Inspirationen auf dem Lebensweg
Zwei Radfahrerinnen unterwegs im Grünen

Fahrradfahren - eine gute, grüne und gesunde Alternative zum Auto

Spätestens seit der Fridays for Future-Bewegung ist klar: Autos mit Verbrennungsmotor haben als Verkehrsmittel keine Zukunft. Sie sind nicht nur extrem schädlich für die Umwelt, sondern belasten die Fahrzeughalter auch mit hohen Kosten für Sprit, Versicherungen, Stellplätze und Instandhaltung. Im Nahverkehr können Fahrräder eine gute, grüne und gesunde Alternative sein.

Länder wie die Niederlande und Japan machen es vor: Statt Autos nutzen dort viele Menschen Fahrräder, um von A nach B zu gelangen. Auch in Deutschland steigen wieder mehr Leute auf das Zweirad. Mit dieser veränderten Nachfrage kommen auch hierzulande mehr und mehr innovative Lösungen auf den Markt, wie das Fahrradfahren angenehmer und sicherer gemacht werden kann. Analog zum motorisierten Verkehr können beispielsweise Fahrrad-Parkhäuser an zentralen Stellen der Stadt und Versicherungen gegen Diebstahl und Beschädigungen angeboten werden.

Fahrradfahren: Pro und Contra

Das Fahrradfahren hat dem Auto gegenüber etliche Vor- aber auch einige Nachteile. Zu den Vorteilen gehört zunächst die bereits erwähnte Umweltfreundlichkeit: Nur mit Muskelkraft und völlig ohne CO2-Ausstoß und Öllecks befördert das Fahrrad seine Nutzer an ihren Zielort und zählt damit neben den eigenen zwei Füßen zu den umweltschonendsten Transportmethoden. Und auch zu den gesündesten: Fahrradfahren sorgt für Bewegung, entlastet dabei die Gelenke und hält den Radfahrenden fit.

Auch auf das zunehmende gesellschaftliche Problem des Platzmangels ist das Fahrrad eine gute Antwort. Durch die steigende PKW-Anzahl wird der Stellplatz insbesondere in den Innenstädten knapp. Auf dem Platz, der für das Parken eines Autos gebraucht wird, können rund ein Dutzend oder noch mehr Fahrräder Platz finden.

Die mit dem Rad verbundenen Kosten können sich im Vergleich zu den Kosten eines Autos sehen lassen. Der Drahtesel ist nicht nur wesentlich günstiger in Anschaffung, Versicherungsbelangen und Instandhaltung, sondern kommt auch ganz ohne Treibstoff aus, der – Autofahrer/innen können ein Lied davon singen – tendenziell immer teurer wird. Und nicht zu vergessen: anders als Bus und Bahn fährt das Fahrrad immer dann, wenn es gebraucht wird.

Nichtsdestotrotz bringt auch das Radfahren Nachteile mit sich. Es kommt beispielsweise nicht für alle in Frage: Wer in bergigem Gebiet lebt oder lange Pendelwege hat, kann meist nicht einfach auf das Rad umsteigen. Radfahren ist nur dann eine realistische Alternative, wenn es um flache Strecken und kurze Wege geht.

Auch das erhöhte Unfallrisiko im Gegensatz zu anderen Verkehrsmitteln darf nicht außer Acht gelassen werden. Entscheidend ist hierbei meist der mangelnde Schutz des Radfahrers im Fall eines Unglücks. Ausgewiesene Radwege, ein verkehrssicheres Rad, vorsichtiges Verhalten im Verkehr und das Tragen eines Helms können das Risiko zwar minimieren, aber nicht beseitigen. Andererseits ist aber auch das Auto nicht gerade als risikoarmes Verkehrsmittel bekannt – es schützt zwar seine Insassen im Unglücksfall wie ein Stahlkäfig, verhängnisvoll werden aber schnell die hohen Geschwindigkeiten, mit denen sich Autos bewegen und die zu extremen physikalischen Kräften führen.

Fazit: Radfahren ist eine gute Alternative – aber nicht immer

Das Rad ist eine gute und – dank innovativer Lösungen und Angeboten – immer besser werdende Verkehrsalternative, allerdings nur im Nahverkehr. Nicht für alle kommt ein komplettes Ersetzen des Autos durch das Fahrrad in Frage. Durch die geringen Kosten lässt sich allerdings problemlos ein Fahrrad neben dem eigenen Auto halten und somit die PKW-Nutzung zumindest reduzieren.

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