Schöne Sprüche, liebe Grüße und Glückwünsche Gedichtband
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Betina Graf Über Viabilia
Hand links: ablehnende Geste; Hand rechts: bietet Zigarette an

Endlich Nichtraucher: ein Weg, für den es Disziplin und die richtige innere Einstellung braucht

Trotz vieler gesundheitlicher Risiken, die bei einem langfristigen Tabakkonsum drohen, kommen sehr viele Raucher:innen auch mit eiserner Disziplin von der Zigarette nicht los. Grund dafür ist meist das starke Verlangen nach dem Suchstoff Nikotin. Viele Raucher:innen versuchen, kalt zu entziehen und von heute auf morgen aufzuhören; doch Studien haben ergeben, dass es nur zwischen drei und sechs Prozent aller Raucher:innen schaffen, auf diese Weise mit dem Rauchen aufzuhören. Aus diesem Grund gibt es mittlerweile haufenweise Ersatzprodukte mit Nikotin, mit denen es Raucher:innen leichter haben sollen, von der Zigarette wegzukommen. Aber auch Therapien in der Gruppe können eine erfolgreiche Rauchentwöhnung unterstützen. Manch spezielle Suchtklinik bietet hierfür ambulante Therapien an, damit es bald heißen kann: endlich Nichtraucher!

Gruppentherapie

Therapien in der Gruppe haben äußerst gute Erfolgsaussichten, die teilnehmenden Patient:innen vom Rauchen zu entwöhnen.

Hierbei kommt ein positiver sozialer Druck in der Gruppe, die neben einem selbst aus anderen Süchtigen besteht, zum Tragen. Jede:r hat das Ziel, mit dem Rauchen aufzuhören, und darüber wird in den Sitzungen regelmäßig gesprochen.

So eine Therapiemaßnahme kann zwischen 150 und 300 Euro kosten und wird von den Krankenkassen bezuschusst mit einem Betrag zwischen 75 und 100 Euro. Hierzu genügt ein Anruf des oder der Versicherten bei der zuständigen Krankenkasse. Es wird dann geprüft, ob eine Bezuschussung für eine Kursteilnahme erfolgen kann. Eine vollständige Kostenübernahme wird von den Krankenkassen nicht gewährleistet. Einen Teil muss der oder die Versicherte immer selber tragen. Doch die Investition in eine Entwöhnungstherapie lohnt sich sowohl vom gesundheitlichen als auch vom finanziellen Blickpunkt aus betrachtet.

Nikotinersatzprodukte, Snus und Co.

Viele Raucher:innen schwören auf Nikotinersatzprodukte zur Unterstützung bei der Rauchentwöhnung. Apotheken bieten hierzu eine breite Auswahl an Produkten in Form von Kaugummis, Pflastern oder Lutschpastillen an. Krankenkassen übernehmen keine Kosten für diese Produkte und sie sind auch nicht verschreibungspflichtig.

Manche versuchen auch, zunächst auf Alternativen zum Rauchen umzusatteln. So kann man zum Beispiel Snus kaufen, um auf diese Art und Weise sein Verlangen nach Nikotin mit etwas zu befriedigen, was als etwas weniger schädlich für Lunge und Atemwege gilt. Oft wird es als erster Schritt angepeilt, um generell vom Rauchen loszukommen.

Außerdem gibt es auch Medikamente zur Rauchentwöhnung in Form von Tabletten. Diese dürfen aufgrund ihres riskanten Nebenwirkungsprofils allerdings nur mit ärztlicher Begleitung eingenommen werden und sind rezeptpflichtig. Mit ihrer Einnahme lassen sich jedoch Entzugssymptome wirksam lindern und damit die Erfolgsaussichten einer Rauchentwöhnung deutlich erhöhen.

E-Zigaretten gelten bei vielen Leuten ebenfalls als angenehmer Zigarettenersatz. Sie sind allerdings hinsichtlich ihres gesundheitlichen Risikos schlecht einzuschätzen, da es zu ihnen noch keine flächendeckenden und repräsentativen Studien gibt. Außerdem sei es bei der Vielzahl unterschiedlicher E-Zigaretten von unterschiedlichen Herstellern, welche in verschiedensten Bauarten angeboten werden, schwer zu kontrollieren, wie viel Nikotin die Konsument:innen beim Dampfen tatsächlich zu sich nehmen.

Alternative Methoden zur Rauchentwöhnung

Im Internet tummeln sich viele Werbeangebote für alternative Methoden zur Rauchentwöhnung. Allerdings wird seitens einiger Kritiker:innen aus Wissenschaft und Medizin davor gewarnt, zu hohen Erfolgsversprechungen Glauben zu schenken. Da viele sehr beliebte Angebote, wie die Entwöhnung durch Hypnose und Akupunktur, nicht ausreichend in ihrer Wirksamkeit durch Studien belegt wurden, ist Vorsicht geboten. Im Internet bekommt man über die Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Deutschen Krebsforschungszentrums seriöse Informationen zu geeigneten und geprüften Angeboten in der Umgebung.

Die richtige Einstellung zählt

Die richtige innere Einstellung mit der nötigen Entschlossenheit, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, ist das Wichtigste von allem. Denn wer sein Bewusstsein hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken durch das Rauchen geschärft hat und mit fester Überzeugung aufhören will, hat größere Erfolgsaussichten als jemand, bei dem der Druck von außen kommt.