowie das Gefühl eines schwankenden Bodens in Kombination mit einem Fallgefühl. Es kommt zu Stand- und Gehunsicherheiten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass obige Informationen keine individuelle Diagnose und keinen Arztbesuch ersetzen können.

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