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Fasten für ein besseres Wohlbefinden

Fasten für ein besseres Wohlbefinden

Das Fasten ist bereits eine jahrelange Tradition, welche eigentlich einen religiösen Hintergrund hat. Ursprünglich soll durch den Verzicht von Nahrung sowie Getränken eine tiefe Verbundenheit der Gläubigen zu ihrem Gott symbolisiert werden, gibt es dabei für jede Religion ganz unterschiedliche Wege zu fasten. Heute jedoch wird das Fasten häufig aus gesundheitlichen Gründen praktiziert, erhoffen Menschen sich dadurch körperliche Vorteile und eine Reinigung der Seele. Zurück zu einem besseren Verhältnis zum eigenen Körper sowie ein gesteigertes Wohlbefinden sind nur zwei der vielen Vorteile, weshalb sich viele für eine Fastenzeit ganz ohne religiöse Motive entscheiden.

Die Vorteile des Fastens

Wie meist angenommen wird, bedeutet Fasten nicht grundsätzlich, komplett auf jegliche Nahrung zu verzichten. Es geht viel eher darum, den für sich richtigen Weg des Verzichts zu üben und entweder gänzlich oder nur in Teilen bestimmte Lebensmittel aus dem Speiseplan zu streichen. Weiter ausgedehnt kann sogar in Bezug auf Mediennutzung, Rauchen oder andere Laster Verzicht geübt werden, denn auch das gehört im erweiterten Sinn zum Fasten und kann sowohl gesundheitliche als auch psychische Vorteile bedeuten. Hier geht es jedoch zunächst um das Fasten in Bezug auf Ernährung.

Wie schon gesagt kann durch Fasten nicht nur das eigene Wohlbefinden und Körpergefühl verbessert, sondern auch die Psyche beeinflusst werden. Denn auch das Gehirn nimmt dabei eine wichtige Funktion ein und reagiert mit der Ausschüttung bestimmter Hormone wie Adrenalin, welches nicht nur wach und fit macht, sondern auch entzündungshemmend wirken kann.

Durch Fasten wird der Körper gleichzeitig entgiftet und eine höhere mentale Zufriedenheit erreicht. Daneben wird auch die Autophagie des Körpers gesteigert sowie die Stressresistenz erhöht. Selbst die Haut kann von einer solchen Fastenkur profitieren. Möglich ist auch eine Gewichtsabnahme, die jedoch nicht allein durch Fasten erreicht werden kann und sollte, da nach einer gewissen Zeit natürlich der Jojo-Effekt eintritt.

Fasten ist grundsätzlich für jeden gesunden Menschen geeignet, der sich vorher auch intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt hat und bestimmte Regeln beachtet. Bestehen jedoch Vorerkrankungen wie Diabetes, Depressionen oder Herzprobleme, sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Auch bei einer Fastenkur zwecks Gewichtsabnahme ist ein solches Gespräch empfehlenswert.

Ablauf des Fastens

Die Tage der Fastenzeit bestimmt jeder für sich. Manche fasten 3 bis 7 Tage, andere wiederum 10 Tage. Die positiven Effekte treten bereits nach dem ersten Tag ein, allerdings wird der Körper stärker durch Autophagie gereinigt, je länger die Fastenkur andauert. Dabei gibt es schließlich verschiedene Wege des Verzichts. Das klassische Fasten beruht darauf, dass nur Wasser getrunken oder entgiftende Mineralien wie Heilerde oder Bentonit eingenommen werden dürfen. Beim Buchinger Heilfasten dürfen Gemüse- oder Obstsäfte sowie Gemüsebrühe in den Tag integriert werden. Vorher wird der Darm meist mittels Glaubersalz geleert und gereinigt.

Bei dem Heilfasten nach Buchinger empfehlen sich vor allem grüne Smoothies, welche sowohl Gemüse als auch Obst beinhalten. Ulrike Haltmann von Sternefood.de arbeitet im Bereich Lebensmittel und weiß: „Spinat, Feldsalat, Avocado, Rote Bete, Banane oder Apfel und Birne passen dabei gut zusammen. Diese bestechen durch eine sehr hohe Nährstoffdichte und liefern trotzdem sättigende Ballaststoffe. Wasser oder Kräutertee geben die nötige Flüssigkeit, welche vor allem für das Zerkleinern im Smoothie-Mixer wichtig ist.“