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Wie sich die Ernährung auf die Haare auswirken kann

Unsere Ernährung kann mehr Einfluss auf unsere Haare haben als die meisten annehmen. Denn die Haare benötigen eine stabile Energiezufuhr und ausreichend Nährstoffe für ein gesundes Wachstum und Vitalität. Bei mangelhafter und ungesunder Ernährung können die Haare schnell spröde und glanzlos aussehen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu diffusem Haarausfall kommen.

Die Medizin unterscheidet Haarausfall Ursachen anhand verschiedener Merkmale. Während erblich bedingter Haarausfall durch eine genetische Programmierung verursacht und kreisrunder Haarausfall von einer Autoimmunerkrankung ausgelöst wird, können die Haarausfall Ursachen bei diffusem Haarausfall eine ungesunde Ernährung und/oder Stress sein.

Haarausfall Ursachen: ungesunde Ernährung und Stress

Haarausfall bei Männern ist sehr verbreitet, jeder zweite Mann ist von Haarausfall betroffen, in 80 Prozent der Fälle ist dieser wahrscheinlich erblich bedingt. Doch auch manche Frauen leiden unter dem Haarverlust. Obwohl die Gründe für Haarverlust vielfältig sind, können Lebensstil und Ernährung eine große Rolle spielen. Warum kann eine gesunde Ernährung für schöne Haare so wichtig sein?

Für das Haarwachstum, wie auch für jedes andere Wachstum auf körperlicher Ebene, wird Energie in Form von Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien benötigt. Die Haarwurzeln nutzen diese Energie, um ihren natürlichen Wachstumsprozess in drei Stufen zu durchlaufen, bevor ein Haar nach ca. 7 Jahren ausfällt und ein neues Haar nachwächst. Bei einer unausgewogenen Ernährung fehlt es an ausreichend Nährstoffen und es kann zu diffusem Haarausfall kommen.

Da Haare zum Großteil aus Proteinen bestehen, sind auch vollwertige proteinhaltige Nahrungsmittel für kräftiges Haar sehr wichtig.

Damit schlechte Ernährung als Haarausfall Ursache infrage kommt, ist eine längerfristige Fehlernährung notwendig, wie es beispielsweise im Fall von radikalen Diäten sein kann. Solche Hungerkuren gehen meist mit körperlichem und psychischem Stress einher, der sich ebenfalls negativ auf die Haare auswirken kann und als ein häufiger Grund für Haarausfall zumeist anerkannt ist.

Sowohl Stress als auch die Ernährung können sich zudem auf den Hormonhaushalt auswirken. Hormone können einen entscheidenden Teil zu gesundem Haarwachstum beitragen. Ein Hormonhaushalt, der aus der Balance geraten ist, kann sich so auch auf die Haarpracht auswirken.

Von Haarausfall spricht man bei einem Haarverlust von mehr als 100 Haaren pro Tag.

Nahrungsmittel für gesunde Haare

Mit den folgenden Vitaminen und Nährstoffen kann das Haarwachstum unterstützt und einem Haarausfall voraussichtlich vorgebeugt werden.

Vitamin H kann Haarausfall entgegenwirken

Vitamin H, auch als Biotin bekannt, kann für das Haarwachstum sehr wichtig sein, weil es für eine gesunde Haarstruktur sorgen kann. Es ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Naturreis
  • Vollkornprodukte
  • Haferflocken
  • Hefe
  • Erdnüsse
  • Champignons
  • Eigelb

B-Vitamine für eine gesündere Kopfhaut

Zu dieser Gruppe zählen Vitamin B3, B6 und Vitamin B5, die wichtige Bausteine in der Haargesundheit sein können. Sie sollen unter anderem den Stoffwechsel und die Regulierung der Zellen unterstützen. Das kann bei Haarausfall besonders wichtig sein, denn einer der Gründe für Haarausfall kann sein, dass die Haarwurzeln nicht mehr wie gewohnt funktionieren.

Folgende Lebensmittel enthalten B-Vitamine:

  • Hülsenfrüchte
  • Eigelb
  • Nüsse
  • Hirse
  • Weizenkeime
Nüsse wie z.B. Mandeln, Pistazien ...

Vitamin A soll das Haarwachstum fördern können

Vitamin A sollte in ausgewogenen Mengen verzehrt werden, denn sowohl zu viel als auch zu wenig des Vitamins können sich negativ auf die Haare auswirken. Vitamin A wird besonders in Kombination mit guten Fetten gut vom Körper aufgenommen. Es ist in folgenden Produkten enthalten:

  • Butter
  • Spinat
  • Karotte
  • Brokkoli
  • Fettreicher Käse

Spurenelemente und Mineralstoffe

Besonders auf Eisen ist das Haar angewiesen, da Eisen an der Energie- und Sauerstoffversorgung der Zellen beteiligt ist. Aber auch zu wenig Zink kann zu Problemen führen. Eisen- oder Zinkmangel können deshalb ebenso denkbare Haarausfall-Ursachen sein.

Eisen ist vor allem in Innereien, Fisch und Fleisch enthalten. Schwangere sollten Leber und Innereien allerdings von ihrem Speiseplan streichen. Am besten soll der Körper das Eisen aufnehmen können, wenn es mit Vitamin C kombiniert wird. Hierfür kann das Essen mit etwas Zitrone verfeinert werden.

Zink wird vom Körper beispielsweise für Stoffwechselvorgänge und gegen Entzündungen benötigt. Die Haarwurzeln zählen zu den sogenannten stoffwechselaktiven Zellen und brauchen eine ausreichende Zinkzufuhr. Eine gute Faustregel ist, dass Zink meist in Nahrungsmitteln mit hohem Eiweißgehalt wie Hülsenfrüchten, Eiern, Fisch und Milchprodukten vorkommt.

Haarausfall-Ursachen können vielfältig sein und schlussendlich kann meistens eine Kombination verschiedener Faktoren für den Haarverlust verantwortlich sein. Dennoch kann eine ausgewogene Ernährung nicht nur für die Haare, sondern für den Körper allgemein und auch für die geistige Gesundheit sehr wichtig sein. Wenn gesunde Lebensmittel alleine nicht mehr reichen können, können möglicherweise spezielle Nahrungsergänzungsmittel und Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Coffein unterstützend sein. Ähnlich wie Vitamine oder Mikronährstoffe ist Coffein ein Energielieferant, der bei regelmäßiger Anwendung das Haarwachstum unterstützen kann und möglicherweise sogar den Haarausfall etwas zu reduzieren vermag. Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

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